Personal & Weiterbildung
Kommentare 1

Soft Skills – So wichtig sind soziale Kompetenzen für das Berufsleben

Soft Skills, soziale Kompetenz

Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Flexibilität – jeder wurde in Stellenausschreibungen schon mal mit diesen Schlagworten konfrontiert. Dahinter verbergen sich Soft Skills, also soziale Kompetenzen.

WERBUNG

Im Berufsleben spielen Soft Skills heutzutage eine entscheidende Rolle. Höchste Zeit, sich mit diesem Thema näher zu befassen. Welche Soft Skills gibt es? Welche Rolle spielen sie im Unternehmen? Kann man sie trainieren? Und wie unterscheiden sich Soft Skills von Hard Skills?

Wir schaffen Klarheit.

Welche Soft Skills gibt es?

WERBUNG

Im Gegensatz zu Know-how und harten Fakten, spielen bei Soft Skills „weiche“ Eigenschaften eine Rolle. Für Produktivität und den Erfolg eines Unternehmens sind Soft Skills unerlässlich. Deswegen achten Personaler in Bewerbungsgesprächen besonders darauf, welche Soft Skills Bewerber vorweisen können. Dabei wird in methodische, persönliche und in soziale Kompetenzen unterschieden.

Persönliche Kompetenzen

Alle Soft Skills, die sich auf die eigene Person beziehen, werden als persönliche Kompetenzen bezeichnet. Wie ist der Umgang mit einem selbst? Über welche Eigenschaften verfügt man?

Wie stark die persönlichen Kompetenzen ausgeprägt sind, zeigt sich zum Beispiel bei der Produktivität im Home-Office. Und wer sich nicht motivieren kann und über wenig Selbstdisziplin verfügt, hat nicht die richtige Einstellung für eine Selbständigkeit.

Nachfolgende Liste zeigt, welche persönlichen Soft Skills es gibt:

  • Eigeninitiative
  • Ehrgeiz
  • Selbstdisziplin
  • Engagement
  • Leistungsbereitschaft
  • Motivation
  • Belastbarkeit
  • Auffassungsgabe
  • Flexibilität
  • Stressresistenz
  • Selbstreflexion
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Leidenschaft
  • Neugierde
  • Selbstbewusstsein
WERBUNG

Soziale Kompetenzen

Wie verhalte ich mich im Umgang mit anderen Menschen? Bei allen zwischenmenschlichen Kontakten sind soziale Kompetenzen gefragt. Wer im Berufsalltag mit seinen Kollegen zusammenarbeitet, kann mit ihnen einen entscheidenden Beitrag zu einem guten Arbeitsklima leisten. In einigen Berufen werden auch bestimmte soziale Soft Skills vorausgesetzt, etwa emotionale Intelligenz in Pflegeberufen.

Hier eine kleine Auswahl sozialer Soft Skills:

  • Emotionale Intelligenz
  • Empathie
  • Konfliktfähigkeit
  • Kritikfähigkeit
  • Menschenkenntnis
  • Teamfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Durchsetzungsvermögen

Methodische Kompetenzen

Mit methodischen Kompetenzen gelingt es, Aufgaben und Probleme zu lösen und Neues zu erlernen. Vor allem bei Weiterbildungen und Fortbildungen sind einige methodische Kompetenzen gefragt. Deswegen gelten sie auch als Voraussetzung um Hard Skills erwerben zu können.

Unterschieden werden zum Beispiel folgende methodischen Soft Skills:

  • Frustrationstoleranz
  • Problemlösungskompetenz
  • Zielorientierung
  • Selbstmanagement
  • Zuverlässigkeit
  • Deduktion
  • Medienkompetenz
  • Organisationstalent
WERBUNG

Kann man Soft Skills trainieren?

Wie ausgeprägt die einzelnen Soft Skills bei jedem Einzelnen sind, hängt mit unserer Erziehung und unseren Erfahrung während der Kindheit und Jugend zusammen.

Wer zu wenig Durchsetzungsvermögen hat, gerne kommunikativer oder stressresistenter wäre, hat aber auch im Erwachsenenalter noch die Chance, seine Soft Skills zu trainieren. Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an passenden Seminaren und Kursen. So kann man in einem Soziale-Kompetenz-Seminar Soft Skills lernen und zum Beispiel an seinem Zeitmanagement arbeiten.

Für den beruflichen Erfolg sollte der Fokus bei solchen Seminaren auf

  • Kommunikationskompetenz und Rhetorik
  • Persönlichkeit und Außenwirkung
  • Gelassenheit im Berufsalltag
  • Kompetenzen in Konzepterstellung, Moderation und Präsentation

gelegt werden.

Diese Soft Skills sind im Berufsleben besonders gefragt

Einige Soft Skills sind im Berufsleben besonders gefragt. Für gewisse Positionen werden sie vorausgesetzt und sollen sicherstellen, dass der Mitarbeiter seinem Berufsalltag mit den nötigen Stärken begegnen kann. Je nachdem, welche Position man innerhalb des Unternehmens bekleidet, sind unterschiedliche Soft Skills gefragt.

