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Weiterbildung zum Prozessmanager – für mehr Effizienz und höhere Kundenzufriedenheit

Prozessmanager
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Wer als Westeuropäer einem Eisenbahner in Japan bei der Arbeit zuschaut, glaubt an ein absurdes Ballett. Die Abfertigung eines Zuges am Bahnsteig folgt regelrecht einer Choreographie.

Mit ausladenden Bewegungen zeigt der Uniformierte auf alles in seinem Zuständigkeitsbereich. Er zeigt auf das Signal, jede einzelne Türe und fährt mit seinem Finger die Sicherheitslinie auf dem Bahnsteig entlang. Jede dieser Gesten bestätigt er mit einem Kopfnicken.

Genauso verfährt der Lokführer. Vor der Abfahrt weist er im Führerstand  auf bestimmte Instrumente und Schalter.

Man kann das für lächerlich halten – und sich dann darüber aufregen, wenn der ICE der Deutschen Bahn mal wieder auf freier Strecke liegen bleibt. Das Ballett der japanischen Bahner ist ein Grund dafür, dass ein Zug dort um 8.20 Uhr losfährt, wenn es so auf dem Fahrplan steht – und nicht etwa um 8.21 Uhr. Und das immer.

Prozess-Denken definiert präzise alle Schritte der Produktion

Die japanischen Bahnunternehmen haben ihre Dienstleistung schon vor langer Zeit als Prozess gestaltet. Unter einem Prozess versteht man das Zusammenwirken von Menschen, Maschinen und Materialien.

Soweit es zum Beispiel die mitwirkenden Menschen betrifft, erledigt jeder Mitarbeiter stets eine genau definierte Aufgabe. Die Produktion von Waren oder Dienstleistungen folgt genau definierten Vorgaben. Egal welcher Mitarbeiter damit beschäftigt ist – die Arbeit führt stets zum gleichen gewünschten Ergebnis ohne irgendwelche Qualitätsabweichungen.

Prozess-Denken greift sehr tief in den Produktionsprozess ein und geht damit weit über ein gewöhnliches Qualitätsmanagement hinaus.

Ein Beispiel: In einem Betrieb muss jeder Mitarbeiter zum Schicht-Ende seine Werkzeuge an einer definierten Stelle einer Werkzeugwand aufhängen. Der nachfolgende Schichtarbeiter findet das benötigte Werkzeug dort und kann sofort anfangen zu arbeiten. Werkzeug muss nie gesucht werden und es kommt zu keiner Verzögerung in der Produktion.

Findet ein Arbeiter sein Werkzeug an dieser Stelle nicht vor, erstattet er sofort eine Prozessfehler-Meldung. So werden Prozesse beständig optimiert und jeder Mitarbeiter trägt Verantwortung für fehlerlose Produktions-Prozesse.

Höhere Qualität zu geringeren Kosten mit Prozessmanagement

Prozess-Denken entfaltet in der Produktion von Waren und Dienstleistungen für den Anwender erhebliche Vorteile:

  • Prozesse steigern die Effizienz
  • Prozesse führen zu höherer Transparenz in der Produktion
  • Prozesse erzeugen höhere Qualität zu geringeren Kosten
  • Prozesse maximieren die Zuverlässigkeit

Wie das Beispiel der extremen Pünktlichkeit der japanischen Eisenbahn zeigt, steigert Prozess-Denken die Kundenzufriedenheit signifikant und verbessert damit die Wettbewerbsfähigkeit und die Rentabilität.

Individuell auf die eigene Branche, den eigenen Betrieb angepasst bedeutet Prozess-Denken, stärker auf Kundenbedürfnisse und Anforderungen des Marktes eingehen zu können.

Die Aufgaben eines Prozessmanagers

Solche Prozesse zu gestalten, zu analysieren und stetig zu optimieren, das ist die Aufgabe eines Prozessmanagers.

Produktionsprozesse erfordern etwa die präzise Dokumentation gewünschter Arbeitsschritte, um diese in immer gleicher Qualität wiederholbar zu machen. Dazu muss ein Prozessmanager Kennzahlen-Systeme schaffen, um die Leistung der Prozesse bewerten und steuern zu können.

Prozessmanager können im Unternehmen an vielen Stellen wirken – von der Geschäftsleitung bis zum Schichtführer.

Mit der staatlichen Bildungsprämie zu höherer Wettbewerbsfähigkeit

Die Ausbildung qualifizierter Prozessmanager ist eine Investition in die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Der Dienstleister IQ Bremen ist ein Bildungs-Anbieter für europaweit anerkannte IHK-Qualifizierungen. In 80 Unterrichtsstunden mit Theorie und vielen praktischen Übungen vermittelt das Institut die Weiterbildung zum operativen Prozessmanager.

Die Seminare bieten unter anderem folgende Inhalte:

  • Grundlagen des Prozessmanagements, Betriebswirtschaftlicher Hintergrund und Ziele
  • Bedeutung des Prozessmanagements zur Strategieumsetzung
  • Methoden zur Erfassung und Darstellung von Prozessen
  • Methoden zur Identifizierung von Schwachstellen und Entdeckung von Potentialen im Produktionsprozess
  • Prozess-Monitoring und –Controlling

Die Seminare für Führungskräfte und Mitarbeiter an wichtigen Positionen der betrieblichen Wertschöpfung gibt es einerseits als elftägigen Block-Lehrgang. Die Termine dafür sind der 9. bis 20. April 2018 sowie der 29. Oktober bis zum 9. November 2018.

Für Interessenten, die in oder nahe Bremen wohnen gibt’s auch Teilzeit-Seminare mit je drei Unterrichtsstunden an zwei Abenden pro Woche. Diese Seminare laufen vom 22. Mai bis 26. Juli 2018 und vom 30. Oktober 2018 bis 17. Januar 2019.

Die Seminare kosten 1.200 Euro. Mit der Bildungsprämie des Bundes ist eine 50prozentige Übernahme der Kosten möglich.

Kategorie: Personal & Weiterbildung

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