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Der strategische Weg zur eigenen Corporate Identity (CI)

Corporate Identity

Was ist eigentlich eine Persönlichkeit? Was macht Sie persönlich aus? Wodurch unterscheiden Sie sich von anderen Menschen? Und vor allem: wodurch unterscheidet sich Ihre Firma von anderen Unternehmen?

Die Antwort auf die letzte Frage sollte jeder Existenzgründer und Selbständige beantworten können, denn eine Firma ohne Persönlichkeit hat keine Differenzierungsmerkmale, kein Gesicht und kein Profil. Wir wollen Ihnen heute zeigen, mit welchen Mitteln Sie Ihrem Unternehmen eine unverwechselbare Identität, eine eigene Corporate Identity geben können.

Der strategische Weg zur eigenen Corporate Identity (CI)

1. Die Basis

Die Basis auf dem Weg zur eigenen Corporate Identity ist die Unternehmensphilosophie. Ja, das klingt philosophisch und der ein oder andere mag denken: „Wer braucht denn so was? Ich brauche Kunden die meine Rechnungen bezahlen und keine Hirngespinste.“ Trotzdem haben viele Unternehmer eine „Idee“ Ihrer Firma durchaus bereits im Hinterkopf.

Wenn man mal an sich selber denkt, hat jeder von uns eine Art Lebensphilosophie und sehr persönliche Grundsätze für sich und sein Leben. Und sehr oft spiegeln sich die persönlichen Grundsätze eines Unternehmers auch in seiner eigenen Firma wieder. Denn jeder Unternehmer oder Existenzgründer bringt sehr viel seiner eigenen Persönlichkeit in die Firma ein.

Also nicht warten, starten! Getreu dem Motto: „Wer schreibt, der bleibt“ schreiben Sie doch Ihre Vorstellungen für die Philosophie Ihrer Firma auf und fixieren Sie so den Charakter den Sie sich für Ihre Firma wünschen. Konkretisieren Sie die Grundideen dann in max. 10 Grundsätzen. Diese Grundsätze sollte auch jeder Ihrer Mitarbeiter kennen, damit Ihre Firmenphilosophie auch von Ihren Mitarbeitern gelebt werden kann.

Wie das aussehen könnte sieht man z.B. bei der Unternehmensphilosophie von Miele und den Grundsätzen unter http://www.miele-nachhaltigkeit.de/media/sustainability/Miele_Unternehmensphilosophie.pdf

2. Die Mittel

Um ein eigenes Corporate Identity zu erreichen, werden verschiedene Mittel genutzt. Das wohl bekannteste ist die Umsetzung des Corporate Design (CD), also des visuellen Erscheinungsbildes des Unternehmens. Dies ist wichtig um einen unverwechselbaren optischen Eindruck zu hinterlassen. Wie auch im „echten Leben“ die Frisur, die Garderobe, die Stimme, die Wohnungseinrichtung unser „Erscheinungsbild“ ausmacht, ist es beim Unternehmen das Logo, die Hausfarbe, die Hausschrift, ein Firmenslogan, einheitliche Geschäftsausstattung (Briefpapier etc.), Fahrzeugbeschriftungen, Produktverpackungen…

Praxistipp: Ab und zu hilft es z.B. einfach diverse Korrespondenzschreiben, Visitenkarten, Fotos von Autobeschriftungen oder den Büroräumen auszudrucken und nebeneinander auf einen Tisch zu legen. Hier sollte in der Gesamtansicht ein durchgängig einheitliches Design zu sehen sein. Vorteil ist bei dieser Form der einfachen „Sichtkontrolle“, dass „Ausreißer“ sehr schnell identifiziert werden können.

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Corporate Communications ist das zweite Mittel auf dem Weg zur eigenen CI. Hierunter fallen alle Dinge, die im Bereich der Kommunikation liegen. Egal ob mit den Mitarbeitern in der internen Kommunikation, oder in der Kommunikation mit Kunden und Lieferanten also der externen Kommunikation. Im Außenauftritt betrifft das alle Werbe- und verkaufsfördernden Maßnahmen, sowie PR. Intern betrifft das z.B. Verkaufsunterlagen, Mitarbeiterzeitungen etc. Egal ob interne oder externe Kommunikation, alle Maßnahmen sollten eine unverwechselbare Handschrift tragen, und zwar die Handschrift Ihres Unternehmens.

