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Keine Bewerbung ist so schlecht, wie die verpasste!

Bewerbermanagement

Auf der Fachmesse am Stand eines potentiellen Zulieferers traf der Unternehmer die Frau, nach der er schon lange gesucht hatte. Umgangsformen wie von altem englischen Adel und dabei so nonchalant wie Pippa Middleton. Sprachkenntnisse wie in jedem Land ein paar Jahre gelebt und Fachkompetenz wie von der besten Business-School.

„Jemanden wie Sie“, sagte er zu der Frau, „könnte ich mir in meinem Team super vorstellen.“ Die Antwort, die er erhielt, war für den Unternehmer ein Schock: „Ja, ich habe mich sogar bei Ihnen beworben. Aber da kam nicht mal eine Antwort.“

Ooops!

Die Bewerbungs-Mail der Frau war im Gros der Mails einfach übersehen worden. Weil sie kurz später die andere gute Stelle bekam, hatte auch sie selbst der Bewerbung nicht mehr nachgehakt. Den Unternehmer indes ließ der Vorfall über das Bewerbermanagement in seinem Haus nachdenken.

Die Suche nach dem geeigneten Bewerber

Damit einem so etwas nicht passiert, kann man zum Beispiel eine Personalagentur, einen Headhunter, mit der Suche nach Spitzenpositionen beauftragen. Die checken professionell Bewerberprofile, laden diese ein und prüfen genau, ob jemand auf diese Stelle passt.

Diese Dienstleister erledigen das in aller Regel auch sehr professionell – kosten allerdings. Wobei die Kosten einer solchen Dienstleistung bei der Suche nach Top-Kräften nur die zweite Stelle hinter dem Komma spielen sollten.




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Die Zusammenarbeit mit einer Personalagentur kann dagegen auch Schönheitsfehler aufweisen. Wenn jemand auf diesem Wege quasi anonym nach Mitarbeitern sucht, kann das auch ein Zeichen für eine schlechte Unternehmenskultur sein. Manchmal steckt hinter dieser Methode nämlich auch der Umstand, dass die Person, deren Stelle neu zu besetzen ist, erst noch gefeuert werden muss – und das über eine offene Stellen-Annonce nicht erfahren soll.

Viele Menschen, gerade solche mit hoher Führungs- und Sozialkompetenz, lehnen so ein Vorgehen als unwürdig ab – und winken ab, auch in Hinblick darauf, wie es ihnen selber in so einem Unternehmen ergehen kann.

Ein funktionierendes Bewerbermanagement installieren

Egal, ob sie als Unternehmer unter Umständen auf Headhunter zurückgreifen. In jedem Fall ist es empfehlenswert, im eigenen Unternehmen ein funktionierendes Bewerbermanagement einzurichten.

Eine einfache Lösung dafür ist, eine spezialisierte und Software zu implementieren. Viele große Unternehmen arbeiten bereits standardmäßig mit solchen Systemen. Intelligente Bewerbermanagement-Systeme können vieles auf einmal. Als erstes: Keine Bewerbung geht verloren oder wird übersehen. Jeder Bewerber erhält eine Eingangsbestätigung.

Dazu müssen Sie heute als Unternehmer auch rechtliche Dinge nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) beachten. Lehnen Sie einen Bewerber etwa aufgrund seines Geschlechts, seines Alters, seiner Herkunft, Religion oder sexuellen Identität ab, treffen Sie ihn ganz schnell vor Gericht wieder. Eine intelligente Software sichert deshalb einen AGG-konformen Auswahlprozess.

Dazu können solche Programme noch Sortierungen vornehmen, etwa nach für Ihr Unternehmen wichtigen Schulnoten oder Qualifikationen. Schließlich garantiert diese Software auch noch für gesetzeskonforme Aufbewahrungsfristen. Das richtige Bewerbermanagement wird so zum unverzichtbaren Instrument im Recruitingprozess.

Foto: Claudia Hautumm  / pixelio.de

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