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Anti-Spam bei Newslettern: Wann der Versand rechtswidrig ist – und was man dagegen tun kann

Anti-Spam

„Bitte keine Werbung einwerfen“ klebt man gern auf seinen Briefkasten, um den Empfang von Prospekten oder Flugzetteln zu vermeiden. Denn bevor kein Widerspruch eingelegt wird, sind Werbesendungen im Briefkasten erlaubt.

Die Bedeutung von Opt-In und Opt-out

Diesen Widerspruch nennt man im Datenschutz Opt-Out – das heißt, etwas ist grundsätzlich legal, muss aber abbestellbar sein. Findet sich dann trotz eines Verbotsschilds Werbung im Briefkasten, macht sich der Absender strafbar.

Kann man dieses Prinzip auch auf unsere E-Mail-Accounts übertragen? Tatsächlich ist es dort sogar noch strenger: Um einen Newsletter versenden zu dürfen, braucht das Unternehmen ein Opt-In, also eine vorausgegangene Einwilligung des Kunden, und sogar oft ein Double-Opt-In, also eine doppelte Bestätigung. Das heißt, nach dem Setzen seines Kreuzchens bei „Newsletter bestellen“ erhält der Kunde eine kurze E-Mail mit der Bitte, seine Einwilligung per Klick auf einen Bestätigungslink zu wiederholen. Erst wenn dies vollbracht ist, darf das Unternehmen die E-Mail-Adresse in den Verteiler für den Newsletter aufnehmen.

Checkliste für Newsletter ohne Einwilligung

Bekommt man einen Newsletter und hat vorher nicht seine aktive Zustimmung zu dessen Bezug gegeben, kann dies auch legitim sein – wenn folgende Punkte zutreffen:

  1. Man hat seine E-Mail-Adresse dem Unternehmen im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Ware oder Dienstleistung übermittelt. In diesem Fall ist man sogenannter Bestandskunde.



  2. WERBUNG
  3. Der Unternehmer bewirbt ausschließlich seine eigenen Produkte, die dem bereits verkauften ähnlich sind. Auch Ergänzungsangebote sind grundsätzlich zulässig.
  4. Es wurde bereits bei der Eingabe der E-Mail-Adresse und es wird in jedem Newsletter erneut darauf hingewiesen, dass man der Verwendung jederzeit widersprechen kann. Das Unternehmen muss stets eine Kontaktadresse anbieten, an die man sich wenden kann, um den Newsletter abzubestellen.
  5. Hat man von seinem Widerspruchsrecht Gebrauch gemacht und den Newsletter abbestellt, muss die Adresse aus dem Verteiler genommen werden.

Der richtige Umgang mit zu unrecht versendeten Newslettern

Wann also ist der Versand eines Newsletters an meine E-Mail-Adresse strafbar? Ganz einfach: wenn ich nicht in den Bezug des Newsletters eingewilligt habe ODER einer der vier genannten Punkte nicht erfüllt wird. Ist dies der Fall, sollte man handeln. Am einfachsten macht es einem dabei der Service spam-krokodil.de. Vor allem Werbenewsletter von Unternehmen, die sich nicht tarnen, sind für „Schnappi“ gefundenes Fressen: Das Anti-Spam-Krokodil ermöglicht es, einfach einen Rechtsanwalt zu mandatieren, der sich um Unterlassung kümmert. Ferner übernimmt das Spam Krokodil das Kostenrisiko. Falls es zu Strafzahlungen der „Spammer“ kommt, werden 25% des Ertrages für einen guten Zwecke gespendet. Dafür muss man den zu Unrecht erhaltenen Newsletter einfach an den Service weiterleiten. Dadurch erhält der E-Mail-Account in Bezug auf den Newsletter das Label „Bitte keine Werbung einwerfen“ .

Foto: Alex_Po / shutterstock.com

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Dieses Fachmagazin richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, Selbständige und Existenzgründer, die nicht für jedes Thema eine Fachabteilung haben. Hier gibt es praktische Tipps zur Unternehmensführung, die selbständig umgesetzt werden können.

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