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So funktioniert’s – Rente und Unternehmens-Existenz intelligent und günstig absichern

Rente

Es war im Wahlkampf 1986, als der damalige Bundesarbeitsminister Norbert Blüm (CDU) Plakate klebte mit dem Slogan „Denn eines ist sicher: Die Rente“. Spätestens zu diesem Zeitpunkt musste auch dem optimistischstem Rechner klar werden: Da stimmt was nicht.

Und das tut es auch nicht. 

Die Rente ist sicher?

Das hat viele Gründe. Als das beitragsfinanzierte Rentensystem eingeführt wurde, waren die meisten Menschen ein paar Jahre nach Rentenbeginn tot. Heute ist die Lebenserwartung höher, die Zeit des Rentenbezugs damit wesentlich länger. Zudem stehen immer mehr Rentenbeziehern immer weniger Beitragszahler gegenüber.

Schließlich wird das System durch versicherungsfremde Leistungen belastet. Jährlich sind das rund 80 Milliarden Euro. Davon gleicht der Bund zwar aus Steuermitteln den Großteil von 73 Milliarden Euro aus – doch eine Deckungslücke von sieben Milliarden bleibt.

Durch die Deckelung des Beitrags auf 22 Prozent verliert das System zusätzlich an Dynamik. Der zukünftige Rentenstandard sinkt, auch durch eine wachsende Zahl von Arbeitnehmern im Billiglohnsektor.

Arbeitnehmer, die sich keine Zusatzversicherung leisten können, sind von Altersarmut bedroht. Solche, die über die Mittel verfügen, werden zusätzlich belastet. Zudem erwirtschaftet die Rentenversicherung sogar Minus-Rendite. Wer heute anfängt einzubezahlen, braucht sich keine Illusionen darüber zu machen, eines Tages auch nur die einbezahlten Beiträge wieder herauszubekommen.

Klar, dass das System irgendwann kollabiert. Und mindestens eine Generation fällt dabei durch den Rost. Das ist nicht die Generation der heutigen Rentner.

Selbständigkeit als Lösung?

Wer heute jung ist, Fleiß, Ausbildung, Grips und eine Spur Unternehmergeist hat, dem muss man schon allein aus Gründen einer ordentlichen Altersversorgung zum möglichst frühen Gang in die Selbständigkeit raten. Bei www.wirtschaftswissen.de gibt es wertvolle Tipps, wie der verantwortungsbewusste Schritt ins Unternehmertum funktionieren kann.

Im Gegensatz zu sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten sind Selbständige von der Beitragszahlung zur Rentenversicherung befreit. Das darf freilich nicht dazu verleiten, dass Geld einfach auszugeben. Aber allein den Arbeitnehmeranteil von 11 Prozent zur Rentenversicherung kann der Selbständige jeden Monat dort ansparen, wo er Rendite verspricht.

Das kann etwa eine Kapitallebensversicherung sein, Aktien, Immobilien, Investmentfonds oder sonst was. Je nachdem, was ein Selbständiger an Einnahmen erzielt, kann er so über die Jahre schon wesentlich mehr ansparen, als ein normaler Arbeitnehmer durch zusätzliche Versicherungen erwirtschaften kann – und das ohne Mehrbelastung gegenüber dem Arbeitnehmer.

Das besonders Charmante daran: Beiträge zur Kapitallebensversicherung kann der Selbständige steuerlich absetzen. Unter Umständen sind auch die Kapitalerträge bei Ablauf der Versicherung steuerbegünstigt. Der Selbständige braucht also zur persönlichen Absicherung oft keine Zusatzversicherung.

Altersvorsorge für Unternehmer

Ein verantwortungsbewusster Unternehmer wird nicht sagen: Nach mir die Sintflut. Deshalb kann er einen Teil des bei der Altersvorsorge gesparten Kapitals mit geringem Aufwand zur Sicherung seines Unternehmens einsetzen. Zum Beispiel mit einer Risikolebensversicherung.

Weil am Ende der Laufzeit einer solchen Versicherung kein Sparkapital ausgezahlt wird, sind die Beiträge gering. Die Höhe der Police ist frei wählbar und kann auch neu angepasst werden – das sollte je nach Situation des Unternehmens auch geschehen.

So kann etwa beim Tod oder der Arbeitsunfähigkeit des Unternehmers die Versicherung noch bestehende Schulden abdecken. Das schützt zum einen Hinterbliebene, aber auch die Existenz des Unternehmens, das sonst von der Insolvenz bedroht sein könnte.

Foto: Alicja Colon / unsplash.com

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