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Goodbye 2014 – Welcome 2015

Ziele 2015

Am 18. Januar 2014 habe ich meine Ziele und Vorsätze für 2014 notiert. Heute – also fast genau ein Jahr später – gucke ich, ob ich meine Ziele erreicht habe, was anders gelaufen ist und natürlich auch, was ich in 2015 so vorhabe.

Angeregt dazu hat mich die aktuelle Blogparade von Peer Wandiger mit dem Titel „Ziele, Pläne und Erwartungen für 2015“. Das passt doch gerade total gut und da bin ich gerne dabei!

Die Fragen: Wie lief das Jahr 2014 für dein Business? Welche wichtigen Erfahrungen hast du in 2014 sammeln können? Welche Ziele hast du 2014 erreicht und was ist leider liegen geblieben? Was sind deine wichtigsten Ziele für 2015 und warum? Welche konkreten Maßnahmen hast du für 2015 geplant? Welche Erwartungen für deine Branche hast du für die nächsten 12 Monate? Wie wird sich dein Business voraussichtlich weiterentwickeln? Welche Risiken erwartest du im Jahr 2015? Wo möchtest du beruflich in genau einem Jahr stehen?

Gut, dass Peer genau jetzt danach fragt, sonst hätte ich das mal wieder auf nächstes Jahr verschoben, denn auch wenn ich generell nicht so gerne zu detaillierte Ziele setze, ein paar Vorsätze sollte ich vielleicht doch fassen für 2015 und vor allem aus den Erfahrungen von 2014 etwas lernen!

Wie lief das Jahr 2014 für mich?

Tja, gucken wir uns doch einmal an, was ich mir Anfang des Jahres so vorgenommen hatte und was daraus geworden ist…

1. Ziel: Reichweite des Unternehmerhandbuchs steigern

In den letzten 365 Tagen waren es insgesamt 213.243 eindeutige Besucher (2013: 121.484) bzw. 448.882 Page Views (2013: 427.835). Schon komisch, oder? Während es bei den Nutzern eine Steigerung um fast 100% gegeben hat, haben sich die Page Views kaum verändert. Woher das wohl kommt? Hm, keine Ahnung.

Aber ich bin total zufrieden und sehr sehr stolz auf mein kleines Baby „Das Unternehmerhandbuch“, mittlerweile ist daraus ein richtig großes Kind geworden!

Damals hatte ich mir verschieden Maßnahmen überlegt, um mein Ziel zu erreichen, gucken wir doch einmal, ob ich die auch umgesetzt habe:

1. Maßnahme: wieder mehr Artikel und Anleitungen selbst schreiben, mindestens einen „großen“ Artikel pro Monat.

Ich habe dieses Jahr rund 40 Beiträge geschrieben, das ist deutlich mehr, als ich gehofft hatte! Prima, ich hoffe sehr, dass ich das auch in 2015 so beibehalten kann.

2. Maßnahme: weiterhin an einer starken Verbreitung in diversen Social Media Kanälen arbeiten.

Zum Glück läuft hier das meiste automatisiert. Natürlich habe ich an der einen oder anderen Stelle etwas Hand anlegen müssen (PlugIns aktualisieren oder austauschen, bei neuen Plattformen anmelden etc.), aber im Großen und Ganzen lief alles wie geschmiert.

3. Maßnahme: noch öfter an Blogparaden teilnehmen oder auch wieder mal einen Gastartikel auf einer anderen Plattform veröffentlichen.

Tja, das hat nur zum Teil funktioniert. Ich bin nämlich überhaupt nicht dazu gekommen auf anderen Plattformen Gastartikel zu schreiben. Warum? Weil ich mit Freundinnen im Mai eine eigene neue Plattform gestartet habe: Das Elternhandbuch! Da habe ich all meine Energie, die ich übrig hatte, reingesteckt und bin schon jetzt ganz verliebt in den kleinen Zwerg. Würde mich sehr freuen, wenn ihr da mal vorbei schaut 🙂

Der Teil mit den Blogparade aber hat super funktioniert. Ich mag es total, wenn ich durch solche Aufrufe auf neue, spannende Themen gebracht werde.

Hier alle unsere Blogparaden-Beiträge in 2014 im Überblick:

2. Ziel: meine wöchentliche Arbeitszeit auf ein normales Maß senken

Ich möchte gar nicht jammern. Ich habe einen Job, den ich liebe. Was will man mehr? Trotzdem weiß ich, dass es langfristig nicht gut ist, wenn ich zu viel arbeite. Denn irgendwann sind die Kräfte aufgebraucht und mir fällt nichts mehr ein oder meine Arbeitsqualität leidet.

