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Versicherung? Das mache ich später…

Versicherung

Von vielen Selbständigen und Freiberuflern hört man den Satz: »Ich versichere mich, sobald ich genug verdiene.« Sie scheuen sich vor hohen Prämien und verschieben die Versicherung auf eine unbestimmte Zukunft – im Ernstfall mit existentiell bedrohlichen Folgen. Dabei gibt es inzwischen zu fast jedem teuren Produkt auch eine günstige Alternative, die ebenso leistungsfähig ist.

Pflichtversicherungen:

Einige Versicherungen sind gesetzlich vorgeschrieben. Seit ein paar Jahren sind beispielsweise die Kranken- und Pflegeversicherung für alle Bürger Pflicht. Selbstständige haben dabei die Wahl: Entweder verbleiben sie als freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Krankenkasse, oder sie entscheiden sich für eine private Krankenversicherung. Da Selbständige in der Regel kein Geld verdienen, wenn sie krank sind, sollte eine freiwillige Krankentagegeldversicherung eingeschlossen sein.

Zur Selbständigkeit gehört meistens auch mobile Flexibilität. Für viele Selbständige ist deshalb das Auto sehr wichtig. Jedes Fahrzeug braucht mindestens eine Haftpflichtversicherung. Je nach Alter und Zustand kann auch eine Kaskoversicherung sinnvoll sein.

Bei so standardisierten Produkten lohnt es sich, um Geld zu sparen, bei einer Direktversicherung nachzufragen. Direktversicherungen bieten ihre Produkte ohne teures Filialnetz an und können mit den so gesparten Kosten günstigere Tarife anbieten.

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Bei einem Unfall kann es auch schnell zum Rechtsstreit kommen. Dann hilft eine Verkehrs-Rechtsschutzversicherung. Vorgeschrieben ist sie jedoch nicht.

Wird ein Unternehmen gegründet, muss es grundsätzlich bei der zuständigen gesetzlichen Unfallversicherung angemeldet werden, die entscheidet, ob eine Beitragspflicht besteht oder nicht.

Sinnvolle Versicherungen:

Andere Versicherungen sind zwar nicht vorgeschrieben, aber sehr sinnvoll. Eine betriebliche Vorsorge gegen die für das Unternehmen typischen Risiken gehört gegebenenfalls dazu, sonst kann jeder Rohrbruch den finanziellen Ruin bedeuten. Selbstständige haben bis auf bestimmte Ausnahmen keinen Anspruch auf eine gesetzliche Altersrente. Zwar wird seit Jahren über eine Versicherungspflicht diskutiert, aber noch gibt es sie nicht. Hier ist eine private Rentenversicherung, z.B. mit einer Rürup-Rente, beinahe obligatorisch, wenn man nach einem erfüllten Arbeitsleben nicht den Gang zum Sozialamt antreten möchte.

Welche zusätzlichen Versicherungen vorgeschrieben oder sinnvoll sind hängt individuell von der Branche ab, in welcher der Selbständige tätig ist. Bei der Vielzahl von Vorschriften und Varianten ist es für den Laien kaum noch möglich, den Überblick zu behalten. Daher sollte jeder Selbstständige regelmäßig prüfen, ob sein Versicherungsschutz noch den persönlichen Bedürfnissen und gesetzlichen Ansprüchen genügt, und sich professionell beraten lassen.

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

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