Digital Signage – was ist das?

Digital Signage - was ist das?

Foto: Harald Lapp / pixelio.de

Als ich den Begriff „Digital Signage“ das erste Mal gelesen habe dachte ich, dass es sich um so eine Art digitales Wasserzeichen für Dateien handelt… Völlig falsch!

Bei Digital Signage handelt es sich um digitale Informations-Systeme. Egal ob Wegeleitsystem im Krankenhaus oder interaktives Produktinformationsdisplay in der Lobby einer Großbank, digitale Schilder finden sich mittlerweile fast überall.

Aber ist Digital Signage auch ein Thema für kleine Unternehmen oder lohnt sich der Einsatz solcher digitalen Schilder nur in Konzernzentralen oder auf großen Messeständen?

Was ist Digital Signage?

Dies hier habe ich bei macom, einem Unternehmen für AV-Medienplanung gefunden:

„Digital Signage beschreibt die Darstellung und Verbreitung von Medieninhalten zum Zweck der Information oder Werbung, zeitlich und räumlich unabhängig, mithilfe digitaler Informationsdisplays. Ob im Wartebereich, in der Hotel-Lounge, in der Produktion oder als Mitarbeiterinformation im Foyer des Unternehmens, hier finden Informationen die Aufmerksamkeit des Betrachters.“ (Quelle: Broschüre „macom AV Kommunikation“)

Und WikiPedia sagt zusätzlich noch Folgendes:

„Im eigentlichen Sinne geht es bei „Digital Signage“ jedoch um vernetzte (audio-)visuelle Informationssysteme, deren Inhalte entweder programmgesteuert oder manuell zusammengestellt werden können. Dafür notwendig ist eine Kombination von Präsentationstechnik, Playout-Hardware (PC-Systeme), Netzwerkanbindung sowie Software für Playout, Content Management und Netzwerk-Management.“ (Seite „Digital Signage“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 28. August 2012, 11:37 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Digital_Signage&oldid=107356496 – abgerufen: 16. Oktober 2012, 18:15 UTC)

Zusammenfassend handelt es sich also um digitale Beschilderung, deren Content individuell und aktuell angepasst werden kann. Je nach Definition wird damit jegliche Form der digitalen Informationsvermittlung bezeichnet oder aber nur diejenige mittels spezieller vernetzter AV-Informationssysteme.

Einsatzbereiche von Digital Signage

Mittlerweile kommen vor allem im öffentlichen Raum digitale Schilder zum Einsatz. Ob Flughafen oder Krankenhaus, Museum oder Messehalle, digitale Schilder ersetzen immer häufiger die alten Wegweiser und Informationstafeln.

Das Besondere an den digitalen Informationssystemen ist, dass die gezeigten Informationen zielgruppengenau z.B. nach Uhrzeit variiert werden können. So kann z.B. in U-Bahnhöfen zu Schulbeginn Werbung für Jugendthemen gezeigt werden und am späteren Abend für Alkohol oder Autos. Auch die Reaktion auf das aktuelle Geschehen ist durch die digitalen Displays kein Thema mehr. Egal ob Zugverspätung oder Gleisänderung, die digitalen Schilder sind stets aktuell.

Und natürlich kann man mit modernen AV Medien Impressionen erzeugen, wie sie mit keinem noch so gut gestalteten Plakat möglich sind. Produkte im Einsatz, Innenansichten von Motoren oder anderen Produkten, virtuelle Rundgänge durch noch nicht gebaute Immobilien, bewegte Bilder – (fast) alles ist machbar.

Wo auch immer Kunden zielgruppenspezifisch angesprochen und informiert werden sollen, sind Digital Signage Lösungen eine Empfehlung.




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Digital Signage auch für kleinere Unternehmen?

Natürlich hat nicht jeder so ein großes Budget wie Porsche, als es sein neues Museum in Stuttgart planen und bauen ließ. Multilinguales Audio Guide System mit Content Creation, Silhouetten-Projektionen, Soundduschen mit Vibrationsböden, Soft-Edge Projektionen mit Bild, Ton und Vibrationsübertragungen auf Bänken, Technische Planung der Fahrzeuginformationen auf Steglos-Plasmas, Porsche Stammbaum-Visualisierung über LCD-Konzept, 3-dimensionale, bespielbare LED-Wand und und und… (s. hier: http://www.macom.de/projektauswahl/porsche-museum/) OK, das kann sich nicht jeder leisten…

Oft kann man aber auch schon mit einem Flatscreen und einem geschickt gesteuerten Content mehr Aufmerksamkeit für seine Werbebotschaft erzeugen, als mit einem herkömmlichen Werbeaufsteller oder Flyer.

Wieso nicht ein kleines Display im Schaufenster aufstellen und dort die technischen Infos zum gezeigten Fahrrad im Wechsel mit Fahraufnahmen zeigen?

Oder den Besucher auf einem digitalen Bilderrahmen im Office mit Namen begrüßen und im gleichzeitig aktuelle Produktinformationen zeigen während er in der Lobby wartet?

Oder auf dem Messestand mit Hilfe einer professionell gestalteten Präsentation, aktuelle Informationen zu den auf dem Stand gezeigten Exponaten transportieren. Der Nachrichten Ticker von NTV, das Firmenlogo und der Imagefilm, die Inhalte können jederzeit verändert werden,
so dass das Wort „aktuell“ nicht mehr nur eine Worthülse ist.

Wichtig: der Content der digitalen Informationssysteme muss redaktionell aufbereitet werden, sonst verpufft das Potential der Digital Signages ungenutzt!

Mein Fazit: Digital Signage ist keine Frage des Budgets sondern vor allem von gut geplantem Content!

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Heike Lorenz

Diplom-Kauffrau und Kulturmanagerin. 15 Jahre Erfahrung als kaufmännische Projektleiterin in verschiedenen Kulturbetrieben und Eventagenturen. Seit 2005 selbständig als freiberufliche Unternehmensberaterin im Bereich Organisation, Controlling und Projektmanagement. Schwerpunkte: kleine und mittelständische Unternehmen aus dem Dienstleistungsbereich. Mehr unter LORENZ consultants.

Kommentare (6) Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo,
    das ist ein sehr schöner Artikel über Digital Signage.
    Man könnte auch noch die digitalen Türschilder hinzunehmen.
    Gruss

    Antworten

    • Bei Kommentaren, die schon im Namen ein Keyword haben & dann noch auf eine passende Anbieter-Seite verlinken, liegt der Verdacht nahe, dass es sich um einen reinen Linkwunsch handelt …
      Sorry, aber da habe ich den Link dann mal entfernt.

      Gruß
      Heike Lorenz

      Antworten

  2. Ich denke schon, dass Digital Signage auch für kleinere Unternehmen interessant ist. Diese Art von Vermarktung wirkt doch viel professioneller, als wenn man beispielsweise Flyer verteilen würde.

    Antworten

    • Hi Hans,
      das denke ich auch, wobei auch Flyer durchaus ihre Berechtigung haben. Kommt ja immer darauf an WEN man WO erreichen will und WAS man verkaufen möchte.
      Gruß
      Heike

      Antworten

  3. Liebe Heike, schöne Zusammenfassung.
    Ich vermisse den Bereich Interaktivität. Nur durch I. schafft DS einen signifikanten Mehrwert beim Konsumenten. Desweiteren erhöht sich die Aufmerksamkeitsspanne gegenüber Broadcast. Dies sollte ein relevanter Mehrwert insbesondere für Werbetreibende sein ;-)

    Antworten

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