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Social Media Marketing – Basics

Social Media Marketing

Social Media Marketing ist momentan in aller Munde. Jeder ist online mit dabei und veröffentlicht Sinniges und leider auch viel Unsinniges im World Wide Web.

Aber bringt dieser ganze Hype eigentlich wirklich einen Nutzen für mein Unternehmen? Muss ich mitmachen, um am Ball zu bleiben? Und wenn ja: wie und wo?

Ich habe letzte Woche ein Kurz-Seminar zu diesem Thema besucht und gebe meine neuen Erkenntnisse gerne weiter:

Was kann man erreichen mit Social Media Marketing?

Ich fasse hier nur die für mich wichtigsten Punkte zusammen:

Sichtbarkeit – Wer nicht gefunden wird ist unsichtbar.

So einfach ist die Formel für alle Marktteilnehmer im Internet. Und da Google momentan eine Marktabdeckung von rund 90% in Deutschland hat, ist die Suche bzw. die Platzierung bei Google der Maßstab für die Sichtbarkeit. Wer nicht auf Seite 1 der jeweiligen Suchergebnisse erscheint (maximal noch Seite 2-3), der ist für den Kunden faktisch unsichtbar.

Kompetenzbeweis – Wer als Quelle genannt wird weiß Bescheid.

Auch hier machen es sich viele Internetnutzer sehr einfach. Taucht jemand als Autor bei Wikipedia auf oder werden seine Beiträge und Artikel auf den vorderen Rängen der Google-Suche angezeigt, so gilt er schnell als Experte. Dieser Expertenstatus zieht dann gerne auch einen geschäftlichen Nutzen nach sich.

Imagebildung – Wenn es da steht, dann wird es wohl stimmen.

Diese Erkenntnis sollten Unternehmen (und auch Privatpersonen) beherzigen und regelmäßig prüfen, welche Informationen im Internet über sie zu finden sind. Denn auch andere User veröffentlichen Meinungen und Informationen über das eigene Unternehmen. Daher ist der Selbstcheck enorm wichtig, denn wie gesagt: wenn es da steht, dann wird es wohl stimmen…

Welche Plattformen sind in Deutschland wichtig?

Auch hier nenne ich nur die aus meiner Sicht relevanten Plattformen, wobei es je nach Branche noch viele weitere Netzwerke und Anbieter geben mag:

GoogleGoogle & Google+

Die Google-Suche ist Maßstab und Ausgangspunkt (fast) aller Aktivitäten des Social Media Marketing.

Erster Schritt – der Selbstcheck: Welches Bild ergibt sich von meinem Unternehmen? Werde ich überhaupt gefunden?

Zweiter Schritt – Suche nach den Treffern für die eigenen KeyWords: Kann man sich auf die aufgelisteten Seiten verlinken? Dort z.B. Kommentare verfassen? Oder gibt es andere Möglichkeiten dort seine Fußstapfen zu hinterlassen?

Und natürlich darf eine GooglePlus-Page nicht fehlen. Wo, wenn nicht beim Marktführer der Suchmaschinen, sollte man Präsenz zeigen?

WikipediaWikipedia

Wikipedia ist eine der am meisten frequentierten Seiten im gesamten World Wide Web. Wenn man es also schafft auf Wikipedia einen Artikel mit einem Link zur eigenen Homepage zu platzieren, dann ist das in etwa so wie eine Tonne Gold zu finden. Sehr schwierig, aber auch sehr wertvoll!

Alternativ kann man versuchen im Text oder bei den Weblinks zu erscheinen, z.B. indem man ein Glossar zu einem Thema auf der eigenen Homepage erstellt und dieses dann auf Wikipedia verlinkt.

XingXing

Xing hat rund 9,2 Millionen Benutzer, davon über 3,9 Millionen im deutschsprachigen Raum. Nach einer Forsa-Umfrage sind 15% aller deutschen Fach- und Führungskräfte bei Xing aktiv (Quelle: XING-Zwischenbericht 1/2010).

Sucht man also den Kontakt zu potentiellen Kunden und Entscheidern, so ist diese Plattform ein guter Ausgangspunkt, um sich über eine Person zu informieren. Auch das Aufzeigen von gemeinsamen Bekannten ist mit Sicherheit hilfreich bei der Kontaktaufnahme.




