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Berufshaftpflicht-Versicherung sichert Gründern Existenz und Kreditwürdigkeit

Berufshaftpflicht-Versicherung
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Deutschland erfreut sich einer anhaltend stabilen Gründerszene. Nach Erkenntnissen des Bundeswirtschaftsministeriums wagen jährlich über 300.000 Menschen den Schritt ins Unternehmertum. Die weitaus meisten bieten Dienstleistungen an – sehr oft in der IT-, Web- oder Marketing-Branche und anderen verwandten Beraterleistungen.

Leider scheitern viele Gründer schon nach recht kurzer Zeit. Manchmal war die Geschäftsidee nicht marktreif oder das Vorhaben unzureichend finanziert. Oft aber liegt es an branchenspezifischen Haftungsrisiken, die es bis vor wenigen Jahren noch gar nicht gab und gegen die sich viele Unternehmer nicht abgesichert haben. Eine Direkt-Berufshaftpflicht-Versicherung sichert dabei nicht nur die persönliche Existenz. Sie garantiert auch eine bessere Bonität bei kreditgebenden Banken und Investoren.

Es gibt für alles eine Erklärung – auch für den Bankrott

Selbst das beste Start Up schlittert mit vollen Auftragsbüchern in die Insolvenz, wenn sich das Risiko einer größeren Datenpanne realisiert. Beim Aufspielen eines Software-Updates löscht ein selbständiger IT-Berater versehentlich die gesamten Kundendaten eines Unternehmens. Oder er legt ein Buchungssystem lahm. Oder den Server, der eine vollautomatische Fertigungsstraße steuert.

Die Studie „Cost of Data Breach“ des Ponemon Institute bezifferte 2011 die durchschnittlichen Kosten deutscher Unternehmen bei einem totalen Datenverlust mit 3,4 Millionen Euro – für Wiederherstellung, Produktionsausfall, Kunden-Kommunikation, entgangene Gewinne, Imageverlust.

Ohne eine Versicherung kann sich ein kleiner Start-Up-Unternehmer in solchen Fällen schon mal mit den Bedingungen für die Abgabe einer Eidesstattlichen Versicherung vertraut machen. Solche Datenpannen werden verursacht durch Fahrlässigkeit oder Fehlbedienung, in gleicher Zahl aber auch durch kriminelle Hacker– oder Virenangriffe.

Umso erschreckender ist, dass laut einer Umfrage der Versicherungswirtschaft 98 Prozent der befragten Unternehmen nicht gegen Risiken der Online-Kriminalität versichert sind. 28 Prozent der Unternehmen arbeiten gar ohne systematische Backup-Sicherungen. Das ist so, als würde man auf die Feuerwehr verzichten, in der Hoffnung, dass es niemals brennt.

Bei Versicherung auf spezifische Branchenrisiken achten

Es müssen nicht immer Millionenschäden sein. Auch kleinere Pannen können existenzbedrohende Schadensersatzforderungen auslösen, die den Auftragswert weit überschreiten. Eine Berufshaftpflicht-Versicherung ist daher gerade für Gründer keine Option, sondern eine Pflicht.

Der selbständige Grafiker verpatzt ein Firmenlogo und alle Drucksachen und Prospekte müssen eingestampft werden. Der Marketingprofi hat bei seiner Produkt-Kampagne schlecht recherchiert. Leider ist der originelle Name für den Joghurt auf einem Auslandsmarkt ein sexistisches Schimpfwort. Der Web-Designer nimmt statt der letzten Abfahrt den Rettungshubschrauber und liefert zu spät – leider fordert der Kunde eine Vertragsstrafe. Der Werbetexter verletzt fremde Markenrechte. Leider klagt der Rechteinhaber auf Schadensersatz.

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Unternehmer müssen bei einer Berufshaftpflicht ganz besonders die Leistungsmerkmale beachten. Eines der wichtigsten für selbständige IT-Unternehmer ist, dass sogenannte echte Vermögensschäden abgedeckt sind. Gerade in IT-Haftungsfällen sind Vermögensschäden oft nicht Folge eines Sachschadens. Viele Versicherungspolicen decken aber nur sogenannte unechte Vermögensschäden ab, die aus vorangegangenen Sach- oder Personenschäden resultieren. Beispiel: Der IT-Berater zerstört die Festplatte, infolge dessen gehen Daten verloren.

Eine maßgeschneiderte Berufshaftpflicht sollte neben gesetzlichen Schadensersatzansprüchen auch vertragliche abdecken, typischerweise für Schäden durch Verzug. Auch Forderungen wegen Verletzung von Schutz-, Urheber- und Persönlichkeitsrechten oder auch Geheimhaltungspflichten sind für manche Branchen unerlässlich. Ebenso sollten Vermögensschäden durch diebische oder betrügerische Mitarbeiter abgedeckt sein. Die Berufshaftpflicht von Hiscox* übernimmt sogar die Kosten für eine strafrechtliche Verteidigung.

2 Kommentare

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    Eine Berufshaftpflichtversicherung schütz auch dann, wenn die Forderungen Dritter nicht berechtigt sind. Das bedeutet, dass eine berufliche Haftpflichtversicherung mehr oder weniger einen indirekten Rechtsschutz zu bieten hat.

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