Existenzgründung
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Wie viel Kapital benötigt der Gründer eines Internet-Start-ups?

Start-ups

Die aktuellen Geschäftszahlen von Zalando zeigen, dass Start-ups innerhalb von wenigen Jahren mehr als nur profitabel sein können. Der 2008 in Berlin gegründete Online-Versandhändler für Mode und Schuhe erreichte im ersten Halbjahr dieses Jahres einen Nettoumsatz von mehr als einer Milliarde Euro. Viele Gründer und die, die es werden wollen, stellen sich an dieser Stelle die Frage, wie es das Start-up innerhalb weniger Jahre zu diesen Zahlen geschafft hat.

Start-up-Kapital ist meist geringer als man denkt

Jeder fängt Mal klein an. Wie klein ist aber klein? Die Rede ist vom Kapital, das Gründer eines Internet-Start-ups benötigen. Als Laie ist es immer schwierig, den Kapitalbedarf zu ermitteln, deshalb überschätzt man ihn gerne. Die weitverbreitete Meinung ist dabei, dass für eine Start-up-Gründung viel Kapital benötigt wird. Das wiederum führt dazu, dass Start-ups die richtige Strategie zur Kapitalauswahl und -findung unterschätzen.

Zukünftige Gründer sollten ihre Idee mit einem Proof of Concept zunächst testen. Mit einem Prototyp, der wenige hundert oder tausend Euro kostet, können sie testen, ob es einen Markt für das Produkt gibt. Gleichzeitig hilft das Kundenfeedback, das Produkt zu optimieren. Ein solcher Prototyp kann durchaus auch über eine Crowdfunding-Plattform wie Kickstarter oder Indiegogo finanziert werden.

Nach dem Proof of Concept beginnt erst die eigentliche Finanzierung des Wachstums. Wenn man Arbeitsloser ist, sollte der erste Anlaufpunkt die finanzielle Hilfe für Existenzgründerinnen und Existenzgründer von der Bundesarbeitsagentur sein. Das Arbeitsamt unterstützt mit dem Gründungszuschuss Arbeitnehmer, die ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer hauptberuflichen Tätigkeit beenden.

Grundsätzlich sollte man bei der Finanzierung möglichst wenig fremdes Kapital in Anspruch nehmen. Ein großes Investment bringt zwei Gefahren mit sich:

  1. Man gibt Anteile des eigenen Unternehmens frühzeitig ab.
  2. Die Versuchung, Geld zu verschwenden, ist groß.

Die Suche nach Investoren ist zeitaufwendig. Wichtig ist, dass man in diesem Zeitraum liquide genug ist, um die ersten beiden Jahre zu überleben.

Die Finanzierung ist der größte Fehler vieler Start-ups

Wenn es um Kapital geht, begehen laut Neil Rimer, Partner und Mitgründer von Index Ventures, viele deutsche Gründer große Fehler bei der Finanzierung. Das Genfer Wagniskapitalunternehmen hat unter anderem in erfolgreiche Start-ups wie Facebook, Soundcloud, Path und Skype investiert. Dieser frühe Fehler macht ein späteres Wachstum sehr schwierig. Rimer zufolge haben viele Gründer große Anteile an Investoren, häufig Family Offices und Business Angels, abgegeben. Diese haben jedoch nur wenig Erfahrung mit rapide wachsenden Start-ups sowie dem Venture-Capital-Finanzierungsmodell.

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Start-ups müssen sich also nicht nur die Frage stellen, wie viel Kapital sie benötigen, sondern auch, welche Finanzierung für sie die Beste ist. Nur so gelingt es ihnen, ihr junges Unternehmen sicher und rapide wachsen zu lassen.

Finanzielle Vorsorge früh sichern

Dass nicht jedes Start-up so erfolgreich wie Zalando wird, ist kein Geheimnis. Was aber bedeutet ein großer Fehltritt? Im schlimmsten Fall muss man das Arbeitslosengeld oder sogar Hart IV beantragen. Damit es erst gar nicht so weit kommt, haben Gründer die Möglichkeit, eine passende Lebensversicherung abzuschließen. Mit einer solchen Versicherung müssen sich Gründer nicht länger von einer drohenden Langzeitarbeitslosigkeit verunsichern lassen. Durch eine solche Unsicherheit sind Fehler praktisch vorprogrammiert.

Weniger Kapital, mehr PR?

Wenn es um viel Tamtam und Trara geht, macht es niemand besser als Kim Schmitz, auch bekannt als Kim Dotcom. Um diese Person rangen sich viele Schlagzeilen, meist eher negative. Doch auch negative Schlagzeilen sorgen für Aufmerksamkeit – so in etwa könnte das Motto von Kim Dotcom lauten. Der in Kiel geborene, mittlerweile aber Neuseeland anssäsige Internetunternehmer gründete den mittlerweile geschlossenen One-Click-Hoster Megaupload, welcher mittlerweile von Mega ersetzt wurde. Sein neuer Filehost sei eigenen Angaben zufolge das am schnellsten wachsende Start-up in der Geschichte des Internets. Zum Start des Dienstes registrierten sich mehr als 100.000 User in der ersten Stunde, so Kim Dotcom via Twitter.

twitter-tweet“ lang=“en“>100,000 registered users in less than 1 hour. Fastest growing startup in Internet history? #Mega

— Kim Dotcom (@KimDotcom) 19. Januar 2013

Mittlerweile hat Kim Dotcom einen neuen Dienst ins Leben gerufen. Der Launch des Musikdienstes Baboom sollte genauso pompös sein wie der von Mega, daraus wurde nichts und die Webseite wurde ganz unspektakulär online gestellt. Wer die Seite von Baboom aktuell besucht, hat Zugriff auf einige Artikel. Interessierte können eine Einladung zum frühzeitigen Zugang erhalten, alle anderen können die Features auf der Demoseite testen. Baboom soll in absehbarer Zeit mit iTunes und Spotify konkurrieren.

Ob die Pläne von Kim Dotcom aufgehen, wird die Zukunft zeigen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass kaum ein anderer ein Start-up so rapide anwachsen lassen kann wie er. Auch wenn seine Methoden für die meisten Gründer weniger interessant sein werden.

Foto: xuuxuu / pixabay.com

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