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Wie niedergelassene Händler von der Online-Welle profitieren können

Online-Monitor

Nichts wächst im bundesweiten Einzelhandel so rasant wie Online-Umsätze. Das zeigt der jüngst vorgelegte Report „Handel digital Online Monitor 2018“ vom Handelsverband Deutschland HDE.

Demnach verzeichnete der Online-Handel in 2017 ein Wachstum von 10,5 Prozent und Umsatzzuwächse von bis zu fünf Milliarden Euro. Das Online-Marktvolumen beträgt mittlerweile 48,9 Milliarden Euro. Das sind 9,5 Prozent des bundesdeutschen Einzelhandels-Umsatzes von 513 Milliarden Euro.

Nach Auffassung des HDE wird er Anteil der Online-Umsätze in diesem Jahr auf nahezu 54 Milliarden Euro steigen und die 10-Prozent-Marke überspringen. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 lagen die Online-Umsätze im Einzelhandel bei 1,3 Milliarden Euro.

Nur ein professioneller Online-Shop bindet Kunden

Diese Entwicklung macht es auch für den stationären Handel immer überlegenswerter, das Geschäft auf den Online-Sektor zu erweitern. Der HDE-Report zeigt, wie erfolgreich niedergelassene Händler damit sein können.

So kommt der Online-Monitor zu dem Schluss, dass das Umsatz-Wachstum des stationären Handels über Online-Angebote erstmals über dem Wachstum reiner Online-Anbieter lag. Eine aussichtsreiche Perspektive.

Doch sind für Händler ein professioneller Online-Auftritt und die ansprechende Gestaltung eines Online-Shops unabdingbar. Der Online-Shop ist das digitale Schaufenster. Übersichtlichkeit des Angebots und eine einfache Navigation durch den Shop sind ebenso wichtig wie die Auffindbarkeit im Netz durch die richtige Suchmaschinen-Vernetzung.

Alles das sind Punkte, die mit einer Online Marketing Checkliste abgearbeitet werden sollten. Nur eine professioneller Online-Auftritt konvertiert, mach Seitenbesucher also auch zu Käufern.

Immer mehr Senioren shoppen online

Laut dem HDE Online Monitor gewinnt das Smartphone für Online-Umsätze immer mehr an Bedeutung. Die mobilen Geräte haben sich zum wichtigsten Zugang für Online-Kunden entwickelt. Ein Online-Auftritt, der nicht für Mobile-Zugänge optimiert ist, bleibt daher schon kurzfristig erfolglos.

Was es daneben noch zu beachten gilt, etwa in Bezug auf die Produktfotografie, ist sehr anschaulich hier nachzulesen.

Viele stationäre Händler schrecken immer noch vor der Einrichtung eines Online-Shops zurück. Oft mit Trotz-Argumenten. „Meine Kundschaft ist älter und nicht so online-affin“, heißt es da etwa gerne.

Doch diese Händler verschenken unnötig Umsatz und Wettbewerbsfähigkeit. Das Argument stimmt nämlich nicht. So offenbart der HDE-Report, dass der Anteil der über 60jährigen Online-Shopper im Berichtszeitraum um 44 Prozent gewachsen ist. Ein weit überdurchschnittliches Wachstum in dieser Alterskohorte, stellt man dem entgegen, dass die absolute Zahl der Online-Shopper nur um sieben Prozent gewachsen ist.

Doch Online-Kunden sind gute Kunden: Die Zahl der Online-Bestellungen wuchs um 17 Prozent.

Das Online-Geschäft zeigt neue Wachstums-Branchen

Auch Branchen, die früher noch weniger vom Online-Boom profitierten, rücken nun zunehmend ins Feld der digitalen Kundschaft. Hauptumsatzbringer sind immer noch die Branchen Mode & Accessoires und Consumer Electronics mit je einem Viertel des Gesamtumsatz-Volumens. Stark ist auch der Bereich Freizeit & Hobby mit rund 15 Prozent der Online-Umsätze.

Als starke Wachstumsmärkte hat der HDE-Report aber außer schnelldrehenden Artikeln des täglichen Bedarfs die Bereiche Wohnen & Einrichten sowie Heimwerken & Garten ausgemacht.

Gerade im Hinblick auf ältere Kunden und deren Service-Ansprüche könnte sich das Online-Geschäft für Lebensmittel-Händler lohnen. Natürlich machen die Nonfood-Branchen mit einem Online-Umsatzanteil von 14 Prozent den weit überwiegenden Brocken im Online-Handel aus. Aber der Food-Bereich (Gesamthandelsumsatz 179 Milliarden Euro) wächst online überdurchschnittlich stark. So übersprang der Online-Anteil an den Umsätzen 2017 erstmals die 1-Prozent-Marke.

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