Ich hatte mir Anfang des Jahres fest vorgenommen „normale“ Arbeitszeiten einzuhalten, denn in 2013 lag ich 10 Stunden pro Woche über dem Plan. Immerhin hatte ich es zumindest geschafft endlich mal wieder ordentlich Urlaub zu machen!

Und in diesem Jahr? Nun ja, das mit dem Wegfahren hat nicht so richtig funktioniert. Lediglich eine Woche Holland und eine Woche Sylt sind es in 2014 geworden. Aber ich habe mir immer wieder Auszeiten genommen und bin insgesamt sehr zufrieden mit meinen 26,5 Urlaubstagen dieses Jahr. Wegfahren muss ja auch nicht immer sein.

Auch die Reduktion der Arbeitszeit hat nur so mittelmäßig funktioniert, aber immerhin liege ich nur noch 8 Stunden über Plan – eine 20%-Erfolg also! Hurra!

Gucken wir noch kurz, ob meine Maßnahmen gewirkt haben:

1. Maßnahme: die Arbeitszeiten notieren, um ein Gefühl zu bekommen, ob ich auch auf dem Weg zu meinem Ziel bin.

Das habe ich durchgehalten, was für mich aber auch kein großer Aufwand ist, da ich Büro Easy nutze und ich die Zeiten dort ganz leicht erfassen kann.

2. Maßnahme: prüfen, bei welchen Aufgaben oder Tätigkeiten ich zu viel Zeit investiere bzw. wovon ich mich gerne ablenken lasse.

Da meine Arbeit nicht unbedingt weniger werden wird (hoffentlich), muss ich mich einfach besser organisieren und alles Unwesentliche weglassen. Aber ganz ehrlich – mit diesem Thema habe ich mich dieses Jahr nicht wirklich beschäftigt. Es lief einfach alles und ich hatte nicht das Gefühl dringend etwas ändern zu müssen. Ich werde das aber für 2015 weiterhin im Auge behalten, man weiß ja nie, wann wieder die große Überlastung einsetzt.

Daher habe ich auch gleich ein paar Tipps zum Thema Selbstorganisation vorbereitet: Friday Five – Tipps für eine bessere Selbstorganisation.




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3. Maßnahme: Delegieren!

Ganz wichtig, einfach Arbeiten auslagern. Ja, dass kostet natürlich Geld, aber wenn ich wachsen möchte ohne mich total zu verausgaben, dann geht es nicht anders.

DAS habe ich gemacht, auch schon in 2013. Markus van Appeldorn steht mir als Texter schon lange zur Seite und das macht mich sehr froh und glücklich.

Danke Markus, ohne Dich wäre das Unternehmerhandbuch nur halb so toll!

Bei meinen sonstigen Kunden bin ich leider nicht wirklich zu ersetzen, denn sie buchen keine reine Funktion, sondern mich als Person und daher kann ich das nicht delegieren. Was aber ja auch nicht so schlecht ist, oder?

3. Ziel: einen weiteren Wunschkunden finden

So schön das Bloggen ist und so sehr ich das Unternehmerhandbuch liebe, ich kann nicht jeden Tag alleine bei mir am Schreibtisch sitzen. Da drehe ich irgendwann durch. Daher freue ich mich immer, wenn ich wieder einen Kundentermin habe und mit anderen gemeinsam an Projekten arbeiten kann.

Also hatte ich mir fest vorgenommen, in 2014 nach einem weiteren Wunschkunden Ausschau zu halten.

Und – tada – es hat funktioniert!

Seit dem Herbst arbeite ich mit der FortesNickel GmbH in lockeren Abständen bei der Einführung einer Buchhaltungs-Controlling-Software zusammen. Ein total nettes, kleines Team und ich freue mich jedes Mal, wenn wir uns wieder sehen 🙂

Die Software? Na Büro Easy natürlich, was dachte ihr denn? Die nutzen alle meine Kunden, denn sie hat gerade für kleine Unternehmen ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis.

Demnächst werde ich sie auch noch einmal ausführlicher vorstellen, denn gerade ist die neue Version auf den Markt gekommen.

Nur noch kurz gucken, welche meiner geplanten Maßnahmen da eigentlich zum Erfolg geführt hat:

1. Maßnahme: ich sage es meinen bestehenden Wunschkunden, vielleicht empfehlen sie mich ja weiter.

Nee, das war es nicht, aber so eine Empfehlung kann ja niemals schaden, wer weiß, wann auf diesem Weg doch mal ein neuer Kunde den Weg zu mir findet.

2. Maßnahme: ich pflege weiterhin mein Netzwerk. Bisher habe ich alle meine Kunden über Empfehlungen und persönliche Kontakte getroffen.

