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Startups – warum so viele scheitern

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Die Statistik ist eigentlich so ernüchternd, dass sie jeden Gründer abschrecken müsste. Denn jedes zweite Startup scheitert. Trotzdem wagen zahlreiche Jungunternehmer jedes Jahr erneut, den steinigen Weg zum Erfolg. Doch eine geniale Idee, ein innovatives Produkt oder eine noch nie dagewesene Dienstleistung sind nicht ausreichend, um ein Startup auf den richtigen Kurs zu bringen.

Folgende Fehler führen immer wieder zum Scheitern:

1. Fehler: mangelnde Ordnung

Sämtliche Arbeitsläufe müssen auch in einem jungen Unternehmen genau durchdacht und überwacht werden. Flache Hierarchien, Flexibilität und kurze Entscheidungswege machen es eigentlich einfach, jeden Schritt kontrollieren zu können. Jedoch ist das Arbeitsklima in Startups oftmals sehr locker und diese Lockerheit führt allzu oft dazu, dass Ordnung vernachlässigt wird.

Dabei ist es auch ohne große Kenntnisse möglich, unternehmerische Aufgaben wie Warenwirtschaft, Lohnabrechnung und Buchhaltung einfach und schnell nachzuverfolgen. Eine effiziente Unternehmenssoftware hilft dabei, Kennzahlen im Blick zu haben, Kundendaten zu verwalten oder die Buchführung durchzuführen. Besonders praktisch sind Programme – wie das von Lexware -, die Client-Server-Lösungen darstellen und für bis zu drei Arbeitsplätze genutzt werden können. Zusatzfunktionen wie beispielsweise Schnittstellen für den DATEV-Export und –Import oder für ELSTER sowie die Möglichkeit zum Online-Banking erleichtern Jungunternehmern viele Arbeitsabläufe.

2. Fehler: fehlender Realismus

Der Traum vom Erfolg ist für viele so verlockend, dass sie die Realität aus den Augen verlieren. Das zur Verfügung stehende Geld scheint zunächst unbegrenzt zu sein. Dazu kommen in Aussicht stehende Gewinne, welche die Startups möglichst schnell erwirtschaften möchten.

Daher werden oftmals leichtfertig und in unverhältnismäßiger Höhe Ausgaben getätigt, z.B. der Kauf eines teuren Firmenwagens. Der Mangel an strategischem Weitblick führt dann dazu, dass ein Startup trotz einer erfolgsversprechenden Geschäftsidee scheitert.

3. Fehler: Defizite in der Marktanalyse

Die Branche, in der das Startup tätig werden möchte, sollte genauestens bekannt sein. Zudem ist für sehr gute Marktkenntnisse wichtig, die Konkurrenten und ihre Produkte zu analysieren. Welche Vorteile haben diese? In welcher Hinsicht ist das eigene Produkt mit diesen vergleichbar? Welche Alleinstellungsmerkmale besitzt es, die unbedingt in den Vordergrund gestellt werden sollten? Zu welchem Preis verkaufen die Konkurrenten? Welche Angebote machen sie?

Die Antworten auf diese und weitere Fragen sind die Basis dafür, die richtigen Entscheidungen treffen zu können, um Umsatz zu generieren.

4. Fehler:  Bedürfnisse der Zielgruppe missverstanden

Ist die technische Lösung auch noch so perfekt, wird der Kunde sie trotzdem nicht kaufen, wenn sie ihm keinen Nutzen bringt. Daher ist es entscheidend, die Bedürfnisse der Zielgruppe sehr genau zu kennen. Wer ein konkretes, vielleicht schon lange bestehendes Problem für seine potentiellen Kunden löst, kann sich über hohe Umsätze freuen. Denn werden die Wünsche zur vollsten Zufriedenheit erfüllt, gibt die Zielgruppe gerne Geld aus.

Wichtige Erfolgsfaktoren für Startups

  • Unterschiedliche Talente sind gefragt: Erfolgreiche Startups bestehen aus Mitgliedern mit verschiedenen Fähigkeiten wie technisches Know-how, strategischer Weitblick, Führungsqualitäten oder geschickter Umgang mit Finanzen.
  • Motivation und Engagement: Wer am Markt bestehen will, muss zunächst viel Eigeninitiative einbringen. Das bedeutet, lange Arbeitstage und mitunter Wochenendarbeit.
  • Privates und Berufliches in Balance: Wenn Gründer viel arbeiten müssen, belastet dies das Privatleben. Daher ist es wichtig, im Vorfeld offen über die Bedeutung der Unternehmensgründung zu sprechen. Wenn die Familie unterstützend hinter einem steht, kann der Unternehmensstart gelingen.
  • Perfekte Liquidität: Erfolgreiche Jungunternehmer kalkulieren Investitionen mit der korrekten Summe und schätzen ihre Zahlungsfähigkeit richtig ein.
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Unternehmerhandbuch

Dieses Fachmagazin richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, Selbständige und Existenzgründer, die nicht für jedes Thema eine Fachabteilung haben. Hier gibt es praktische Tipps zur Unternehmensführung, die selbständig umgesetzt werden können.

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