Management & Controlling
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Das Unternehmenssteuerungs-Modell

Unternehmenssteuerung

Wie können Sie wieder den Überblick über Ihre Ideen gewinnen?

Geht es Ihnen auch so: In Ihrem Kopf entstehen fortwährend neue Ideen, wie Sie Ihr Unternehmen erweitern können, wie Sie Ihre Produkte weiterentwickeln können, welche weiteren Wege Sie einschlagen können und noch vieles mehr? Und irgendwie herrscht da Wirrwarr, da man gar nicht weiß, worauf man sich zuerst konzentrieren soll. Oder in welche Richtung das Ganze gehen soll. Die Gedanken drehen sich fleißig im Kreis.

Wie kann man nun einen roten Faden in diese vielen Ideen bringen? Wie kann man sich auf die wichtigsten Punkte konzentrieren ohne die anderen Themen aus dem Blickwinkel zu verlieren und ohne einen aufwendigen Businessplan erarbeiten zu müssen?

Ein Modell zur Unternehmenssteuerung sollte den Überbau für jedes Unternehmen darstellen.

Vor Unternehmensgründung und zu Beginn eines jeden neuen Geschäftsjahres sollten Sie folgende Überlegungen anstellen, um sich klar zu werden, in welche Richtung Sie streben und was Ihr Unternehmen ausmacht:

1.    Entwickeln Sie Ihre Vision.

  • Welches langfristige ggf. auch persönliche Ziel wollen Sie mit dem Aufbau des Unternehmens erreichen?
  • Wie sehen die langfristigen Ziele und der Zweck des Vorhabens aus?
  • In welchem Zeitraum sollen die o.g. Ziele erreicht werden?
  • Wollen Sie die Ziele alleine oder in Zusammenarbeit mit Dritten erkämpfen?
  • Welche Erwartungen sollen erfüllt werden?
  • Welches Einkommen soll erzielt werden?

2.    Legen Sie Ihre Fünf-Jahres-Strategie fest.

  • Beschreiben Sie die langfristig geplanten Verhaltensweisen Ihres Unternehmens zur Erreichung ihrer Ziele.
  • Wie sollen mittelfristige (2-4 Jahre) oder langfristige (4-8) Unternehmensziele erreicht werden?
  • Wie wird die Umsetzung gesichert?

3.    Setzen Sie sich Ziele für das nächste Jahr.

Überlegen Sie sich, was Sie im nächsten Jahr tun müssen, um die bereits erarbeitete Strategie bzw. Ihre Vision erfüllen zu können. Definieren Sie:

  • Wer,
  • Was,
  • bis wann,
  • wie und
  • wo umsetzen soll.
  • Stellen Sie sich die Frage, wie die entstehenden Kosten gedeckt werden?

Vereinbaren Sie mit sich konkrete Unternehmensziele, um Ihre Idee erreichen zu können. Sollten mehrere Akteure an der Erreichung beteiligt sein, können Sie die Ziele in einem weiteren Schritt in Teilziele für jeden einzelnen aufteilen.

4.    Beschreiben Sie Ihr Unternehmen.

  • Wann haben Sie Ihr Unternehmen gegründet?
  • Wo sind der Sitz und ggf. weitere Standorte des Unternehmens?
  • Wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie?
  • Welche Kunden-Zielgruppe sprechen Sie an?
  • Welche Produkte bzw. Dienstleistung bieten Sie an?
  • Mit welchen Partnern und/oder Kooperationen arbeiten Sie zusammen?
  • Üben Sie weitere soziale, politische etc. Engagements aus?

5.    Stellen Sie ein Geschäftsmodell auf.




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  • Überlegen Sie sich zunächst, wer Ihre Zielgruppe ist.
  • Im zweiten Schritt definieren Sie, welche Produkte sie den einzelnen Zielgruppen anbieten.

6.    Beschreiben Sie Ihre Produkte.

Beschreiben Sie nun für jedes Produkt bzw. Dienstleistung, welche Inhalte dahinter stecken.

7.    Erstellen Sie eine Wertschöpfungsanalyse.

  • Welche Leistungsprozesse, mit denen Sie das Geld verdienen, führen Sie aus?
  • Welche unterstützenden Prozesse benötigen Sie in Ihrem Unternehmen, um die Produkte herzustellen bzw. die Dienstleistung ausführen zu können?
  • Welche Leistungen beziehen Sie von externen Dienstleistern?

8.    Analysieren Sie Ihren Wettbewerb.

  • Auf welchem Markt sind Sie tätig?
  • Mit welchen Mitbewerbern stehen Sie im direkten Konkurrenzkampf?
  • Über welche Vorteile verfügen Ihre Leistungen gegenüber dem Mitbewerber?
  • Welchen Preis erheben Sie für Ihr Produkt und ist dieser marktkonform?

9.    Überlegen Sie sich Ihre Stärken-Schwächen-Chancen-Risiken.

  • Welche Stärken haben Sie, Ihr Unternehmen, Ihre Produkte?
  • Welche Schwächen können Sie erkennen?
  • Welche Chancen werden Ihnen geboten?
  • Welche Risiken können entstehen?

10.  Erstellen Sie einen Plan, welche nächsten Schritte Sie angehen müssen.

Nachdem Sie nun genau wissen, welche Ziele Sie erreichen wollen und wie Ihre Produkte, Ihr Markt und Ihre Chancen stehen, sollten Sie sich überlegen, welche Schritte Sie im nächsten Quartal umsetzen wollen. Diese Seite sollten Sie zu einem Projektplan werden lassen, so dass Sie immer wieder nachvollziehen können, ob Sie die oben erstellte Planung auch wirklich in die Tat umsetzen.

Anhand dieser Überlegungen sollten Sie auf der einen Seite in der Lage sein, eine Idee, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu formen bzw. reifen zu lassen. Auf der anderen Seite machen Sie sich jedoch auch klar, was Sie alles bedenken müssen, um Ihre Idee erfolgreich umsetzen zu können.

Sie können sich auf jeden Fall sicher sein, Sie haben Ihre Gedanken nun endlich geordnet auf den Punkt gebracht.

Und hierbei wünsche ich Ihnen viel Erfolg und Spaß bei der Umsetzung!

Die Autorin

Anne von BrockhausenAnne von Brockhausen gründete Anfang 2009 in Köln NORM.KONFORM und unterstützt als Prozess- und Qualitätsmanagementberaterin kleine sowie mittelständische Unternehmen. Zusätzlich arbeitet sie als Auditorin für nationale Zertifizierungsstellen.

Hinsichtlich der Prozesse eines Unternehmens deckt NORM.KONFORM die komplette Bandbreite von der allgemeinen Unternehmensoptimierung bis hin zum Qualitätsmanagement nach der DIN EN ISO 9001 ab.

Für die „Kölner Freiwilligen Agentur“ begleitet sie derzeit den Aufbau der gemeinnützigen Genossenschaft Fundus im Kölner Norden. Bei den „Verantwortungspartnern für die Region KölnBonn“ baut sie gemeinsam mit anderen Unternehmen das Themenfeld „Soziale Balance“ auf.

Sie erreichen die Autorin brockhausen@norm-konform.de oder im Internet unter www.norm-konform.de.

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

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