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Interim Manager: Chef auf Zeit mieten?

Interim Manager

Ein Interim Manager ist eine erfahrene Führungskraft, die für einen begrenzten Zeitraum ins Unternehmen kommt – um eine Vakanz zu überbrücken, ein Projekt zu steuern oder eine Krise zu managen.

Für KMU, die sich keine dauerhaft hochbezahlte Spezialkraft leisten können, ist das oft die kosteneffizientere Lösung.

Vielfältige Einsatzgebiete für Manager auf Zeit

Interim Manager sind, anders als Zeitarbeitnehmer, freiberufliche Führungskräfte. Sie kamen in vielen Unternehmen lange Zeit als eine Art vorübergehende Feuerwehr zum Einsatz. Sie übernahmen Führungsaufgaben, die dringend gelöst werden mussten und ein geeigneter Manager vorübergehend nicht zur Verfügung stand, beispielsweise aufgrund einer Kündigung, eines Todesfalls oder einer Erkrankung. Bis zur endgültigen Personalentscheidung verließ sich die Unternehmensführung auf einen Manager auf Zeit. Dabei handelt es sich um langjährig erfahrene Führungskräfte, die sich im jeweiligen Fachbereich bestens auskennen und über ausgeprägtes Spezialwissen verfügen.

Diesen Job übernehmen viele Interim Manager immer noch. Doch mittlerweile werden diese Chefs auf Zeit auf vielfältigere Art und Weise eingesetzt. Insbesondere zur Überbrückung von Vakanzen, aber genauso für Projekt- oder Change-Aufgaben setzen Unternehmer auf Fachkräfte von außen.

Ein Beispiel ist die Digitalisierung. Viele Unternehmen stellt dies vor große Herausforderungen. Mit einer temporären Führungskraft, die über das notwendige digitale Fachwissen verfügt, sind sie in der Lage, digitale Prozesse in die Arbeitsabläufe zu integrieren.

Weitere Einsatzbereiche sind beispielsweise:

  • Erschließung neuer Märkte
  • Restrukturierung
  • Strategiewechsel
  • Sanierung von Unternehmensteilen
  • Insolvenzverwaltung
  • Krisenmanagement
  • Neu- oder Umpositionierung

Das Interim Management ist nicht nur für Großunternehmen interessant

Interim Manager kommen in allen Führungspositionen zum Einsatz, beispielsweise im Bereich Finanzen, Vertrieb, Personal bis hin zur Vorstandsebene.

Dort füllen sie nicht nur eine personelle Lücke, sondern sie gelten in vielen Unternehmen als wertvolle Impulsgeber. Sie sind Außenstehende, die einen unvoreingenommenen Blick auf die Dinge haben. Damit sind sie häufig besser in der Lage, Probleme zu erkennen und neue Lösungswege aufzuzeigen. Unternehmen erhalten so die Möglichkeit, sich frisches Fachwissen einzukaufen, um fachliche Probleme kurzfristig zu lösen. Eine langfristige und damit kostspielige Bindung wird umgangen.

Führungskräfte auf Zeit bieten sich damit nicht nur für große Konzerne, sondern ebenso für kleine und mittelständische Unternehmen an. Diese sind meist nicht in der Lage, sich langfristig bestbezahlte und hoch spezialisierte Manager zu leisten.

Zwar wird der kurzfristige Einsatz der Führungskräfte besser bezahlt, jedoch kommen Chefs auf Zeit meist nur für wenige Monate zum Einsatz. Hat sich der gewünschte Erfolg eingestellt, dann trennen sich die Wege und die Führungskraft sucht sich neue Aufgaben. Damit verfügen sie über weitreichende Kompetenzen, von denen Unternehmen in vielerlei Hinsicht profitieren.

Zusammenarbeit zwischen internen Mitarbeitern und externer Fachkraft notwendig

Bevor sich ein Unternehmen dazu entscheidet, einen Chef auf Zeit zu mieten, sollte es jedoch prüfen, ob die jeweilige Fachkraft zum Unternehmen passt. Nachteile und Risiken sind zu bedenken. Denn immerhin handelt es sich um externes Personal. Das ist nicht mit den jeweiligen Unternehmensabläufen und Machtstrukturen vertraut. Dadurch können sich Komplikationen ergeben, die nicht zu unterschätzen sind.

Eine gute Zusammenarbeit von Mitarbeitern und dem externen Experten ist von Nöten. Das lässt sich nur erreichen, wenn eine gute Zuarbeit zwischen internen und externen Mitarbeitern stattfindet und Misstrauen durch einen mangelnden Informationsfluss nicht den Erfolg blockiert.

Chef auf Zeit – aber kein Fremder im Haus

Interim Management funktioniert nur, wenn das Unternehmen den externen Manager von Anfang an einbindet und mit den nötigen Informationen und Kompetenzen ausstattet. Wer einen Interim Manager holt und ihn dann isoliert arbeiten lässt, verschenkt den größten Teil des Potenzials. Die Zusammenarbeit mit den internen Mitarbeitern ist keine Nebensache – sie ist die Voraussetzung für den Erfolg.

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