Monate: Juli 2014

Telefonkonferenzen

Meetings und Effizienz – kein Widerspruch

Wie Telefonkonferenzen die Arbeit erleichtern Früher Nachmittag, 14 Uhr. Kollege Burschewski hechtet, noch mit der Serviette um den Hals aus dem Aufzug und durch die Bürotür. Bloß nicht das Meeting verpassen! Keuchend öffnet er die Tür zum Konferenzraum. Eine Entschuldigung brummend reißt sich Burschewski die Serviette aus dem Kragen, begrüßt die Anwesenden und beginnt mit der Moderation des Meetings. Eine Stunde später: Alle hängen müde in ihren Stühlen. Kollege Meierschmidt hält seit 15 Minuten ungefragt ein Referat über den richtigen Umgang mit Kunden. Burschewski fingert nervös an seiner Krawatte, in Gedanken bei dem Stapel an Arbeit auf seinem Schreibtisch. Kollegin Peters tippt auf ihrem Smartphone herum, Mitarbeiter Günzel malt geometrische Formen auf seinen Schreibblock. Am Ende sind alle so schlau wie zuvor und denken sich: Irgendwie hätte diese Stunde auch effizienter genutzt werden können.

Liquidation

Professionelle Liquidation – der Wertstoffhof für kaputte Unternehmen

Dr. Utz Jürgen Schneider hat sich einen unauslöschlichen Platz in der deutschen Wirtschaftsgeschichte gesichert. Der Bauunternehmer sanierte die schönsten Immobilien, narrte die dümmsten Banken und betrog leider auch die fleißigsten Handwerker. Das Desaster summierte sich auf rund fünf Milliarden Mark, davon 50 Millionen Schulden bei Handwerksbetrieben. Nach heutigen Maßstäben in Sachen Pleiten, Pech und Pannen sind das freilich alles bloß Peanuts. Bei so kleinen Beträgen hätte man auch anständig bleiben können. Schneider dagegen rettete sich selbst nach Miami und 245 Millionen Mark in die Schweiz. Er verhielt sich damit wie einer, der seinen Müll wild in Wald und Flur verklappt – sollen andere das mal wieder in Ordnung bringen. Aber es kommt ja eh alles raus.

Diskriminierung

Achtung AGG – Diskriminierung kommt Unternehmer teuer zu stehen

Die stellvertretende Pflegedienst-Direktorin am Münchner Klinikum Großhadern fühlte sich in ganz alte Zeiten zurückversetzt. Durch ihre Funktion war sie gleichzeitig stellvertretendes Mitglied des Klinikvorstandes. Doch von einem Tag auf den anderen war sie zu den Sitzungen des Gremiums nicht mehr zugelassen – das beschloss der Vorstand in einer Sitzung ohne Beisein der Frau. Künftig solle sie nur noch dabei sein dürfen, wenn der Stellvertreter-Fall eintrat. Das Pikante daran: Alle anderen stellvertretenden Vorstände wurden weiterhin eingeladen – und sie war die einzige Frau unter den Stellvertretern. Die Frau fühlte sich diskriminiert, suchte sich Hilfe bei einem Anwalt für Arbeitsrecht aus München und klagte gegen das Klinikum. Das Arbeitsgericht München folgte der Auffassung der Klägerin und sprach ihr eine Entschädigung von 4.000 Euro zu. Sie sei wegen ihres Geschlechts benachteiligt worden.

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