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Berufliche Talente entdecken: Die Soft-Skills spielen die entscheidende Rolle

Berufliche Talente

Der große Goethe hat geschrieben: „Große Talente sind selten und selten ist, dass sie sich selbst erkennen.“

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Ein Satz, in dem viel Wahrheit steckt, vor allem vor dem Hintergrund, dass gerade Berufseinsteiger persönliche Interessen mit individuellem Talent verwechseln.

Macht der Job Spaß, wirst du nie arbeiten müssen

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Karriere-Coaches, Berufsberater und selbst Top-Manager bemühen allzu oft ein anderes Mantra: „Finde einen Beruf, der dir Spaß macht, und du wirst nie einen Tag im Leben arbeiten müssen.“ So eine Aussage mag beim Posten auf Sozialen Kanälen viele Likes bringen und absolut verlockend klingen, entspricht aber leider nicht dem aktuellen Forschungsstand.

Gegen Spaß bei der Arbeit ist absolut nichts einzuwenden. Haken an der Sache: Wer sich bei der Job-Wahl nur von seinen Interessen leiten lässt, wird früher oder später sehr wahrscheinlich in einer Sackgasse landen. Denn bei der Wahl des passenden Jobs gelten andere Gesetze als z. B. auf einem Dating-Portal, wo gemeinsame Interessen durchaus den Grundstock für eine erfüllte Liebe bilden können.

Talente bewusst realisieren

Studien belegen, dass es im Berufsleben anders läuft. Für den Erfolg im Job ist es wichtig, dass man wirklich beherrscht, was man macht. Ob man das auch gerne tut, ist demnach zweitrangig.

Das Problem ist nur, die eigenen Talente auch tatsächlich bewusst zu realisieren. Psychotherapeuten und Karriereberater haben dafür oft eine einfache Erklärung: „Wir sind da blind. Und das hat einen einfachen Grund: Die größten Fähigkeiten fallen uns so leicht, dass wir nicht einmal merken, dass wir überhaupt etwas tun. Und weil es uns so leicht von der Hand geht, denken wir: Das ist doch nichts Besonderes. Manche sind Verkäufer, andere Lehrer – sie wissen es nur noch nicht.“

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Schule leistet wenig Hilfe bei der Talentsichtung

Ein Vertriebstalent wird demnach gar nicht merken, dass er für den Beruf geboren ist, weil er sich einfach nicht vorstellen kann, dass andere Persönlichkeitsstrukturen durchaus Probleme haben, nach neun Absagen ein zehntes Mal motiviert zum Hörer zu greifen.

Theoretisch könnte die Schule helfen, Talente zum Vorschein zu bringen. Doch dort geht es meistens nur um Noten. Schüler werden eher dressiert, als dass bei ihnen verborgene Talente gefördert werden.

Entscheidend sind die Soft Skills

Noten gehören wie Stationen im Lebenslauf zu den Hard Skills. Viel entscheidender sind meistens jedoch die Soft Skills, die über Erfolg und Nichterfolg entscheiden. Dazu gehören:

  • Aufgeschlossenheit
  • Ehrgeiz
  • Gelassenheit
  • Hilfsbereitschaft
  • Konfliktfähigkeit
  • Kreativität
  • Neugier
  • Organisation
  • Pflichtbewusstsein
  • Risikobereitschaft
  • Selbstbewusstsein
  • Sorgfalt

Fähigkeiten, die in einem guten Assessment-Center relativ zuverlässig abgeklopft werden können.

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Aus Vergangenem lernen

Karriereberaterin Leitner fordert ihre Mandanten auf, bestimmte Episoden aus ihrem Leben aufzuschreiben. Daran ließen sich oft Fähigkeiten erkennen, die bislang im Verborgenen schlummerten.

Eine andere Methode ist das Sich-Inspirieren lassen. Das geht z. B. beim Stöbern in Stellenangeboten und den dazugehörigen Stellenbeschreibungen. Dort können Herausforderungen beschrieben werden, die triggern. Ein gutes Signal für eine erfüllte berufliche Zukunft, die natürlich auch Spaß machen darf.

Talent allein reicht nicht

Talent allein reicht übrigens nicht. In der Talentschmiede des FC Bayern München hat man z. B. die Erfahrung gemacht, dass es die Kicker mit dem größten Talent oft nicht bis in die erste Mannschaft oder sogar bis in die Nationalmannschaft schaffen.

Den größten Nachwuchshoffnungen fehlt aufgrund der sehr frühen Erfolge oft ein essenzieller Soft Skill: Ehrgeiz.

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Foto: Etienne Girardet / unsplash.com{/foto]

Kategorie: Personal & Weiterbildung

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Freier Journalist und Autor. Jahrelange Erfahrung in Führungspositionen (Print und Online). U. a. Büroleiter BILD, Chefreporter Hamburger Morgenpost, Ressortleitung und Chefredaktion TV Hören + Sehen, Chefredakteur WOM Magazin, stellv. Chefredakteur Metal Hammer, Objektleiter Wirtschaftsmedien online Heinrich Bauer Verlag.

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