Ja, genau so war das. Mit Mario Nickel, dem einen Chef von FortesNickel habe ich früher in einer Agentur zusammen gearbeitet. Wir sind locker in Kontakt geblieben und als er nach Hilfe bei der Strukturierung seiner Unternehmenszahlen suchte hat er bei mir angerufen. So einfach war das 🙂

3. Maßnahme: ich gucke mal, ob es in Köln in 2014 spannende Veranstaltungen gibt, die ich besuchen könnte, um neue Kontakte zu knüpfen.

Das ist der Punkt, der mir immer am schwersten fällt. Mit Fremden reden. Aber wenn ich keine neuen Leute kennenlerne, dann kommen auch keine neuen Kunden. Also – Augen auf und los!

Dachte ich mir so…

Nun ja, weil ich diese gezielten Kontaktanbahnungs-Veranstaltungen aber so sehr verabscheue, bin ich einfach nicht hingegangen. Ich mag das halt nicht. Das ist daher so ein Punkt, wo ich mir in den kommenden Monaten echt mal Gedanken machen werde, welche andere Maßnahme ich denn ergreifen könnte, um meinen beruflichen Bekannten-Kreis zu erweitern. Man wird sehen.

Und was plane ich für 2015?

Wie schon gesagt, an meinen Zielen für 2015 hat sich gegenüber 2014 eigentlich nichts geändert:

1. Ziel: Reichweite meiner beiden Online-Magazine steigern

Klar, jetzt sind es zwei Plattformen und da muss ich mich echt gut organisieren, damit ich das unter einen Hut bekomme. Aber mit den 4,5 Jahren Erfahrung aus dem Unternehmerhandbuch freue ich mich richtig, mal wieder einem Blog-Baby wie dem Elternhandbuch das Laufen beizubringen. Zumal wir ja dort auch im Team arbeiten, eine tolle neue Erfahrung im Online-Bereich für mich.

Die Maßnahmen habe ich ja oben schon beschrieben, da ändert sich nicht wirklich etwas dran.

2. Ziel: meine wöchentliche Arbeitszeit auf ein normales Maß senken

Dabei bleibe ich: weniger arbeiten und mehr Urlaub machen. Ich will schließlich noch lange halten und da muss ich einfach gut auf mich aufpassen. Auch an den Maßnahmen werde ich gar nicht viel ändern, denn bisher haben sie gut funktioniert.

An dieser Stelle noch einmal meine wichtigste Lektion aus mittlerweile fast 10 Jahren Selbständigkeit: Beschützen musst Du Dich selbst!

3. Ziel: einen weiteren Wunschkunden finden

Ja, auch in 2015 würde ich gerne einen weiteren Wunschkunden finden. Kann man doch nie genug haben, oder?

Dafür werde ich mit meinen ersten beiden Maßnahmen (Empfehlung und Networking) weiter machen. Aber die dritte Maßnahme muss ich durch etwas ersetzen, was mir mehr liegt. Das funktioniert doch nicht wirklich, wenn man sich zu solchen Veranstaltungen zwingen muss. Mir fällt sicher was ein.

Mein Fazit

Peer fragt: „Wo möchtest du beruflich in genau einem Jahr stehen?“

Ganz ehrlich? Genau da wo ich jetzt bin. Natürlich mit größerer Reichweite der Online-Magazine, mehr Wunschkunden und mehr Freizeit, aber grundsätzlich bin ich einfach nur glücklich mit meinen verschiedenen Berufen! Ein größeres Geschenk kann ich mir kaum vorstellen.

Also freue ich mich jetzt einfach auf ein frisches, wundervolles, neues Jahr und lasse es gemütlich auf mich zurollen!

Foto: Kenneth Sponsler / shutterstock.com

5 Kommentare

  1. Pingback: Eure Ziele, Pläne und Erwartungen für 2015 - Auswertung Teil 1 > Blogs, Planung > Selbständig im Netz

  2. Michael Peuß sagt

    Hallo Heike,
    ein toller Artikel und schön, dass du dich schon so zufrieden mit deiner Situation bist bzw. sie nur noch ausbauen willst. Ja, weniger arbeiten werde ich 2015 auch. Falls du bei mir im Blog einen Gastartikel schreiben willst, würde ich mich freuen.
    Viele Grüße
    Michael Peuß

    • Hi Michael,
      Dankeschön – das freut mich sehr!
      Ich gucke jetzt mal bei dir vorbei, aber das mit den Gastartikeln bekomme ich bei 2 Blogs und diversen Wunschkunden einfach nicht hin…

      Viele Grüße
      Heike

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