Existenzgründung
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Von der grünen Wiese zum Weltmarktführer

Startup
Gastbeitrag von Miriam Mertens

Blühende Landschaften statt teure City: Telekom Startup-Expertin Miriam Mertens erklärt, warum manche Gründer die Großstadt satt haben – und auf der grünen Wiese erfolgreicher sind als in der Metropole.

Ein kreatives Umfeld voller junger, innovativer Unternehmen, alle wichtigen Kontakte in greifbarer Nähe, gut ausgebildete Arbeitskräfte, eine erprobte Verkehrs-Infrastruktur und rund um die Uhr ein anregendes Großstadtflair – für viele ist Berlin die Startup-Hauptstadt Deutschlands, gilt bei manchen gar als eine Art deutsches Silicon Valley.

Abgesehen davon, dass der Vergleich zwischen Deutschlands Kapitale und dem kalifornischen Startup-Hotspot hinkt – schon, weil man in und um Berlin vergeblich nach erfolgreich etablierten unternehmerischen Vorbildern wie Facebook, Google oder Apple sucht: Deutschlands Startup-Szene ist alles andere als auf einen geografischen Fleck beschränkt.

Das zeigt unter anderem ein Blick auf den KPMG-Start-up-Monitor 2016: Demnach liegt Berlin mit 17 % aller Neugründungen zwar an der Spitze, doch die Metropol-Region Rhein-Ruhr (14,1 %) folgt auf dem Fuße, und auch die Boom-Regionen Stuttgart/Karlsruhe (8,9 %), München (7 %) und Hamburg (6,4 %) sind in den Augen vieler Gründer durchaus konkurrenzfähige Standorte.

Vertrieben aus München

Immer mehr Startups meiden Metropolen inzwischen komplett, entscheiden sich für Landlust statt Großstadtdschungel. Die Gründe liegen auf der Hand: Die Konkurrenz ist groß, freie Büros und Produktionsflächen sind rar und die Preise dementsprechend hoch, Fachkräfte ebenso schwer oder nur für viel Geld zu bekommen.

Warum nicht bewusst aufs Land ziehen – wenn Flughäfen, Autobahnen oder Bahnhöfe gut erreichbar sind und Hochschulen mit gut ausgebildeten Nachwuchskräften in der Nähe? Die Mieten bezahlbar und die Lokalpolitik ein Herz für Gründer hat?

Argumente, wie sie etwa Josef Scheiber überzeugt haben: Als der promovierte Biochemiker merkte, dass er in München weder eine Chance auf bezahlbare Büros noch qualifizierte Mitarbeiter hatte, zog es ihn mit seinem Startup BioVariance zurück in seine alte Heimat – nach Waldsassen in der Oberpfalz. „Büros in München sind halb so groß, kosten aber das Fünffache“, sagt Scheiber. „Außerdem gibt es hier EDV- und Fachhochschulen, die hervorragende Experten ausbilden. Und die sind glücklicherweise häufig in der Region verwurzelt.“ Heute ist der Gründer auf dem besten Weg, sein Startup nachhaltig am Markt zu positionieren.

Hidden Champions von morgen

Ein schlauer Schritt – mit zahlreichen, Mut machenden Vorbildern: Denn auch 70 Prozent der deutschen Weltmarktführer haben ihren Sitz in der Pampa. Viele davon zählen zu den so genannten Hidden Champions – international erfolgreiche Mittelständler wie der Baumaterial-Produzent Sto, der jedes Jahr weit über eine Milliarde Euro umsetzt. Unternehmenszentrale: im 5.000-Seelen-Städtchen Stühlingen. Oder der Werkzeugmaschinenexperte Trumpf in Ditzingen, Schraubenkönig Würth aus Künzelsau bis hin zum Landmaschinenhersteller Claas aus Harsewinkel.

Ich bin davon überzeugt: So wie unsere Hidden Champions haben auch Startups grundsätzlich die Möglichkeit, sich auf der grünen Wiese zu einem deutschen Weltmarktführer zu entwickeln. Mit einer zündenden Idee, guten Kontakten und dem richtigen Partner wie der Telekom an ihrer Seite, hat so mancher in der Provinz beste Chancen, ganz groß rauszukommen.

Rückenwind aus Bonn für Startups

Die Deutsche Telekom fördert junge Digital-Unternehmen seit Frühjahr mit ihrem Startup-Programm TechBoost. Wer sich dafür qualifiziert, erhält 100.000 Euro Guthaben für IT-Ressourcen aus der Open Telekom Cloud, dem Public-Cloud-Angebot der Telekom und darüber hinaus Rabatte auf  Festnetz-, Mobilfunk- und Internettarife. Außerdem unterstützt die Telekom junge Unternehmer bei Vertrieb und Marketing.

www.blitzarchiv.de
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Digitale Startups mit vielversprechendem Geschäftsmodell auf Wachstumskurs können sich für die Unterstützung der Telekom online bewerben unter www.telekom.de/techboost.

Die Autorin

Miriam MertensMiriam Mertens‘ berufliche Leidenschaft gilt der Startup- und Tech-Branche.  Für den Geschäftskundenbereich der Telekom hält sie die Gründerszene in Deutschland wie auch international im Blick. Als Bindeglied zwischen dem Bonner Konzern und der Startup-Szene kümmert sie sich um Kooperationen und den Know-How-Transfer – in beide Richtungen.

Seit Kurzem verantwortet Miriam das Telekom Startup-Programm TechBoost (www.telekom.de/techboost). Damit schlägt sie die Brücke zwischen innovativen Startups und mittelständischen Unternehmen.

Links zur Autorin:

Foto: Catkin / pixabay.com




Kategorie: Existenzgründung

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Dieses Fachmagazin richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, Selbständige und Existenzgründer, die nicht für jedes Thema eine Fachabteilung haben. Hier gibt es praktische Tipps zur Unternehmensführung, die selbständig umgesetzt werden können.

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