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Präziser, schneller, produktiver fertigen mit CNC-Technologie

CNC-Technologie

Sebastian Sonsalla hat mit seiner „Oberlausitzer Miniwelt“ in Oybin einen Touristen-Magneten geschaffen. Wer mit der dampflokbetriebenen Schmalspurbahn in den Ort im Zittauer Gebirge kommt, wähnt sich ohnehin auf der Modelleisenbahn. Unweit des Bahnhofs kann er dann die schönsten Gebäude der Region auf wenigen Quadratmetern bewundern.

Die Miniwelt präsentiert Kirchen, Burgen, und andere Wahrzeichen der Oberlausitz im Maßstab 1:50. Sebastian Sonsalla hat sie alle von Hand geschaffen. Mit der Laubsäge aus hauchdünnem Sperrholz. Und an diesem Werkzeug ist er wahrlich ein Meister.

Vor einem lange Zeit gewünschten Exponat aber musste seine Laubsäge kapitulieren. Der Gusseiserne Turm in Löbau ist der Einzige seiner Art in Europa. War aber für Sonsalla einfach nicht machbar. Die über 160 Jahre alte Konstruktion ist schon als 28 Meter hohes Original ein höchst filigranes Kunstwerk. Im Maßstab 1:50 schrumpfen die unzähligen Rosetten und Aussparungen auf Millimeter-Größe.

König Friedrich-August Turm - Löbau

König Friedrich-August Turm – Löbau

CNC verbindet höchste Präzision mit maximalem Tempo

König Friedrich August Turm

Foto: Unbekannter Grafiker – Löbaufoto.de, PD-alt-100, Link

Seit August steht der Gusseiserne nun doch in der „Oberlausitzer Miniwelt“. Dafür hat Sebastian Sonsalla seine Werkstatt digitalisiert. Den Bauplan des Turms bekam er aus dem Löbauer Stadtarchiv.

Er gab den Plan am Computer in ein CAD-Programm ein, also ein Programm zum rechnergestützten Konstruieren. Er skalierte die Bauteile auf den Maßstab 1:50. Den

Rest erledigte ein CNC-Gravurlaser. Der schnitt 750 Bauteile in höchster Präzision aus dem Sperrholz – der Zusammenbau war freilich auch noch mal Fingerspitzenarbeit. Aber am Modell stimmt jedes Detail. Sogar die 120 Stufen der inneren Wendeltreppe sind da.

Wer’s nicht glaubt, kann in die Miniwelt fahren und nachzählen.

CNC-Technologie schafft Wettbewerbsvorteile

CNC-Technologie, also die computergesteuerte Fertigung von Werkstücken, ist schon lange Standard in der Industrie. Besonders das computergestützte und programmierbare Fräsen hat sich durchgesetzt, weil es die wirtschaftliche Bearbeitung auch komplexer 2D- und 3D-Geometrien erlaubt.

Beim CNC-Fräsen erfassen Positions-, Dreh-, und Zustands-Sensoren den IST-Zustand, vergleichen diese Werte mit dem vom Programm vorgegeben SOLL-Zustand und regeln die Maschine. Diese Regelung erfolgt innerhalb von Millisekunden. Das erlaubt höchste Präzision bei maximaler Geschwindigkeit.

Die Vorteile dieser Technologie liegen auf der Hand:

  • CNC-Fräsen erlaubt die dauerhafte Wiederholung eines Fertigungsvorgangs bei absolut gleicher Präzision.
  • CNC-Fräsen erzeugt nahezu keinen Ausschuss und spart daher den Einsatz teuren Materials.
  • CNC-Fräsen ist produktiver und rentabler und verschafft dem Anwender einen Wettbewerbsvorteil, weil er qualitativ höherwertige Produkte schneller und günstiger erzeugen kann.

Variable CNC-Technologie für Modellbau und Kleingewerbe

All diese Vorteile machen CNC-Fräsen auch im Modellbau oder für die Produktion von Prototypen und Kleinserien zur ersten Wahl.

Für kleinere Gewerbebetriebe lässt sich aber eine große industrielle und investitionsintensive CNC-Fräsmaschine nicht rentabel betreiben. Moderne und kompakte Desktop-Systeme bringen Produktivität und Wettbewerbsvorteile jetzt auch in Kleinbetriebe. Die Systeme von Stepcraft etwa gibt es in fünf Baugrößen von 210 x 210 mm bis 600 x 840 mm Arbeitsfläche. Diese CNC-Fräsen werden als Bausatz geliefert oder von Anbieter beim Kunden komplett montiert.

Vielseitiges Hightech im Kleinformat, denn die Desktop-Systeme können nahezu alle Materialen computergesteuert und präzise bearbeiten: Sperr- und Leimholz, PVC, Styropor oder Plexiglas, Karbon und auch Metalle wie Messing und Aluminium.

Aber diese CNC-Fräsen können noch mehr, denn sie sind Multitools:

  • ­Dank eines Schnellspannhebels ist ein schneller Werkzeugwechsel möglich.
  • Innerhalb weniger Minuten sind die Stepcraft Desktop-Systeme umrüstbar zum 3D-Drucker, Gravurlaser, Brandkolben oder Heißdrahtschneider.

Foto: oved abadi / pixabay.com

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2 Kommentare

  1. Ich kann bestätigen, dass private Anwender und kleingewerbliche Betriebe vermehrt die CNC-Technologie nutzen. Allerdings finde ich, dass zum Beispiel Schreiner und Tischler noch viel zu wenig mit CNC-Maschinen arbeiten, um sich vom Wettbewerb abzuheben. Beispielsweise können damit Inschriften oder Bilder als 3D-Relief in das Holz gefräst werden, die mit Handwerkzeugen nicht annähernd in dieser Präzision gefertigt werden können.

    • Heike Lorenz

      Hm – wahrscheinlich haben Schreiner und Tischler einfach zu wenig Berührungspunkte mit CNC-Maschinen um den Mehrwert erkennen zu können…

      Viele Grüße
      Heike Lorenz

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