Management & Controlling
Kommentare 5

Mobiles Arbeiten – im Urlaub mit Bloggern

mobiles Arbeiten

Manchmal hilft der Zufall dem inneren Schweinehund auf die Sprünge. So auch beim Thema „Mobiles Arbeiten“.

Nicole Männl hat nämlich eingeladen zu einer Blogparade über „Mobiles Arbeiten“. Da ich schon seit langem meine Erfahrungen mit diesem Thema aufschreiben wollte, ist dies jetzt genau der richtige Zeitpunkt dafür.

Ich habe mir im letzten Sommer drei Wochen Urlaub gegönnt. Als Bloggerin. Im Ausland. Mit einer Bloggerkollegin (Nicole von NicMag.de). Aufregend (zumindest für mich).

Hier also meine Erfahrungen und Tipps rund um mobiles Arbeiten im Ausland:

1. Gute Vorbereitung ist das A und O

Ich bin ein kleiner Kontroll- und Organisationsfreak. Manchmal nervt das, manchmal ist es aber durchaus von Vorteil! Und bei unserer Reise habe ich mich um die Technik gekümmert.

Wochen VOR Reisebeginn habe ich über mobiles Arbeiten im Ausland nachgedacht und Angebote verglichen. Die technischen Details abgeklärt und offene Fragen mit dem Provider meiner Wahl geklärt. Ich wollte nicht erst vor Ort feststellen, dass wir nicht ins Netz kommen und dann stundenlang zum teuren Auslandstarif irgendwelche Hotlines anrufen müssen.

Uns war klar, dass wir sowohl telefonieren bzw. telefonisch erreichbar sein wollten, als auch vernünftiges Internet brauchen würden. Nicht auf gut Glück nach WLAN-Hotspots suchen, sondern eine verlässliche Verbindung ins Netz, wo immer wir bei unserer Rundreise auch Station machten.

Außerdem wollten wir nicht Unsummen ausgeben, sondern unser Budget lieber in andere Dinge investieren.

Nach einer gründlichen Recherche im Netz stand fest: die Auslandspakete unserer Provider waren zwar nett, aber für drei Wochen bloggen bei weitem nicht ausreichend. Telefonieren würde wohl noch gehen (wir wollten vor allem erreichbar sein), aber das Internetangebot war sowohl vom Volumen als auch von der Laufzeit nicht annähernd annehmbar.

Eine weitere Herausforderung: verschiedene mobile Geräte miteinander koordinieren.

Die Anforderungen im Detail:

Telefonieren

Wir wollten aus Deutschland unter unseren gewohnten Nummern erreichbar sein. Wir sind beide selbständig, da konnten wir unsere deutschen SIM-Karten nicht einfach still legen. Selbst telefonieren war gar nicht so das Thema, vielleicht ein bisschen vor Ort, aber keine langen Gespräche nach Deutschland.

Der Plan: wir packen die deutschen SIM-Karten in ein altes Handy, so kann man uns erreichen. In die Smartphones stecken wir ausländische SIM-Karten, damit wir kostengünstig online gehen können. Außerdem können wir dann preiswert vor Ort telefonieren, mit dem Hotel oder miteinander oder so.

Internet




Ganz wichtig: wir beide betreiben Blogs, die man nicht einfach mal drei Wochen unbetreut lassen kann. Das wollten wir auch gar nicht. Also: genug Volumen für drei Wochen Ausland – unabdingbar. Da hilft das 7-Tage-Auslandspaket der meisten Provider kaum weiter.

Der Plan: wir kaufen vor Ort Prepaid-Karten für unsere WLAN-Sticks und surfen so gemütlich bei uns im Häuschen für wenig Geld.

2. Die mobilen Geräte im Überblick

OK, wir waren ganz gut ausgestattet mit mobilen elektronischen Geräten. Ein iPhone, ein HTC One SV, ein Macbook und ein Sony-Laptop. Klar, einen Kindle hatten wir auch am Start, aber der sollte nicht unbedingt ins Netz. Ach ja, ein uraltes Sony K510i war auch noch mit dabei und tatsächlich in Gebrauch. Außerdem noch zwei WLAN-Sticks, für jedes Laptop einer. Dachten wir.