Das dritte Mittel auf dem Weg zum Ziel ist Corporate Culture oder auch Corporate Behaviour (CB) genannt. Also das Verhalten des Chefs und aller Mitarbeiter – sowohl im Umgang miteinander als auch im Umgang mit Kunden, Lieferanten etc. Intern gehört neben z.B. dem Umgangston untereinander auch die Führungsphilosophie zum CB. Das sind z.B. die Umsetzung von flexiblen Arbeitszeitsystemen, Fortbildungsangebote, Karriereplanungen, erfolgsorientierte Vergütungsmodelle etc. Auch die Einführung von „Firmentraditionen“ wie Weihnachtsfeiern, Sommerfeste, der Umgang mit Geburtstagen und Jubiläen etc. Nach außen spiegelt sich das Corporate Behaviour wieder in z.B. der Zahlungsmoral, den Reaktionen auf Beschwerden u.ä.

3. Das Ziel

Ziel ist, durch den Einsatz von Corporate Design, Communication und Behaviour dem Unternehmen ein einzigartiges und unverwechselbares Image zu geben, also das Corporate Image zu kreieren. Natürlich soll nicht nur der Unternehmer selber vom Corporate Image überzeugt sein, sondern in erster Linie soll das Image in Richtung Kunde wirken und zwar überzeugend und natürlich sympathisch.

6 Tipps, wie Sie das Image Ihres Unternehmens kreieren und überprüfen können

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  1. Stellen Sie sich Ihr Unternehmen als eigenständige Persönlichkeit vor
  2. Geben Sie Ihrem Unternehmen typische Merkmale und Eigenschaften, die Sie sich für die Persönlichkeit Ihrer Firma wünschen
  3. Überprüfen Sie z.B. durch eine Fragebogenaktion, ob die Kunden ihr Firmenimage (er)kennen und Sie das richtige Image transportieren
  4. Lassen Sie auch das Image der Wettbewerber in der Fragebogenaktion beurteilen, um den eigenen Status bewerten zu können
  5. Achten Sie bei Bewerbungsgesprächen darauf, ob der Bewerber zu Ihren Wertvorstellungen und zum Image Ihrer Firma passt
  6. Seien Sie zu jeder Zeit Vorbild für Ihre Mitarbeiter und leben Sie Ihre Firmenphilosophie

Und das sollten Sie auch unbedingt mal ausprobieren:

Es gibt einige Übungen zum Thema Corporate Identity. Probieren Sie unbedingt diese mal aus. Sie ist auch bestens geeignet um sie mit mehreren Personen zusammen zu machen. Sie werden dabei garantiert neue und spannende Persönlichkeiten kennen lernen!

a) Bereiten Sie einen Fragebogen vor, in dem ein Persönlichkeitsprofil eingetragen werden kann. D.h. Geschlecht, Alter, Nationalität, Familienstand, Aussehen (Haarfarbe, Körperstatur), Schulabschluss, Beruf, Hobbies. Lebensumstände (Wohnt in der Stadt oder auf dem Land, Mietwohnung oder Eigentum, Wohnungseinrichtung, Kleidungsstil, Musikgeschmack, Einzelgänger oder großer Freundeskreis) etc. Die Liste kann natürlich beliebig ergänzt werden.

b) Und nun beantworten Sie mit Hilfe des Fragebogens folgende Frage: „Stellen Sie sich vor, die Tür geht auf und z.B. „TOYOTA“ kommt rein. Wie würden Sie die Persönlichkeit „TOYOTA“ beschreiben?“

Anstelle von TOYOTA kann natürlich jede erdenkliche Firma oder Marke eingesetzt werden. Richtig spannend wird das es natürlich dann, wenn die gleiche Übung anschließend mit einem vergleichbaren Konkurrenten, wie z.B. AUDI gemacht wird. Sie werden sehen, dass zwei völlig verschiedene Persönlichkeiten den Raum betreten.

Und dann spielen Sie die Übung selbstverständlich mit Ihrem eigenen Unternehmen und Ihren Wettbewerbern durch. Viel Spaß dabei!

Linktipps

Foto: habsch-vergessen „upala“ / pixelio.de

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