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Tagesgeld für Selbständige: Private Reserve aufbauen

Tagesgeld für Selbständige / Schwarzer Regenschirm mit Wassertropfen vor dunklem Hintergrund, Sinnbild für eine private Reserve bei schwankenden Einnahmen
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Tagesgeld für Selbständige eignet sich für den privaten Teil der Finanzen: als persönliche Reserve für Monate, in denen weniger Geld ins Haus kommt als geplant. Du kannst jederzeit darauf zugreifen, bekommst Zinsen und trägst kein Kursrisiko. Das Geld des Unternehmens gehört nicht dorthin, es wird getrennt verwaltet.

Ob ein Tagesgeldkonto Distingo oder ein anderes Angebot passt, hängt zuerst davon ab, welche Beträge dorthin gehören. Das Tagesgeld von Distingo ist für private Ersparnisse gedacht und kann von volljährigen Privatpersonen im eigenen Namen und für eigene Rechnung eröffnet werden. Dazu helfen drei Fragen: Wie hoch sind deine privaten Fixkosten? Wie lange kämen du und dein Haushalt ohne Einnahmen aus? Und wie viel liegt bereits als privates Polster bereit?

Warum Selbständige zwei getrennte Kassen brauchen

Angestellte bekommen am Monatsende ihr Gehalt. Selbständige bekommen Geld, wenn Kunden zahlen, und das schwankt. Damit du dein Privatleben nicht von jedem einzelnen Zahlungseingang abhängig machst, hilft eine Trennung: Das Unternehmen bekommt seine eigene Liquidität auf dem Geschäftskonto, du selbst bekommst regelmäßige Entnahmen auf dein privates Konto.

Die betriebliche Liquidität ist ein eigenes Thema und wird dort geplant, wo sie entsteht, im Unternehmen. Dieser Artikel betrifft nur das, was bei dir persönlich ankommt.

Wie hoch die private Reserve sein sollte

Ein Rechenbeispiel: Deine privaten Ausgaben liegen bei 2.800 Euro im Monat, darunter 1.000 Euro Miete, 600 Euro für Kranken- und Pflegeversicherung, 300 Euro für die Altersvorsorge und 900 Euro für den Lebensunterhalt. Für drei Monate brauchst du 8.400 Euro, für sechs Monate 16.800 Euro.

Wo du zwischen drei und sechs Monaten landest, hängt von deinem Geschäft ab. Wer von wenigen Großkunden lebt oder in einer saisonalen Branche arbeitet, plant eher die obere Grenze ein. Wer viele kleine Aufträge über das Jahr verteilt hat, kommt mit weniger aus.

Was ein Tagesgeldkonto leistet, und was nicht

Bei 8.400 Euro und einem angenommenen Zinssatz von 2 Prozent pro Jahr sind das 168 Euro Zinsen. Der Zinssatz ist variabel, die Bank kann ihn jederzeit ändern. Aktuelle Konditionen stehen nur auf der Seite des Anbieters, die Zahlen hier sind eine Rechenhilfe.

Vor dem Abschluss lohnt der Vergleich einiger Punkte:

  • Zinssatz und Dauer: Gilt der Satz dauerhaft oder nur für Neukunden in den ersten Monaten?
  • Kosten: Fallen Kontoführungsgebühren an?
  • Verfügbarkeit: Wie schnell ist eine Überweisung auf dein privates Girokonto gutgeschrieben?
  • Einlagensicherung: Innerhalb der EU sind Guthaben gesetzlich bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank abgesichert. Wie die Sicherung bei deiner Bank konkret organisiert ist, steht in deren Unterlagen.

Steuern auf Zinsen

Zinsen aus Tagesgeld sind private Kapitalerträge und werden grundsätzlich versteuert. Bis zum Sparer-Pauschbetrag bleiben sie steuerfrei, wenn du der Bank einen Freistellungsauftrag erteilst. Der Betrag liegt derzeit bei 1.000 Euro für Alleinstehende, prüfe vor dem Abschluss den aktuellen Stand.

Hast du schon bei anderen Banken Freistellungsaufträge vergeben, achte darauf, dass die Summe aller Aufträge den Pauschbetrag nicht übersteigt. Bei Fragen zu deiner persönlichen Steuersituation hilft deine Steuerberatung.

So baust du die Reserve auf

Lege zuerst fest, wie viele Monate private Fixkosten du absichern willst, und rechne den Betrag aus. Richte dann einen Dauerauftrag von deinem privaten Girokonto auf das Tagesgeldkonto ein, mit einem festen Betrag pro Monat.

Wer wartet, bis am Jahresende etwas übrig ist, legt meist nichts zurück. Prüfe die Höhe der Reserve einmal im Jahr und passe sie an, wenn sich deine Lebenshaltungskosten verändert haben.

Ein Konto, das nichts tun soll

Ein Tagesgeldkonto ist unspektakulär: Es soll da sein, wenn es gebraucht wird, und bis dahin nichts verlangen. Genau das macht den Wert für Selbständige aus.

Wer privat ein Polster hat, entscheidet bei einer schwachen Auftragslage ruhiger, nimmt nicht jeden Auftrag an und muss nicht sofort an den Betrieb gehen, um die Miete zu bezahlen.

Tagesgeld für Selbständige

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