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Direktbanken behaupten sich in schwierigem Umfeld

Direktbanken
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Bei den Bankkunden erfreuen sich Direktbanken ungebrochener Beliebtheit.

Wurden sie in den vergangenen Jahren vor allem wegen ihrer attraktiven Zinsen geschätzt, bieten sie heute oft den vollen Service von Filialbanken wie Wertpapiergeschäfte, Kreditvergabe oder Sparangebote. Der einzige Unterschied: Statt des Bankberaters muss der Kunde die Transaktionen am heimischen PC selbst durchführen.

Sofern ein regelmäßiger Zahlungseingang erfolgt, oft ganz egal in welcher Höhe, müssen die Kunden meist nicht einmal Kontoführungsgebühren bezahlen. Bei der 1822direkt bekommen die Kunden außerdem kostenlos eine SparkassenCard, mit der sie kostenlos Bargeld abheben können.

Der Leitzins macht zu schaffen

Die Entwicklung auf den internationalen Finanzmärkten macht den Direktbanken allerdings zu schaffen. Weil der Immobilienmarkt in den USA durch Spekulationen sehr aufgebläht war, brach im August 2007 eine globale Finanz- und Bankenkrise aus. Der Höhepunkt war am 15. September 2008 erreicht, als die Investmentbank Lehman Brothers zusammenbrach.

Doch die Krise zog noch weitere Kreise und schlug sich bald in der Realwirtschaft nieder und ließ die Staatsverschuldung in vielen Staaten massiv ansteigen. Das brachte vor allem die südlichen Länder der Eurozone, allen voran Griechenland, in eine schwere Schieflage. Um die Wirtschaft anzukurbeln, senkte die Europäische Zentralbank den Leitzins von 4,00 Prozent im Jahr 2008 auf aktuell 0,50 Prozent.

Das bringt vor allem die Direktbanken in die Bredouille. Denn sobald sich der Leitzins ändert, müssen auch sie ihre Angebote neu kalkulieren. Schließlich sind die hohen Zinsen das Hauptkriterium, warum Kunden ein Konto bei einer Direktbank eröffnen.

Auf die Tatsache oft nur unattraktivere Zinsen bieten zu können, reagierten die Direktbanken mit einer Ausweitung des Angebotes. Dazu gehören etwa günstige Kreditkarten, die ab einem bestimmten Mindestumsatz sogar kostenlos angeboten werden, sowie ein breiteres Serviceangebot im Internet. Dadurch können sich die Kunden in vielen Fällen den Weg zur Bankfiliale und das persönliche Gespräch sparen.

Interessant bleibt das Angebot außerdem für Kunden, die ihr Vermögen in Wertpapieren anlegen. Sie zahlen bei einer Direktbank wesentlich geringere Gebühren. Als relativ neues Geschäftsfeld der Direktbanken gelten außerdem Baufinanzierungen, Bausparverträge und Versicherungsangebote.

Darum gibt es die SparkassenCard

Bei der 1822-Direktbank handelt es sich um eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Frankfurter Sparkasse, die am 28. September 1996 gegründet wurde. Die viertgrößte Sparkasse Deutschlands hat ihre Tochter nach dem Gründungsjahr der Sparkasse benannt. Damals wollte die Polytechnische Gesellschaft auch Handwerkern und Geringverdienern eine Möglichkeit schaffen, um die Ersparnisse sicher anzulegen.

Sicherheit wird auch heute noch großgeschrieben: Nachdem sowohl Sparkasse als auch Direktbank 2005 von der Landesbank Hessen Thüringen übernommen worden waren, sind die Einlagen der Sparer auf dreifache Weise gesichert: Durch den Sparkassenunterstützungsfonds, die Sicherungsreserve der Landesbanken und den Sicherungsfonds der Landesbausparkassen.

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