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Web-To-Print im Aufwärtstrend

Web-To-Print

Foto-orientierte Druckerzeugnisse, die online in Auftrag gegeben werden, galten lange Zeit als Nische. Doch seit einigen Jahren boomt das Geschäft. Vor allem im Unternehmenskontext, in dem unter anderem Corporate-Identity-Konzepte in Printprodukte umgesetzt werden müssen, ist der internetbasierte Service mittlerweile Standard. Der Erfolg basiert zum einen auf der populären Verbreitung der Digitaltechnik, zum anderen auf dem Wunsch der Kunden, ihre Produkte zu individualisieren und dabei Zeit und Aufwand zu sparen.

Im Detail heißt das: Durch eine spezielle Software werden digitale Daten bearbeitet und übers Internet an den Dienstleister übermittelt. Das fertige Fabrikat wird daraufhin automatisch ausgeliefert.

Traditionelle Druckdienstleister nehmen ab

Trotz der nun modischen Analog-Begeisterung (wie beispielsweise der klassische Fotofilmentwicklung), hat die analoge Herstellung von Printprodukten schon längst den Digitaldruckmaschinen Platz gemacht. „Einer aktuellen Studie des Bundesverbandes der digitalen Wirtschaft e. V. (BVDW) und des Rhein-Ruhr-Instituts (RIAS) zufolge beträgt das Wachstum von Web-to-Print jährlich ca. 17 Prozent“, schrieb im September 2013 Ira Melaschuk für den Gutenberblog.

Für viele Druckdienstleister war das der endgültige Todesstoß, für andere eine Chance. Ehemals für analoge Entwicklung bekannte Anbieter sicherten sich so ein Fortbestehen im Digital-Zeitalter.

Beispiel „Saxoprint“




WERBUNG

Wie der Übergang von Analog zu Digital vonstatten gehen kann, zeigt der Anbieter CEWE-Print. Das Unternehmen hat nun dreizehn hoch technisierte Produktionsstandorte in Europa und war einer der ersten, der mit innovativen Technologien auf Online-Druck gesetzt hat.

Eine entscheidender Schachzug war wohl zunächst die Übernahme des Web-to-Print-Softwarespezialisten „diron“ 2008 und der „Saxoprint“-Druckerei vor zwei Jahren in Dresden: „Wir haben uns ‚Saxoprint‘ ausgesucht, weil wir mit den Dresdner Kompetenzen und den modernen Offset-Druckmaschinen in ein Marktsegment gelangen, das wir bisher nur wenig abgedeckt haben“, so Felix Thalmann, der bei CEWE für den Bereich ‚Ausland und Expansion‘ zuständig ist.

Davon profitieren auch Unternehmen. Sie können nun Werbemittel und Geschäftsausstattung in großen Mengen zu Großabnehmerpreisen übers Internet ordern. Visitenkarten, Briefpapier, Broschüren, Flyer, Kataloge, Druckmusterbücher etc. — das Corporate Design der Unternehmen wird je nach Wunsch implementiert.

Angebot sorgt für Nachfrage

Für Anbieter wie CEWE ein Glücksfall, denn Kunden scheinen heutzutage ausgesprochen gerne auf höherwertige Printerzeugnisse im Unternehmensbereich zu setzen. Auch individuell gestaltete Werbegeschenke mit Einbindung des Unternehmensdesigns sind ein wichtiger Absatzpunkt — der Onlinedruck sorgt somit für Nachfrage in Segmenten, die vor einiger Zeit bei einer breiten Konsumentenschicht kein Interesse weckten (oder sogar völlig ignoriert wurden), und schöpft deren Potenzial dank der Web-To-Print-Verfahren voll aus: Post- und Grußkarten, Schneekugeln, Lunch-Boxen und so fort. Eine einfache Strategie, die möglicherweise noch lange funktionieren wird.

Foto: Guido Wessel / pixelio.de

2 Kommentare

  1. Julia sagt

    Liebes Unternehmerhandbuch-Team,

    vielen lieben Dank für den interessanten und informativen Artikel! 🙂
    Ich bin selbst Besitzerin eines kleinen Unternehmens und wir haben vor Weihnachten das erste Mal Geld in Werbemittel investiert und damit sehr positive Erfahrungen gemacht. Wie Sie ja auch schreiben, haben wir gemerkt, dass Printerzeugnisse im Unternehmensbereich eine immer größere Rolle gewinnen und wollten diese Möglichkeit der Werbung auf jeden Fall auch selbst ausprobieren. Wir haben uns für Wandkalender und Tragetaschen aus Baumwolle entschieden, die wir online bei Alles Drucker ( http://www.allesdrucker.de/ ) bestellt haben. Bei den Kunden sind vor allem die Taschen sehr gut angekommen. 🙂 Dieser Jahr starten wir dann eine zweite Runde mit Werbemitteln.

    Viele Grüße!
    Julia

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