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Nach Crowdfunding kommt Crowdtesting

Crowdtesting

Wer finanzielle Unterstützung bei der Finanzierung von Projekten, Startups und Business-Ideen benötigt, findet seit einigen Jahren Hilfe auf diversen Plattformen im Internet. Crowdfunding hat sich so fest in der Wirtschaft etabliert, dass es seit 2015 sogar eine zertifizierte Ausbildung zum Crowdfunding-Manager gibt.

Auch Crowdlending wird immer üblicher. Die Nutzung der breiten Masse zur Realisierung von Projekten ist also nichts Neues mehr.

Jetzt geht das Schwarmprinzip noch einen Schritt weiter: User können nicht mehr nur in Business investieren, sie können es auch testen.

Was ist Crowdtesting?

Crowdtesting ist eine Art „Beta-Test“ von neuer Software und Online Tools. Dabei wird das Produkt allerdings nicht von Spezialisten getestet, sondern von Endverbrauchern. So soll eine breitgefächerte Qualitätssicherung ermöglicht werden. Tester können sich bei Anbietern wie TestBirds anmelden und gegen Bezahlung neu entwickelte Softwares und Apps ausprobieren.

Die Menge an Testberichten und Kritiken gibt einen fundierten Eindruck von dem neuen Produkt und bietet den Entwicklern useroptimierte Kritik. Diese können vor der Testphase Filtereinstellungen vornehmen und bestimmte Zielgruppen- und Regionen definieren.

Vorteile

Viele Unternehmen haben bereits ein Spezialisten-Team, dessen Aufgabe es ist, Neuentwicklungen im digitalen Bereich zu testen.

Wieso also diese Aufgabe auf die breite Masse übertragen? Ganz einfach:




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  • Es sind die Endverbraucher, die das Produkt am Ende auch benutzen. Ihre Kritik ist also ausschlaggebend für den Erfolg. Außerdem ist der Test dann nicht auf eine eingeschränkte Gruppe ausgerichtet, sondern wird unter realen Bedingungen an einer definierten Zielgruppe ausprobiert.
  • Ein weiterer Punkt betrifft die immer größere Vielfalt an elektronischen Endgeräten. Ob Smartphones, Tablets, Desktop-PCs oder Notebooks, die Geräte kommen von diversen Herstellern und sind in einer Vielzahl von Ausführungen erhältlich. Es ist für firmeninterne Tester quasi unmöglich, alle Versionen für die unterschiedlichen Betriebssysteme auszuprobieren. In der Crowd jedoch ist es realistisch, dass die allermeisten Geräte und Ausführungen abgedeckt sind. Der Kunde kann dabei alles in Echtzeit mitverfolgen und sieht sofort Ergebnisse. Wenige Tage später gibt es dann ein schriftliches Feedback vom Tester.
  • Auch für die Sicherheit auf den Testing-Plattformen ist gesorgt, da sich fast alle Testprodukte noch in der Entwicklungsphase befinden. Tester verpflichten sich bei TestBirds zur Verschwiegenheit. Bei besonderem Sicherheitsbedarf ist es zusätzlich möglich, auf eine gesicherte Server-Version zurückzugreifen, die jederzeit unterbrochen werden kann.

Nicht für Startups gedacht

Eine Einschränkung ist, dass sich Crowdtesting, im Gegenteil zu Crowdfunding oder Crowdlending, vor allem an mittelständische und große Unternehmen richtet.

Beim Crowdfunding/-lending geht es darum, zu möglichst günstigen Bedingungen Geld zu erhalten und auf Plattformen wie Kickstarter oder FundingCircle Investoren zu finden oder Kredite zu generieren.

Für Crowdtesting zahlt man hingegen bis zu mehrere tausend Euro. Dennoch ist Crowdtesting im Feld der digitalen Produktentwicklung eine attraktive Option, die Unternehmen den Test unter realen Bedingungen ermöglicht.

Foto: OpenClipart-Vectors / pixabay.com

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Dieses Fachmagazin richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, Selbständige und Existenzgründer, die nicht für jedes Thema eine Fachabteilung haben. Hier gibt es praktische Tipps zur Unternehmensführung, die selbständig umgesetzt werden können.

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