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The Day after – Fehler suchen und Entscheidungen optimieren

The Day after

Täglich treffen wir Entscheidungen. Viele kleine, die kaum von Bedeutung sind, aber manchmal auch große Entscheidungen, von denen die Zukunft ganzer Konzerne und aller dort beschäftigten Menschen abhängt.

Leider weiß man immer erst hinterher, ob eine einmal getroffene Entscheidung eine gute Entscheidung war oder eben auch nicht.

Damit wir auf lange Sicht immer bessere Entscheidungen treffen und aus unseren Fehlern lernen können, ist es sinnvoll, getroffene Entscheidungen im Nachhinein im Hinblick auf ihre tatsächlichen Folgen zu analysieren. Nur so können wir Erfahrungen sammeln und mit der Zeit immer mehr gute Entscheidungen treffen. Wer seine Verhaltensmuster, seine persönliche Wahrnehmung und seine Entscheidungsmuster kennt, der kann in Zukunft die besseren Entscheidungen treffen.

Eine Entscheidungs-Analyse-Methode stelle ich euch heute vor: The Day after.

The Day after

Um die Methode „The Day after“ anzuwenden benötigt man außer Kopf, Stift und Papier kaum Materialien. Lediglich die Ergebnisse der zu untersuchenden Entscheidung sollte man möglichst genau kennen.

Es geht darum im Nachhinein heraus zu finden, ob die getroffene Entscheidung richtig war. Hierzu kontrolliert man das Ergebnis und die Folgen der Entscheidung, die man getroffen hat, mit Hilfe einiger Fragen. Diese sollte man natürlich möglichst präzise und vor allem wahrheitsgemäß beantworten, denn sonst kann sich der gewünschte Lernerfolg kaum einstellen 🙂

Die Fragen

Hier eine kleine Liste von Fragen, die bei der Entscheidungsbeurteilung helfen können:

  1. Ist das Ergebnis der Entscheidung so wie gewünscht?
  2. Welche Abweichungen vom Wunschziel gibt es?
  3. Welche Erwartungen wurden erfüllt und welche nicht?
  4. Warum ist es zu den Abweichungen gekommen? Das könnten z.B. fehlerhafte Informationen, falsche Lageeinschätzungen, unplanbare Ereignisse und Risiken, technische Probleme, Glück und Zufall oder auch enormer persönlicher Einsatz sein. Alles was zu den Abweichungen führte muss aufgelistet werden.
  5. War die Zielvorstellung realistisch? Oder eher zu optimistisch bzw. pessimistisch?
  6. Wurden alle Optionen, die zur Zielerreichung beigetragen haben, korrekt eingeschätzt? Wurden sie überhaupt alle wahrgenommen?
  7. Habe ich meine eigenen Fähigkeiten optimal eingesetzt?
  8. Haben wir die richtigen Prioritäten gesetzt?
  9. Was konnten wir zum Zeitpunkt der Entscheidung gar nicht wissen? Welche Folgen waren nicht absehbar?
  10. Würden wir heute genauso entscheiden und wenn nicht, wie würden wir entscheiden?
  11. Warum würde die Entscheidung heute so ausfallen?

Die Antworten auf alle diese Fragen sollte man sich gut notieren. Denn nach der nächsten Entscheidung kann man dann vergleichen, ob man beispielsweise immer ins gleiche Fettnäpfchen tritt oder sich immer an den gleichen Stellen blenden lässt. Wenn das nicht zu einem Lernprozess führt, dann weiß ich auch nicht …

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Kleiner Tipp: nach so einer Entscheidungs-Nachbearbeitung kann man gut eine Plus-Minus-Liste  (PMI) erstellen, um nicht nur die Fehler zu suchen, sondern sich auch immer wieder seine eigenen Stärken bewusst zu machen!

Weitere Methoden um Fehler zu suchen und Entscheidungen zu optimieren

Neben The Day after habe ich noch weitere Techniken im Unternehmerhandbuch vorgestellt, die bei Fehlersuche und Entscheidungsoptimierung hilfreich sein können:

Fehlersuche:

Entscheidungs-Optimierer:

Mehr Informationen

Weitere Entscheidungsmethoden und ihre Anwendungsgebiete stelle ich euch in kommenden Artikeln vor. Alle bisher erschienenen Beiträge rund um das Thema findet ihr hier:

Entscheidungsmethoden

Foto: Ann- Kathrin Rehse / freeimages.com

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