IT & Technik
Kommentare 3

Datenbrillen & AR – Einsatzmöglichkeiten in der Industrie

Datenbrillen

Der Trend zu „3D“ scheint kein Ende zu nehmen. Entwickler arbeiten bereits seit einiger Zeit mit Hochdruck an Datenbrillen und weiteren Virtual-Reality-Systemen für Unternehmen, denn man ist sich schon heute sicher, dass die AR-Technologie die gesamte Arbeitswelt umkrempeln wird.

WERBUNG

Aber was genau ist eine Datenbrille und welche Vorteile ergeben sich durch die Nutzung? Welche Einsatzbereiche gibt es bereits und welche werden sicherlich noch folgen?

Was genau ist eine Datenbrille und wie funktioniert sie?

WERBUNG

Bei einer Datenbrille handelt es sich technische gesehenen um eine Art Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Durch das Tragen einer AR-Brille wird die reale und optisch wahrgenommene Umgebung für den Nutzer durch virtuelle Objekte oder Texteinblendungen erweitert. Im Grunde genommen ist eine Datenbrille also ein brillenförmiger Computer, der sich mit der Sprache, Blicken oder Gesten steuern lässt.

Ähnlich wie ein modernes Smartphone verfügen auch Datenbrillen über Empfangs- und Sendefunktionen: Bild-, Ton- und Videoaufnahmen können außerdem per Onlineplattform gesendet werden, damit die Position des Brillenträgers in Echtzeit übertragen wird. Zudem können wichtige und aktuelle Informationen wie etwa Arbeitsaufträge, Anleitungen oder Handlungsanweisungen ebenfalls in nahezu Echtzeit über die Datenbrille direkt im Sichtfeld des Trägers dargestellt werden.

Welche Möglichkeiten ergeben sich für ein Unternehmen und ganz besonders für die Industrie daraus?

Der richtige Einsatz von Datenbrillen bringt gleiche mehrere Vorteile mit, die ein Unternehmen gewinnbringend einsetzen kann.

So sind alle relevanten Informationen jederzeit für den einzelnen Mitarbeiter abrufbar und der Mitarbeiter hat dennoch die Hände frei, um anderweitige Aufgaben ordentlich erledigen zu können. Zudem ist es auch möglich, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer über die AR-Brille miteinander kommunizieren, was vor allem in Großkonzernen viel wertvolle Zeit sparen kann.

Darüber hinaus steigt durch die Verwendung einer Datenbrille auch die Produkt- und Montagequalität erheblich, denn eine moderne AR-Brille kann sogar eine „Nullfehler-Qualität“ realisieren. Das System gibt beispielsweise wichtige Hinweise, wenn bestimmte Teile falsch montiert worden sind. Damit überwacht das System eigenständig die Montagetätigkeiten der einzelnen Mitarbeiter und nimmt umgehend einen Vergleich des Ist- mit dem Soll-Zustand vor. Sofern es erforderlich ist, erfolgt umgehend ein Eingriff, sodass grobe Fehler in der Produktion oder Montage zukünftig verhindert werden können.

Besonders das Analysieren von komplexen Daten sowie das Programmieren lernen wird immer wichtiger, um in diesem Zusammenhang die neuen Techniken besser verstehen zu können, um die Entwicklung für das eigene Unternehmen voranbringen können.

WERBUNG

Für welche Bereiche könnten Datenbrillen in Zukunft besonders interessant werden?

AR-Brillen sind für zahlreiche Bereiche interessant, denn für viele Branchen eröffnen sie neue und revolutionäre Möglichkeiten. Dies gilt vor allem für die Industrie, denn hier können sie für eine deutliche Verbesserung der Produktionsprozesse sorgen.

Sowohl für die Automobilindustrie, den Maschinenbau und die Logistik, als auch für zahlreiche weitere Industriezweige können Datenbrillen effektiv genutzt werden. So kann beispielsweise ein Produktionsmitarbeiter im Automobilbau über die AR-Brille anzeigen lassen, welches Teil wo eingebaut werden muss oder virtuell Prototypen im Detail begutachten.

Auch im Lager- und Transportwesen eignen sie sich als ideale Hilfsmittel, denn durch die Nutzung einer Datenbrille lassen sich bestimmte Artikel im Lager erheblich leichter und schneller ausfindig machen. Hierdurch sparen die Unternehmen viel Zeit, was letzten Endes zu hohen Kosteneinsparungen sorgt.

Welche Einsatzbereiche und Beispiele sind denkbar und gibt es bereits?

Bereits seit einiger Zeit kommen AR-Brillen testweise in unterschiedlichen Konzernen zum Einsatz. Die Unternehmen möchten durch die Nutzung von Datenbrillen die Logistik und Produktion einfacher und effizienter gestalten, was bereits einigen Paketdiensten und Autoherstellern gelungen ist.

Zudem gibt es auch schon erste Testläufe im Montagebereich: So kann sich ein Mechaniker über die Datenbrille beispielsweise eine Schritt-für-Schritt-Anleitung einblenden lassen und somit deutlich komplexere Arbeitsaufträge erledigen.

Natürlich sind längst bereits viele weitere Arbeitsbereiche für AR-Brillen in Erprobung. So kommen sie unter anderem auch im Servicebereich, auf Messen, für die Erstellung von Montageanleitungen und sogar als Unterstützung bei medizinischen Eingriffen zum Einsatz.

Fazit

AR-Brillen kommen schon heute in vielen Branchen zu Einsatz und werden wohl in Zukunft auch zahlreiche Arbeitsprozesse umkrempeln. Es ist sinnvoll, dass sich zukunftsorientierte Unternehmen schon heute mit diesem Thema auseinandersetzen, um keine wichtigen Wachstumschancen zu verpassen.

Mehr Infos hier: Virtual & Augmented Reality

Datenbrillen

Pin it!

WERBUNG
Kategorie: IT & Technik

von

Unternehmerhandbuch

Dieses Fachmagazin richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, Selbständige und Existenzgründer, die nicht für jedes Thema eine Fachabteilung haben. Hier gibt es praktische Tipps zur Unternehmensführung, die selbständig umgesetzt werden können.

3 Kommentare

  1. Avatar

    In diesem Artikel wird der klassische Fehler begangen, VR-Brillen (Virtuelle Realität) und AR-Brillen (Augmented Reality – Erweiterte Realität) zu verwechseln.
    „Durch das Tragen einer VR-Brille wird die reale und optisch wahrgenommene Umgebung für den Nutzer durch virtuelle Objekte oder Texteinblendungen erweitert.“ Dies ist die Definition für eine AR-Brille.
    Entsprechend sind im gesamten Artikel Einsatzmöglichkeiten von AR-Brillen beschrieben.
    VR-Brillen werden zwar ebenfalls in der Industrie eingesetzt, jedoch eher im Bereich der Schulung.
    Für die Unterscheidung von VR und AR empfehle ich einen kurzen Blick auf das „Realitäts-Virtualitäts-Kontinuum“ nach Paul Milgram.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Wenn Du wissen möchtest, welche Daten wir beim Hinterlassen eines Kommentars speichern, schau bitte in unsere Datenschutzerklärung.