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Prokrastination: die 12 schlimmsten Zeitfresser

Zeitfresser

„Ich habe keine Zeit!“ – das Gefühl kennt doch (fast) jeder. Und wer hat diesen Satz noch nicht benutzt, um zu erklären, warum dies oder das noch nicht angegangen oder nur halb erledigt wurde?

Aber ist es wirklich so? Haben wir echt keine Zeit? Oder ist es manchmal nicht eher so, dass wir unsere Zeit mit unwichtigen und wenig zielführenden Dingen verplempern? Ich denke schon!

Daher hier die Liste der 12 schlimmsten Zeitfresser und wie man damit umgeht!

1. Keine Prioritäten setzen

Es gibt total viel zu tun und ihr fangt einfach irgendwo an? Das halte ich für nur eine mittelgute Idee…

Immer noch besser, als direkt zu resignieren und nichts zu tun, aber wahrscheinlich bleiben bei diesem Vorgehen ein paar wichtige Dinge auf der Strecke. Und am Ende des Tages bleibt das Gefühl, irgendwie nicht wirklich vorangekommen zu sein, oder?

Besser ist es, sich genau zu überlegen, was wirklich wichtig ist und zur Erreichung der gesetzten Ziele beiträgt bzw. welche Aufgaben eiligst angegangen werden müssen, damit keine Probleme entstehen.

Wie man das funktioniert mit dem Setzen von Prioritäten habe ich in diesen beiden Beiträgen beschrieben:

2. Auf Inspiration warten

Kennt ihr diese Tage, an denen euch so rein gar nichts einfällt? Also mir passiert das schon recht häufig und dann ist es echt schwierig in die Gänge zu kommen…

Wer sich jetzt aber einfach nur hinsetzt und hofft, dass die gute Idee einfach so vom Himmel fällt, kann leider manchmal lange warten.

Besser ist es, in Aktion zu treten und etwas zu tun, was die Inspiration beflügelt!

Was genau bei euch funktioniert, das müsst ihr leider selbst herausfinden, denn da tickt jeder Mensch anders. Manche müssen duschen, andere spazieren gehen und wieder andere (so wie ich), machen dann ein paar einfache Büroarbeiten, um in den Fluss zu kommen.

Und seid nicht geknickt, wenn nichts hilft und es einfach so gar nicht euer Tag ist – das kommt halt vor. Was ich dann solchen Tage tue, um trotzdem ein Mindestmaß an Produktivität zu erreichen steht hier: Auch unproduktive Tage sinnvoll nutzen!

3. Alles selbst erledigen

Wer sich um alles selbst kümmert, der hat viel zu tun. Eigentlich ganz logisch, oder?

Die beste Lösung für Zeitprobleme ist daher oft, dass jemand anderes die Arbeit macht. Was man nicht selbst erledigen muss, entlastet das Zeitbudget 🙂

Je mehr Tätigkeiten man an andere übergibt, umso mehr Freiraum bleibt einem für wichtige Dinge. So verschwendet man keine Zeit auf Nebensächlichkeiten, sondern kümmert sich um die Aufgaben und ToDo‘s, die wirklich wichtig sind (Stichwort: Prioritäten setzen!).

Wie Delegieren gelingt und was man beachten sollte findet ihr hier:

Beiträge zum Thema Delegieren

4. Sich ständig Gedanken um die Meinung anderer machen

Mögen hätt ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut!Karl Valentin

Was sollen die Leute sagen? Darf MAN das so machen? Wie stehe ich denn dann da?

Echt jetzt? DAS überlegt ihr euch ständig?

Sorry, aber das kann nicht funktionieren, denn irgendjemand wird immer anderer Meinung sein und eure Ideen nicht gut heißen. Das bremst euch doch total aus und ihr kommt nicht voran!

