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E-Commerce wächst und verdrängt den Einzelhandel aus Kernbereichen

E-Commerce

Onlineshops machen dem Einzelhandel das Leben schwer. Bis 2020 könnte das Wachstum des E-Commerce das Aus für rund 50.000 Geschäfte bedeuten – bis dahin wird der Einzelhandel vermutlich 20 bis 40 Milliarden Euro Umsatz an den Online-Handel verlieren. Selbst in Geschäftsbereichen, in denen bisher der Einzelhandel dominierte, feiert der E-Commerce Erfolge.

Inzwischen kann man Dienstleitungen und Waren aus nahezu sämtlichen Produktsparten online bestellen: Seien es Sakkos für eine bald anstehende Feier bei Onlineshops wie Van Graaf, der Wocheneinkauf bei REWE, der per Mausklick nach Hause beordert wird, oder Zimmerpflanzen, die bei Evrgreen gekauft und als Päckchen geliefert werden. Bis vor wenigen Jahren waren viele solcher Geschäftsfelder noch fest in der Hand des Einzelhandels.

Ein Blick auf die Zahlen

Bereits im vergangenen Jahr kauften 98 Prozent der Bundesbürger ab 14 Jahren zumindest gelegentlich im Netz ein – das entspricht laut Bitkom einer Zahl von 54 Millionen Menschen. 77 Prozent kauften sogar mehrmals im Monat in Onlineshops ein und bescherten der Branche damit ein stattliches Umsatzwachstum. Besonders die steigende Häufigkeit der Online-Käufe deuten die Forscher als Zufriedenheitsmerkmal.

Die Gründe für einen Online-Kauf sind von Kunden zu Kunden sehr unterschiedlich: 71 Prozent der Befragten erklärten beispielsweise, dass ihnen die Unabhängigkeit von den Öffnungszeiten gefalle, 59 Prozent nannten wiederum günstiger Preise als ausschlaggebendes Kriterium. 56 Prozent hoben dagegen das große Sortiment von Onlineshops lobend hervor und 37 Prozent bestellen online, weil sie die Waren bequem bis an die Haustür geliefert bekommen wollen.

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Erfolg ist eine Frage der Geschwindigkeit

In einer Welt, in der stets alles verfügbar ist, sind Kunden ungeduldig geworden. Besonders im E-Commerce müssen Anbieter über eine ausgeklügelte Logistik verfügen und Waren nach Möglichkeit schon am Tag der Bestellung verschicken. Die Konkurrenz unter Online-Händlern ist schließlich groß und so können bereits kleine Nachlässigkeiten zu Umsatzverlusten führen. Geschwindigkeit ist besonders bei verderblichen Waren wie Lebensmitteln oder Topfpflanzen wichtig und notwendig, damit sich ein solches Geschäft überhaupt rentieren kann.

Laut einer Untersuchung der Pixi Software GmbH müssen Betreiber eines Onlineshops dabei vor allem über geschultes Personal und standardisierte Arbeitsabläufe verfügen, um möglichst wenig Zeit zwischen Bestellung und Versand zu verlieren. Bestellungen müssen zeitnah an die Logistikzentrale weitergeleitet und dort an die richtigen Stellen übergeben werden. Dabei sollten neue Bestellungen beispielsweise nur so lange bearbeitet werden, wie der Versand am gleichen Tag möglich ist. So kann man sicherstellen, dass Kunden, die rechtzeitig bestellen, ihre Waren frühestmöglich erhalten. Spätere Bestellungen können dann nachmittags bearbeitet und am Folgetag versandt werden. Das spart Zeit und Kunden erhalten ihre Waren schneller.

Foto: Peter H / pixabay.com

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Dieses Fachmagazin richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, Selbständige und Existenzgründer, die nicht für jedes Thema eine Fachabteilung haben. Hier gibt es praktische Tipps zur Unternehmensführung, die selbständig umgesetzt werden können.

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