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Arbeitnehmerüberlassung vs. klassische Personalvermittlung: Chancen für Unternehmer!

Personalvermittlung Arbeitnehmerüberlassung

Personalvermittlung, Arbeitnehmerüberlassung und Personalberatung: Auch wenn auf den ersten Blick die Unterschiede nur schwer zu erkennen sind, definiert jedes einzelne Modell eine ganz bestimmte Form der Anstellung und Arbeit.

Zu Unrecht werden einzelne Arbeitsmodelle mit Dumping-Preisen, schlecht qualifizierten Arbeitskräften und wirtschaftlicher Ausbeutung gleichgesetzt. Dabei bieten sich Arbeitnehmern und Arbeitgebern entscheidende Vorteile, die den Kern und den grundlegenden Unterschied aufgreifen.

Worin besteht der Unterschied zwischen Personalvermittlung und Arbeitnehmerüberlassung?

Der grundlegende Unterschied zwischen der klassischen Personalvermittlung und der Arbeitnehmerüberlassung liegt im Zuständigkeitsbereich als solches.

So wird die Personalvermittlung mit dem Zweck betrieben, einen passenden Mitarbeiter im Rahmen eines Auftrags für ein Unternehmen zu finden. Der entsprechende Mitarbeiter wird vom Unternehmen eingestellt. Der Vermittler erhält hingegen eine Provision.

Im Gegensatz  geht ein Angestellter oder Mitarbeiter im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung nur für eine bestimmte Zeit zu einem Unternehmen, um dort einer vereinbarten Tätigkeit nachzugehen. Er wird im Endeffekt nicht vom entsprechenden Unternehmer eingestellt. Dieses zahlt lediglich an den Vermittler bzw. an die Arbeitnehmerüberlassung eine entsprechende Summe, die einem festen Tagessatz entspricht.

Es ist nicht ganz einfach, diese beiden Themenbereiche sauber voneinander zu trennen, da ihre Übergänge zumeist fließend verlaufen. So verbinden zahlreiche Firmen gleich beide Modelle miteinander, um sich die Rosinen aus der Vermittlung heraus zu picken. So wechselt der Mitarbeiter bei dem einen Modell das Unternehmen und bei dem anderen bleibt er weiterhin beim Arbeitsvermittler angestellt.

Was ist das Grundprinzip der Arbeitnehmerüberlassung?

Alternativ zur Arbeitnehmerüberlassung kursieren unterschiedliche Begriffe, wie zum Beispiel Personalverleih oder Personalüberlassung, wobei allesamt dasselbe bezeichnen. Der Mitarbeiter geht zu einem Dritten, ohne den eigentlichen Arbeitgeber zu wechseln. Laut Aussage der  Agentur für Arbeit ist dieses Modell genehmigungspflichtig – sprich, diese Form der „geliehenen Arbeit“ ist vertraglich zu regeln.

Wobei es für die Erlaubnis und Genehmigung Ausnahmen gibt. Überlässt man zum Beispiel Arbeitnehmer in ein und demselben Wirtschaftszweig, um womöglich eine Entlassung oder eine Kurzzeit zu vermeiden, können weiterführende Probleme abgewendet werden.

Ebenfalls nicht genehmigungspflichtig ist die Überlassung innerhalb eines Konzerns, vorausgesetzt der Arbeitnehmer wurde nicht einzig und allein zu diesem Zweck eingestellt. Im Rahmen von Gemeinschaftsunternehmen, die zum einen in Deutschland und zu meinen im Ausland ihren Sitz haben, können Arbeitnehmer im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung genehmigungsfrei den Standort wechseln.




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Häufig kommt es im Bereich des Handwerks zum Einsatz dieses Modells, was auf die wechselnde Auftragslage zurückzuführen ist. Den eigentlichen Unterschied ist also in der Vertragsform zu finden.

Die Vorteile für den Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Unternehmer benötigen manchmal nur zeitweilig qualifizierte Arbeitskräfte und Mitarbeiter zur Unterstützung, ob das nun auf zeitlich begrenzte Projekte oder Elternzeitvertretung abzielt. Mit Hilfe von Partnern, wie z.B. der Arbeitnehmerüberlassung Hofmann Personal, können sie über die Personalüberlassung auf Engpässe auf dem freien Arbeitsmarkt reagieren, ohne dabei die Arbeitsplätze der Mitarbeiter zu gefährden.

Mitarbeiter hingegen haben die Gelegenheit, in Kontakt mit lukrativen und interessanten Arbeitgebern zu treten, um ihren eigenen Erfahrungsschatz in spannenden Projekten erweitern zu können. Projektarbeit bietet den Vorteil in sich, das Portfolio der Arbeitnehmer auszubauen, sich zu spezialisieren und somit auf dem Arbeitsmarkt interessanter darzustellen. Darüber hinaus birgt dieses Modell auch die Chance, im Rahmen der Projektarbeit dauerhaft angestellt und übernommen zu werden.

Geringes Risiko und hohe Flexibilität

Unternehmer profitieren von der Arbeitnehmerüberlassung im Sinne des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Denn sie vermeiden den Aufwand zahlloser Vorstellungsgespräche und besetzen gezielt die freien Arbeitsplätze mit ausgebildeten und spezialisierten Fachkräften. So gibt man die Personalsuche in andere Hände und erspart sich den Verwaltungsaufwand.

Nicht zu unterschätzen ist auch das geringe Risiko, dass Verleiher und Unternehmer mit diesem Modell eingehen. Unternehmer profitieren von einem enormen Pool an Bewerbern, maximaler Flexibilität und einem unkomplizierten Einsatz. Das gilt auch für die Transparenz der Kosten, die das Kundenunternehmen einfach und übersichtlich kalkulieren kann.

Schlussendlich entfallen auf den jeweiligen Einsatz Tagessätze oder der Stundenverrechnungssatz. Die Vermittler tragen hingegen die Lohnnebenkosten und Ausfallzeiten. Dabei spielt es nicht einmal eine Rolle, wie lange Mitarbeiter im Einsatz sind, da diese Verträge über Wochen bis hin zu Jahren andauern.

Headhunting: Personalberater in Action

In diesem Zusammenhang trifft man auch auf den Bereich des Headhuntings. Dabei handelt es sich um das Abwerben von Mitarbeitern aus konkurrierenden Firmen, was aber vornehmlich auf gehobene Geschäftsetagen zutrifft. Insbesondere für Stellen, die schwierig zu besetzen sind, hat sich diese Taktik in den USA schon als üblicher Standard durchgesetzt.

Potenziale & Zukunftsaussichten für Unternehmer und Angestellter

Der Fokus auf der Arbeit und der Anstellung liegt heute auf einer maximalen Flexibilität und der Chance, sich dem stetig verändernden Arbeitsmarkt perfekt anzupassen. Unternehmern und Arbeitnehmern ist damit geholfen, sich die Vorteile aus den einzelnen Modellen herauszuziehen, um gestärkt aus einem Projekt, einer Kooperation und einem Arbeitsvertrag hervorzugehen.

Es ist anzunehmen, dass sich die Arbeitsmodelle und Anstellungen auch in den kommenden Jahren drastisch verändern – hin zu einem autonomen und selbstbestimmten Arbeiten, das vermutlich auch reichlich Potenzial für die aktuellen Arbeitsformen innehat.

Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de

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