Besser, als sich den ganzen Tag Gedanken über die Meinung anderer zu machen, ist es, sich darauf zu konzentrieren was für EUCH gut und richtig ist. Die eigene Meinung sollte der Maßstab sein, anhand dessen man sein Leben orientiert und nicht die Gedanken der anderen, die diese sich vielleicht unter Umständen machen könnten. Ihr wisst doch sowieso nicht, was in den Köpfen eurer Mitmenschen vorgeht, oder?

Und ehe ihr euch jetzt selbst blockiert und versucht das herauszufinden: macht euch einfach auf euren eigenen Weg 🙂

5. Nicht sein eigenes Ding machen

Kannst du mal eben dies machen? Kannst du mal eben das für mich erledigen?

Klar, andere zu unterstützen und ihnen zu helfen ist eine gute Sache. Wer sich aber ständig nur um die Belange andere kümmert, der hat am Ende kaum noch Zeit für die eigenen Dinge… Auch doof…

Daher: hört auf euer Herz, folgt eurem eigenen Weg und sagt auch einfach mal NEIN, denn sonst kommt ihr nicht weiter 🙂

6. Angst haben zu versagen

Oh ja, wer kennt das nicht? Die große Angst zu versagen. Gerade wenn man sich frisch selbständig gemacht hat, kann man schon mal das große Hosenflattern bekommen…

Kann ich das überhaupt? Was passiert, wenn ich versage? Bin ich wirklich schon so weit?

Dazu sagt meine Mutter immer: „Augen auf und durch!“

Was sie damit meint? Loslegen, aber nicht blindlings, sondern mit wachem Verstand. Aber vor allem Loslegen. Denn wer nicht loslegt, der wird ja nie wissen, ob er es hätte schaffen können. Und wer die Augen offen hält, der erkennt entlang des Wegs, wo die Gefahren liegen und kann diese frühzeitig eliminieren bzw. seinen Weg drumherum gehen.

Hätte, hätte, Fahrradkette!Christoph Maria Herbst

Und machen wir uns nichts vor: im Nachhinein mit dem großen Fragezeichen zu leben, was hätte sein können, wenn man es denn versucht hätte, ist deutlich unangenehmer, als es zu versuchen und  vielleicht zu scheitern, aber eben nur vielleicht!

7. Jammern statt Handeln

Jammern ändert nichts. Gar nichts!




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Nur Handeln bringt Dinge in Bewegung und löst Probleme.

Mehr gibt es hier nicht zu sagen.

8. Aufgaben nicht erledigen

Die ToDo’s stapeln sich und irgendwann wird euch alles zu viel? Die Liste wird länger und länger und ihr seht nur noch Unerledigtes?

Zeit für eine Entscheidung!

Entweder ihr geht die Aufgaben systematisch an oder ihr entscheidet euch, diese endgültig von eurer ToDo-Liste zu streichen. Auch das kann nämlich eine gute Entscheidung sein: sich einfach zu entschließen, dass man etwas NICHT tut.

Niemand kann auf allen Hochzeiten tanzen und sich um jede Baustelle des Lebens kümmern. Das schafft man einfach nicht. Daher ist es manchmal das Klügste, sich ganz bewusst von etwas zu verabschieden und es für immer in den Papierkorb zu befördern.

So bekommt man wieder klare Sicht für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens und das ist ganz sicher ein tolles Gefühl 🙂

9. Allen gefallen wollen

Auch so ein Klassiker: der Versuch es allen Recht zu machen und allen zu gefallen.

Das klappt nie, niemals!

Daher kann man den Versuch auch gleich wieder einstellen. Denn so kommt man garantiert nicht weiter und verzettelt sich total.

Und ja, man wird immer wieder auf Menschen treffen, denen das nicht gefällt. Das ist halt so und man sollte sich beizeiten ein etwas dickeres Fell zulegen, denn sonst kommt man nicht voran und vergeudet seine Zeit.

Gerade als Unternehmer muss man sich immer wieder sagen: Mach DEIN Ding! Du kannst es einfach niemals jedem Recht machen – völlig unmöglich.