WERBUNG

Zusätzlich werden Xing-Profile (falls frei geschaltet) sehr gut bei Google gefunden. Das sorgfältige Ausfüllen des eigenen Profils und des Unternehmens-Profils lohnt sich also durchaus, wenn man seine Onlinepräsenz aktiv gestalten möchte.

TwitterTwitter

Twitter hat rund 200.000 aktive deutschsprachige Nutzer (Quelle: Ulrike Langner).

Insgesamt scheint Twitter ein cooles Tool zu sein, wenn man sich schnell und unkompliziert über etwas informieren, Gleichgesinnte finden oder in Kontakt mit Fremden treten möchte. Auch als Themenradar scheint Twitter ein gutes Instrument zu sein.

Bei Twitter sind wir aber noch relativ neu, so dass ich hier keine fundierte Analyse bieten kann. Was aber auffällt: die Vernetzung mit unbekannten Personen funktioniert schnell und die Verbreitung von Informationen ebenfalls. Auch Google ist von Twitter sehr angetan.

FacebookFacebook

Die Facebook-Gemeinde zählt nach neuesten Statistiken in Deutschland rund 10 Millionen Mitglieder (Quelle: Thomas Hutter). Die Tendenz ist steigend.

Auch Facebook-Einträge werden von Google sehr gut gefunden. Die Vernetzung mit Anderen und die Verbreitung von Informationen funktionieren einfach und schnell.

Die Fanpage bzw. Unternehmensseite auf Facebook kann also durchaus eine lohnende Investition sein, zumal sie zunächst mit keinerlei Kosten (außer Zeit) verbunden ist. Erst wenn man Werbung schalten möchte muss man Geld in die Hand nehmen.

Fraglich bleibt jedoch, ob Facebook nicht eher eine B2C-Plattform und weniger für den Austausch von B2B-Informationen geeignet ist.

LinkedInLinkedIn

LinkedIn ist ein webbasiertes soziales Netzwerk zur Pflege bestehender Geschäftskontakte und zum Knüpfen von neuen geschäftlichen Verbindungen. (Wikipedia)

Ich nutze es in meinem Berufsleben so gut wie gar nicht, da ich das Gefühl habe, es ist eher für Konzerne und Unternehmen mit einem hohen Anteil an Auslandsgeschäft. Dort bin ich natürlich vertreten, klar , kann ja nicht schaden, aber aktiv dort unterwegs bin ich nie. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich ein absoluter Facebook-Fan bin und ich einfach nicht zu viele Social Media Plattformen nebeneinander aktiv besuchen kann. Ich muss da Prioritäten setzen, anders verzettelt man sich.

QypeYelp

Yelp (früher Qype) ist ein Empfehlungsportal und Stadtmagazin. Neben Restaurants, Schuhläden und ähnlichem werden dort auch Dienstleister aller Art bewertet. Eine Kundenempfehlung auf Yelp wird von Google gut gefunden und damit auch von anderen potentiellen Kunden. Also Mund-zu-Mund-Propaganda 2.0.

Die Eintragung ist kostenlos und kann das Portal-Portfolio unter Umständen sinnvoll ergänzen. Nebenbei steigt auch noch das Google-Ranking.

Fazit

Die bunte neue Welt der Social Media Plattformen ist spannend und interessant. Die Wahl der optimalen Plattform bzw. des Plattform-Mixes kann stundenlange Diskussionen nach sich ziehen 😉

Letztlich entscheidet aber der Adressat über die Wahl der Plattform und daher haben wir uns entscheiden für unseren Blog neben dem klassischen RSS-Feed auch ein E-Mail-Abo sowie eine Präsenz auf Facebook, Google+ und Twitter anzubieten.

Solltet ihr noch weitere Anregungen haben: immer her damit!

Mehr Informationen

Ich möchte mich ganz herzlich bei Olivera Wahl bedanken, der Referentin des Social Media Marketing Seminars, das ich besucht habe. Sie war wirklich prima und ich habe viel gelernt!

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