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Leadership – 3 Eigenschaften, die einen guten Anführer auszeichnen

Führung

Führung ist eine der klassischen Aufgaben des Managements. Egal ob es sich um Mitarbeiterführung, Teamführung oder Leadership dreht – letztlich geht es immer darum, anderen den Weg zu weisen und sie zum Folgen zu animieren.

Das ist nicht immer leicht, vor allem, wenn man Menschen wie mich im Team hat. Mir fiel es schon immer schwer, mir sagen zu lassen, wo es langgeht. Einfach nur zu machen, was jemand anders mir sagt? Schwierig! Einer der Gründe, warum ich mich vor 9 Jahren selbständig gemacht habe 🙂

Anlässlich der Blogparade von Bernd Geropp „Die 3 wichtigsten Führungsprinzipien!“ habe ich mich heute hingesetzt und überlegt, warum ich manchen Menschen gerne folge und anderen nicht. Worin besteht der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Anführer?

Denn: Führen – das kann nicht jeder!

Führung durch Kreativität

Ich folge gerne kreativen Menschen. Damit meine ich jedoch nicht nur die klassische künstlerische Kreativität. Nein, ich meine Denkfreiheit, denken in außergewöhnlichen Bahnen, entwickeln von neuen Ideen und Lösungen, das Durchbrechen von Denkmustern. Letztlich meine ich mit Kreativität alle Gedanken, die sich auf Wege außerhalb der gewohnten Denkmuster wagen. Denken, das etwas Neues hervorbringt – das ist für mich Kreativität.

Kreativität ist ansteckend.

Kreativ denkende Menschen inspirieren mich. Sie regen meine eigene Kreativität an und beflügeln mein Hirn zu Höchstleistungen. Sie geben mir den Freiraum, auch selbst außerhalb der ausgetretenen Pfade nach Lösungen zu suchen. Sie spornen mich an mit ihnen mitzuhalten, mich weiter zu entwickeln. Das Gefühl über sich selbst hinaus zu wachsen ist durch nichts zu ersetzen!

Führung durch Selbstvertrauen

Selbstvertrauen ist für einen Anführer essentiell. Und das aus mehreren Gründen:

Einem Menschen, der sich selbst vertraut, kann auch ich vertrauen. Selbstvertrauen vermittelt Sicherheit. Ich muss darauf vertrauen können, dass der Anführer den Weg kennt, nur dann folge ich gern. Zweifler lassen auch mich zweifeln. Und wenn ich an jemandem zweifle, kann ich ihm schwerlich folgen.

Wer sich selbst vertraut, vertraut auch anderen. Wir schließen (immer) von uns auf andere. Wer sich selbst vertraut, der setzt dieses Vertrauen auch in sein Gegenüber. Ein schönes Gefühl, so wahrgenommen zu werden. Jemanden, der mir vertraut, möchte ich nicht enttäuschen und arbeite daher umso engagierter an einem gemeinsamen Projekt.

Ein Chef, der sich selbst vertraut, ist stark. Aus diesem Grunde kann er auch mit starken Mitarbeitern umgehen. Er braucht keine unmündigen, kleinen Teammitglieder, um sich erhaben zu fühlen. Er fühlt sich nicht bedroht durch die Kompetenz der anderen. Wer sich selbst vertraut, der schätzt starke Menschen. Der ermutigt und fördert sie, denn eigene Größe lässt auch die Größe anderer zu.

Ein Anführer, der sich selbst vertraut, weist mir den Weg zu mehr eigener Größe, er fördert mein Wachstum und sein Vertrauen in mich stärkt wiederum mein Selbstvertrauen. So jemandem folge ich gern.

Führung durch Empathie

Wer führen will, muss in der Lage sein, allen Beteiligten das gemeinsame Ziel zu vermitteln. Genauso wie er jeden, den er motivieren möchte, davon überzeugen muss, dass es sich lohnt, ihm zu folgen.

Dafür ist es unter anderem wichtig zu verstehen, wie jeder einzelne tickt. Worauf die jeweilige Person anspringt. Welche Reaktion sie auf Situationen und andere Personen zeigen wird. Denn grundsätzlich kann man andere Menschen nur dann motivieren, wenn man sie nicht nur rational, sondern vor allem nachempfindend versteht (s.a. Wikipedia – Empathie).

Was ist die Motivation der zu führenden Personen? Wo sind die Stärken und Schwächen der einzelnen Gruppenmitglieder? Wer ist wo optimal eingesetzt? Warum macht Müller nicht mit und was steckt hinter der Übermotivation von Meier? Wen muss man wie ansprechen, um ihn zum Folgen zu animieren?

Alles das muss ein „Leitwolf“ sehen und verstehen, um aus Individuen ein Rudel zu formen, das gemeinsam auf die Jagd geht. Denn nur wer in mein Herz blickt, kann wirklich verstehen, wie man mit mir umgehen muss. Nur wenn ein Anführer nachempfinden kann, was in mir vorgeht, kann er mir vermitteln, warum ich tun sollte, was er von mir möchte.

Mein Fazit

Führen – das kann nicht jeder!

Aber mit Kreativität, Selbstvertrauen und Empathie schafft man es, selbst Leute wie mich zum Folgen zu bewegen.

Foto: Bildagentur Zoonar GmbH / shutterstock.com

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8 Kommentare

  1. Ein guter Beitrag und auch ein sehr spannender Blog. Ich bin froh, dass ich den Blog durch die Parade kennengelernt habe und werde ihn auch in Zukunft weiterverfolgen.
    Gruss, das Team vom J&K Blog

  2. Hallo Frau Lorenz, Sie haben ganz recht, unsere Gedanken zu den Prinzipien sind sehr ähnlich. Resonanz und Empathie, aber auch Kreativität und Ordnungsmuster (=Lebendigkeit) vertragen sich gut 🙂 Danke für Ihren interessanten Beitrag und liebe Grüße, Heinz Peter Wallner

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