10. Sich selbst mit anderen vergleichen

Hört auf, euch mit anderen zu vergleichen, denn vielleicht leben und arbeiten die ja gar nicht nach euren Maßstäben! Vielleicht streben die nach etwas, was für euch gar keine so große Bedeutung hat? Und verzichten dabei auf Dinge, die euch immens wichtig sind?

So wie mir zum Beispiel Freiheit und Freizeit wichtiger ist als ein neues Auto, das muss jeder doch für sich selbst entscheiden, da gibt es keine objektiven Kriterien und daher auch keine ultimativen Erfolgstipps…

Was für mich sonst noch wichtig ist, lest ihr hier: Was ist für Dich Erfolg im Business?

11. Fehler wiederholen

Do the best you can until you know better. Then when you know better, do better.Maya Angelou

Fehler zu begehen ist doof, dumm aber ist es, diese zu wiederholen. Lernt aus euren Misserfolgen und beim nächsten Versuch werdet ihr ein besseres Ergebnis erzielen. So einfach ist das.

Also lasst euch nicht entmutigen, wenn etwas nicht sofort funktioniert. Das ist nun mal im Leben so. Laufen lernt man ja auch nicht an einem Tag, sondern nur durch hinfallen und wiederaufstehen.

Denn das ist das Entscheidende, dass man wieder aufsteht!

Gerade als Selbständige werdet ihr noch ganz oft Misserfolge erleben, niemand hat von Anfang an immer die richtige Antwort. Aber wenn ihr daraus lernt und eure Erfahrungen gezielt einsetzt, dann werdet ihr beim nächsten Versuch vielleicht Erfolg haben oder zumindest etwas weicher fallen 🙂

12. Perfektionismus

Done is better than perfect.Mark Zuckerberg

Warum Perfektionismus hinderlich ist?

Nun, weil ihr vielleicht niemals die perfekte Lösung erreichen werdet und daher niemals loslegt.

Auch Facebook war am Anfang nicht so ausgefeilt wie heute und immer noch basteln die Entwickler an weiteren Features und Optimierungen. Aber hätte Mark Zuckerberg auf die finale, hundertprozentige Fertigstellung gewartet, dann hätten wir heute kein Facebook. Dann wäre das Entwicklerteam immer noch im stillen Kämmerlein bei der Programmierung.

Stattdessen ist Facebook heute ein milliardenschweres Unternehmen mit unendlich vielen Mitgliedern. Eben genau weil man mit einer fast fertigen Lösung an den Start gegangen ist und nicht auf die perfekte Version gewartet hat.

Das Ganze basiert übrigens auf dem Pareto-Prinzip bzw. der 80/20-Regel: Dieses besagt, dass 80% der Ergebnisse mit 20% des Gesamtaufwandes erreicht werden. Die verbleibenden 20% der Ergebnisse benötigen mit 80% den meisten Aufwand.

Wenn ich mit 20% meiner Zeit also schon 80% des Ergebnisses erreichen kann, dann muss ich mir gut überlegen, ob ich jetzt die restlichen 80% meiner Zeit in die Perfektion dieses einen Ergebnisses stecke oder sie lieber in weitere Aufgaben investiere, bei denen ich dann wiederum 80% des Ergebnisses erzielen könnte.

Anstatt sich also mit Arbeit aufzuhalten, welche keinen sinnvollen Mehrwert schafft, sollte man besser den eigenen Perfektionismus einschränken und die „gewonnene” Zeit für wesentlichere Aufgaben verwenden.

Mehr zum Pareto-Prinzip findet ihr hier: Zeit sinnvoll einteilen!

Fazit

Diese 12 Zeitfresser sind die Klassiker, wenn es darum geht sich selbst auszubremsen! Klick um zu Tweeten

Na, in welcher der 12 Fallen tappt ihr selbst regelmäßig hinein? Und was tut ihr dagegen? Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr eure Erfahrungen & Tipps als Kommentar hinterlasst 🙂

Hier noch meine 15 hilfreichsten Tipps für eine bessere Selbstorganisation.

Meine Inspiration für diesen Text kam übrigens von Pinterest:

Foto: Loic Djim / unsplash.com





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