Es gibt jedoch einige so genannte Business Skills, die jeder Bewerber oder Mitarbeiter haben sollte. Wir zeigen, welche das sind.

  • Anpassungsfähigkeit: Im Laufe seines Berufslebens eignet sich jeder eine Methode an, mit welcher er am effektivsten arbeitet und am besten mit seinen Kollegen klarkommt. Was bei der alten Arbeitsstelle funktioniert hat, muss aber bei der neuen nicht unbedingt die beste Methode sein. Sich neuen Situationen und Verhaltensweisen anpassen und sein Arbeitsverhalten gegebenenfalls verändern zu können, ist deswegen ein wichtiger Soft Skill.
  • Durchsetzungsvermögen: Echte Überzeugungskraft und Umsetzungsstärke sind vor allem in leitenden Positionen gefragt. Wer seine eigenen Interessen, Ziele und Absichten nicht nur wahrnimmt sondern sie auch verfolgt und für sie einsteht, wird als wertvolles Mitglied des gesamten Unternehmens angesehen.
  • Teamfähigkeit: Durchsetzungsvermögen und Teamfähigkeit müssen sich nicht ausschließen. Findet man ein gutes Mittelmaß zwischen beiden Business Skills und weiß geschickt mit entsprechenden Situationen umzugehen, ist man ein gern gesehener Bewerber. Zu Teamfähigkeit gehört auch, stoische Alleingänge zu vermeiden und konstruktiv mit seinen Kollegen zusammenzuarbeiten. Deswegen spielen bei der Teamfähigkeit Kommunikations-, Kritik- und Konfliktfähigkeit eine große Rolle.
  • Kommunikationsfähigkeit: Botschaften klar und deutlich formulieren und gleichzeitig die Signale seiner Mitmenschen richtig deuten – der Soft Skill Kommunikationsfähigkeit steht in fast jeder Stellenanzeige. Kein Wunder, wird dieser Business Skill im Berufsleben doch tagtäglich benötigt. Ob beim Gespräch unter vier Augen, bei der Zusammenarbeit mit Kollegen oder bei Kundengesprächen am Telefon, erst mit diesem Soft Skill ist ein tiefgründiger, produktiver Austausch möglich.
  • Eigeninitiative: Ein Mitarbeiter, der sich nur schwer aufraffen kann und wenig Antrieb aus sich selbst heraus zeigt, ist in Unternehmen nicht gerne gesehen. Zeigt man dahingegen Eigeninitiative, kann man selbständig handeln, bringt eigene Ideen ein, trifft zügig Entscheidungen und übernimmt für sein Handeln Verantwortung.
  • Belastbarkeit: Auch in Stresssituationen ruhig bleiben und besonnen handeln – gar nicht so leicht. Dieser Business Skill ist jedoch besonders wichtig, um Rückschläge verarbeiten und aus Fehlern lernen zu können. Als Grundvoraussetzung für Belastbarkeit gelten Selbstvertrauen, Durchhaltevermögen und Gelassenheit.
WERBUNG

Was sind Hard Skills?

Auch Hard Skills sind für den beruflichen Erfolg wichtig. Sie unterscheiden sich jedoch in wesentlichen Merkmalen von Soft Skills. Während Soft Skills langfristig anwendbar und berufsübergreifend sind, hängen Hard Skills nicht mit der Persönlichkeit und den Eigenschaften eines Menschen zusammen. Stattdessen gehören fachliche Kenntnisse, berufliche Qualifikationen und Berufserfahrung zu den Hard Skills.

Hard Skills werden im Laufe von Ausbildungen, Fort- und Weiterbildungen sowie durch Erfahrungen im Berufsalltag erworben. Gemeint sind also die fachlichen Fähigkeiten. Zu ihnen gehören Zertifikate, Fremdsprachenkenntnisse, Erfahrungen und berufliche Qualifikationen. Der Grundstein für die späteren Hard Skills wird während der Ausbildung und im Studium gelegt.

Fazit: Soft Skills dauerhaft trainieren

Für Erfolg und Zufriedenheit im Job sind Soft Skills unverzichtbar. Deswegen sollte man sich so früh wie möglich über eventuelle Defizite klar werden und damit beginnen, gezielt an seinen Soft Skills zu arbeiten.

Möglich ist dies übrigens nicht nur über Seminare und Schulungen. Am besten vertiefen kann man seine sozialen Kompetenzen im Alltag sowie bei Freizeitaktivitäten. In Seminaren wird einem jedoch das dafür erforderliche Werkzeug bereitgestellt.

Soft Skills, soziale Kompetenz

Pin it!

WERBUNG
Kategorie: Personal & Weiterbildung

von

Unternehmerhandbuch

Dieses Fachmagazin richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, Selbständige und Existenzgründer, die nicht für jedes Thema eine Fachabteilung haben. Hier gibt es praktische Tipps zur Unternehmensführung, die selbständig umgesetzt werden können.

1 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Wenn Du wissen möchtest, welche Daten wir beim Hinterlassen eines Kommentars speichern, schau bitte in unsere Datenschutzerklärung.