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Wie können Geschäfte und Servicebetriebe vom Internethandel profitieren?

Internethandel
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Schon seit einigen Jahren verringern sich stetig die Umsätze des stationären Einzelhandels durch die immer größer werdende Online-Konkurrenz. Viele Experten prophezeien das Ende vieler Unternehmen, wenn sie nicht schnellstens anpassen. Denn der Onlinehandel steigert von Jahr zu Jahr seine Umsätze, wovon vor allem Internetriesen wie Amazon und Ebay profitieren.

Doch was kann man als Unternehmer dagegen tun und wie kann man trotz der großen Konkurrenz ein Stück vom Kuchen abbekommen?

Die großen Konzerne haben schon mit dem Umbau begonnen

Nehmen wir als Beispiel die Lebensmittelindustrie, wo der Anteil der online verkauften Ware noch sehr gering ist. Hier hat Amazon mit dem Service Fresh letztes Jahr gestartet und liefert seither in den deutschen Großstädten den Kunden Lebensmittel an die Haustür.

Rewe und Edeka haben dies nicht verschlafe und bieten denselben Service an, sowie auch einige Internetportale wie lebensmittel.de, food.de und ähnliche.

Doch Amazon ist auch hier schon wieder einen Schritt weiter, und hat in Amerika mit dem  ersten Geschäft, das keine Kasse mehr hat, gestartet. In dem Amazon Go Pilotprojekt, geht der Kunde mit seinem Smartphone in den Laden und scannt die Produkte ein, die er dann mitnimmt, und über sein Amazon Konto automatisch beim Verlassen des Shops bezahlt.

Introducing Amazon Go and the world’s most advanced shopping technology

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Doch auch bei den Lebensmittelriesen sieht man, dass sie mit der steigenden Konkurrenz zu kämpfen haben, im Beispiel des Verkaufs der Kaiser Märkte oder dem Aufkauf von Kaufhof von einer ausländischen Kaufhauskette.

Allein wie kann man sich als einfacher  Einzelhandel oder Unternehmer an die Marktgegebenheiten anpassen und sogar davon profitieren?

Stationärer Handel vs.  Online Geschäft

Es gibt jede Menge Möglichkeiten und Strategien, um sich im Kampf gegen die Konkurrenz im Internet durchzusetzen.

Einer der wichtigsten Punkte ist, dass man sich auf seine Stärken konzentrieren muss und den Kunden etwas anbieten kann, was er derzeit im Internet noch nicht findet. Dies sind der persönliche Kontakt, sowie das Kauferlebnis, denn ein Preiskampf mit Anbietern aus dem Internet wird man über kurz oder lang aller Wahrscheinlichkeit nach verlieren.

Mit einer persönlichen und vor allem auch kompetenten Beratung eines sympathischen Verkäufers, kann man bei den meisten Kunden punkten. Bei der Chatfunktion, die viele Onlineshops mittlerweile zur Verfügung stellen, kann man sich zwar mit einem Mitarbeiter des Onlineanbieters direkt unterhalten, jedoch kann dies einem Gespräch von Auge zu Auge noch lange nicht das Wasser reichen. Daher muss die Beratung des Kunden so gut sein, dass er später sogar seinen Freunden und Bekannten von dem kompetenten und sympathischen Verkäufer bzw. Experten erzählt.

Neben der Beratungsdienstleistung, sollte auch eine Serviceleistung angeboten werden, um es dem Kunden schwieriger zu gestalten die Preise zu vergleichen, die er schlimmstenfalls  gleich Vorort  am Handy vorführt. Hier kann man verlängerte Garantien oder Pakete mit Service und Zubehör schnüren und zusätzliche Dienstleitungen anbieten.

Dienstleistungen und Service anbieten und anpassen

Nehmen wir hier als Beispiel eine Autowerkstatt. Die Werkstätten weigern sich hier größtenteils aus dem Internet bestellte Ersatzteile einzubauen.

Dies ist einerseits verständlich, da die Autoteile eine nicht zu vernachlässigende Einnahmequelle der Werkstätten sind. Die Verkaufspreise inkl. Händleraufschlag sind meist um ein vielfaches teurer als die Ersatzteile die bequem über das Internet bestellt werden.

Hierbei handelt es sich nicht um  sichtbare Teile der Karosserie, denn auf diese herrscht immer noch ein Patent der Autohersteller, sondern um Bremsen, Keilriemen, Leuchtmittel, Reifen, Scheibenwischer, die man problemlos von jedem Hersteller bekommt, und ähnliches.

All das kauft mittlerweile nahezu jeder zweite Autofahrer in Deutschland im Internet, doch viele Werkstätten wollen diese auf Grund der Haftung nicht einbauen. Jedoch sind die Mechaniker nur haftbar für Schäden die bei nicht sachgemäßem Einbau entstanden sind, und nicht bei Fehlern an den Ersatzteilen.

Weigert sich nun eine Werkstatt dem Kunden seine mitgebrachten Teile einzubauen, dann macht sie nicht nur kein Geschäft mit Ersatzteilen, sondern verdient natürlich auch nichts mit dem Einbau. Daher bieten mittlerweile viele freie Werkstätten, im Gegensatz zu den meisten Markenwerkstätten, auch diesen Kunden ihren Service an.

Denn hierbei geht es nicht nur um die Gewinnung von neuen Kunden für den Werkstattservice, sondern vielmehr um Kundenbindung. Diesen Kunden können vor allem Markenwerkstätten im späteren Verlauf einen Neu- oder Gebrauchtwagen anbieten und dadurch ihre Einnahmen steigern.

Des Weiteren können dem Kunden in der Zukunft auch Rabatte für Autoteile und zusätzliche Garantien angeboten werden, wenn die Teile über die Fachwerkstatt bezogen werden.

Bietet man dem Kunden keine Alternativen an, dann wird dieser Kunde mit Sicherheit nicht noch einmal vor der Tür stehen. Ein unfreundliches „Nein, so etwas machen wir mit Sicherheit  nicht!“, kann sogar dafür sorgen, dass der potentielle Kunde vielleicht so darüber verärgert ist, dass er auch in  seinem Bekanntenkreis darüber spricht und dann weitere mögliche Klienten lieber zu der Konkurrenz gehen.

Um eine Werkstatt zu finden, die diesen Service anbietet, muss der Kunde auch nicht lange suchen, denn auch dies kann er bei Vergleichsseiten ganz schnell im Internet finden.

Zusammenfassend kann man sagen, dass durch das Geschäft im Internet mit Sicherheit die eine oder andere Einnahmequelle wegfällt oder sich zumindest verringert. Ist man jedoch kreativ und bietet denn bestmöglichen Service für den Kunden an, dann hat es nicht so eine große Auswirkung.

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