Das klingt jetzt so simpel, aber allein bei der Größe der benötigten SIM-Karten bekommt man schon Probleme, wenn man z.B. WLAN-Stick und Smartphone mit nur einer SIM-Karte verwenden möchte. Also habe ich diverse Adapter eingepackt. Zum Glück sind die modernen SIM-Karten vorgestanzt, so dass man aus groß ganz einfach klein basteln kann und mittels Adapter dann wieder größer usw.

Noch ein Hindernis: das iPhone war leider noch mit SIM-Lock, wie sich im Verlauf des Urlaubs heraus stellte. Also keine Möglichkeit es mit einer ausländischen Karte zu betreiben. Schade. ABER: mein HTC kann als WLAN-Hotspot agieren. Also SIM-Karte rein, Hotspot an und schwupps – wir konnten beide auf eine Karte surfen. Großartig! Dafür liebe ich mein Android-Gerät…

Auch der eine WLAN-Stick weigerte sich standhaft mit einer fremden SIM-Karte zu funktionieren. Nun gut, wir haben uns halt abgewechselt, aber optimal ist anders.

Ansonsten hat unser Plan sehr gut funktioniert. Erreichbar unter den deutschen Nummern, aber ansonsten surfen zum jeweiligen Inlands-Tarif. Günstiger geht es kaum!

Außer natürlich man hat WLAN, wie bei unserer zweiten Station Villa Verdin, wobei das auch nur für den Wintergarten galt…

3. Der Provider unseres Vertrauens

Jetzt fragt ihr euch natürlich alle: welcher Provider war den so toll und günstig? Tja, ALDI Österreich, also HOFER. Die bieten mit den YESSS! Tarifen eine super Auswahl an Prepaid-Tarifen, die wie für uns geschaffen waren. Einfach die yesss! Classic Karte kaufen und das yesss! Daten-Paket aktivieren und schon kann man 1,1 GB innerhalb von einem Monat versurfen für nur 5 EUR. Insgesamt haben wir in den drei Wochen drei dieser Karten gekauft und versurft. 15 EUR für 3,3 GB – cooles Preis-Leistungs-Verhältnis, oder?

P.S.: Gut, dass ich mich vorher informiert hatte, denn zum aktivieren des Datenpakets braucht man ein Handy, da dies nur per SMS geht! WLAN-Stick alleine funktioniert also nicht.

Mein Fazit

Ich bin super zufrieden mit unserer Urlaubslösung. Und ich bin sehr glücklich, dass meine technische Ausstattung komplett so funktioniert hat wie geplant.

Außerdem hat es sich ausgezahlt, dass ich alle technischen Fragen VOR dem Urlaub geklärt habe. Wir wären sonst nie so schnell ins Netz gekommen und das Datenpaket hätten wir vielleicht auch nicht aktiviert bekommen. Zumindest nicht mit einem Smartphone mit SIM-Lock. Wichtig daher, dass man sicher ist, dass die eigenen Geräte mit fremden SIM-Karten klar kommen.

Bei meinem nächsten längeren Auslandsaufenthalt werde ich mich in jedem Fall wieder genauso vorbereiten, denn Stress vor Ort brauche ich wirklich nicht im Urlaub!

Foto: Heike Lorenz

5 Kommentare

  1. Pingback: Mobiles Arbeiten - Blogparade - NY Designberatung | Nicole Y. Männl

  2. Hallo Heike,
    obwohl ich ja ebenfalls eine Planernatur bin, klappt es mit der technischen Vorbereitung nicht so gut wie bei euch. Ich werde mir beim nächsten Urlaub aber ein Beispiel an dir nehmen, denn auf versprochenes WLAN der Hotels, was später nur WLAN in der Lobby bedeutet, habe ich keine Lust mehr.

    Lg
    Kira

    • Hallo Kira,
      freut mich, dass ich dir ein bisschen weiter helfen konnte.
      Wobei es sicherlich auch Situationen gibt, wo der WLAN-Stick versagt…

      LG
      Heike

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *