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Wie das mobile Arbeiten nicht zur Bedrohung der Cybersicherheit wird

Cybersicherheit

Mobiles Arbeiten ist heute Standard – und damit auch das Sicherheitsrisiko, das damit einhergeht. Mitarbeiter, die von zu Hause oder unterwegs auf interne Systeme zugreifen, tun das oft aus ungeschützten WLAN-Netzen und mit Geräten, die nicht denselben Schutzstandards unterliegen wie das Firmennetzwerk.

Für Arbeitgeber stellt sich damit eine dauerhaft relevante Frage: Wie verhindert man, dass die eigenen Mitarbeiter zur größten Schwachstelle im System werden?

Sensibilisierung der Mitarbeiter

Es sollte zunächst eine Sensibilisierung der Mitarbeiter erfolgen. Dazu gehört, dass man Phishing Mails auf Anhieb erkennt. Was auch schon im eigenen Büro galt: Angestellte sollten keine Nachrichten und Anhänge von unbekannten Absendern öffnen. Hierbei ist speziell der Umgang mit Social Engineering Attacken zu nennen. Im deutschen könnte man es auch „Soziale Manipulation“ nennen. Das bedeutet, dass bei den Mitarbeitern durch zwischenmenschliche Beeinflussungen (sprich durch Manipulation) versucht wird, dass Informationen preisgegeben oder auch Links in Mails geöffnet werden.

Die Angestellten müssen auch für Dinge sensibilisiert werden, die zunächst banal klingen. Nämlich, dass der Arbeitscomputer auch tatsächlich nur zum Arbeiten gedacht ist und nicht den Kindern, Partnern etc. zur Verfügung steht.

Es sollte ebenfalls selbstverständlich sein, dass arbeitsrelevante Passwörter starke Passwörter sind und nicht mit anderen geteilt werden. In diesem Zusammenhang ist die Zwei-Faktor-Authentisierung zu nennen. Denn selbst das stärkste Passwort kann geknackt werden. Bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung muss der Nutzer sich durch einen zusätzlichen Schritt identifizieren.

Heute gilt der Einsatz einer Authenticator-App (z.B. Google Authenticator oder Microsoft Authenticator) als sicherste Variante – sie generiert einen zeitlich begrenzten Code, der zusätzlich zum Passwort eingegeben werden muss. SMS-Codes sind eine weitere verbreitete Option, gelten aber als weniger sicher, da SIM-Karten prinzipiell kompromittiert werden können. Sicherheitsfragen dagegen sind veraltet und sollten nicht mehr eingesetzt werden.

Zuletzt sollten die Arbeitnehmer alle Datenschutz- und IT-Sicherheitsvorfälle umgehend melden, damit der Arbeitgeber umgehend entsprechende Schritte einleiten kann, um die Probleme möglichst schnell und reibungslos zu beheben.

Cybersicherheit – Was der Arbeitgeber tun kann

Doch steht der Mitarbeiter natürlich nicht in der alleinigen Verantwortung. Der Arbeitgeber kann präventiv mitwirken, indem er regelmäßig Sicherheitschecks durchführt. Dazu zählt, dass Softwareupdates und Patches eingespielt werden und Prozesse, die als Antwort auf Cyberattacken gedacht sind, auch für den Fall greifen, dass der Arbeitnehmer sich nicht im Büro befindet.

Außerdem kann der Arbeitgeber den Mitarbeiter bitten, eigenen PC und Netzwerk auf den neusten Stand zu bringen. Hat auf jedem PC im Haushalt das Antivirus-Programm das neuste Update? Befindet sich der Router auf dem neusten Stand? Wird Arbeits- und Privatnutzung voneinander getrennt?

Nutzung eines VPN

Ein VPN sorgt für eine verschlüsselte Kommunikation und einen sicheren Kommunikationsablauf.  Durch das virtuelle private Netzwerk entsteht ein für Außenstehende abgeschottetes, eigenständiges Netzwerk. Der Zugang kann nur mit den entsprechenden Einstellungen und Nutzerdaten erfolgen.

Eine VPN-Verbindung hat viele Vorteile. Im VPN können dann sensible Daten sicher übertragen werden. Dies funktioniert auch über mobile Geräte wie Smartphones. Und selbst im Café kann das VPN genutzt werden und verhindert so, dass Dritte die Schwachstelle eines meist ungesicherten WiFi-Netzes ausnutzen.

Natürlich muss die IT-Abteilung vorher sicherstellen, dass das Unternehmensnetzwerk und die Infrastruktur die hohe Anzahl an Fernzugriffen bewältigen kann. In größeren Unternehmen reden wir hier von zum Teil tausenden neuen Zugriffen.

Wir sehen also, dass sowohl der einzelne Mitarbeiter als auch die Führungsetage wichtige Schritte unternehmen können, dass die Cybersicherheit des Unternehmens auch in Zeiten, in denen das mobile Arbeiten mehr und mehr an Bedeutung gewinnt, weiterhin geschützt bleibt.

Cybersicherheit ist keine einmalige Maßnahme

Wer seine Mitarbeiter einmal schult und dann nichts mehr tut, hat das Thema nicht verstanden. Bedrohungslagen ändern sich, neue Angriffsmethoden kommen hinzu – und die schwächste Stelle im System ist meistens nicht die Technik, sondern der Mensch. Regelmäßige Updates, klare Richtlinien und eine offene Fehlerkultur beim Melden von Vorfällen sind die Basis für dauerhaft sichere mobile Arbeit.

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