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Der Tresor – Schutz gegen die Panzerknacker oder mehr?

Tresor

Das sicherste und auch bekannteste Mittel, um Bargeld oder Wertgegenstände vor dem Zugriff unberechtigter Personen zu schützen, ist der Tresor. Die Panzerknacker und ihre unermüdlichen Versuche den Geldspeicher von Dagobert Duck auszurauben kennt wohl jeder, oder?

Aber machen Tresore, Geldspeicher, Panzerschränke u.ä. heute eigentlich noch Sinn? Und für wen? Gold & Schmuck hat ja nicht jeder im Büro liegen…

Ich habe mich ein bisschen bei meinen Kunden umgehört und festgestellt, dass in fast jedem Büro ein Safe vorhanden ist, der auch genutzt wird. So werden z.B. zum Schutz von Bargeld oder Wertgegenständen, aber auch für die geschützte Unterbringung von Waffen, Daten, Dokumenten, medizinischen Präparaten und Chemikalien die unterschiedlichsten Sicherheitsschränke verwendet.

Allgemein denkt man beim Begriff des Tresors an einen großen, schweren und eher unästhetischen Metallriesen. Dies hat sich in den letzten Jahren aber deutlich geändert. Je nach Anforderung werden die unterschiedlichsten Modelle verwendet.

Der Tresorraum

Dort, wo größere Geldbeträge oder auch extrem wertvolle Gegenstände gelagert werden, empfiehlt sich natürlich ein Tresor, der schon in der Planungsphase des Gebäudes mit eingerechnet wird. Diese Art von Tresoren nimmt in der Regel den Platz eines Raumes und in speziellen Fällen gar den eines ganzen Gebäudekomplexes ein. Dies ist beispielsweise bei größeren Filialen von Geldinstituten der Fall.

Der Panzerschrank

Ein hohes Eigengewicht, das viele immer noch dem Tresor ankreiden, trifft nur in bestimmten Fällen zu – nämlich dort, wo es Sinn macht. Daher werden diese schweren Tresore dort eingesetzt, wo man durch diese Erschwernis einem möglichen unerlaubten Abtransport entgegenwirken will – natürlich zusätzlich der bereits verbauten technischen Einbruchssicherungen. Diese meist freistehenden Geldschränke werden verwendet, wenn der Einbau eines festen Tresors aufgrund der höheren Kosten nicht rentabel scheint, oder wenn das Gebäude es aufgrund der statischen Verhältnisse nicht zulässt – oder wenn einfach kein Platz für ein größeres Modell zur Verfügung steht.

Der Stahl- oder Wertschutzschrank

Neben diesen Schwergewichten gibt es auch eine große Auswahl an Tresoren, die durch ihre hohe Sicherheit bei relativ geringem Gewicht für höchstmöglichen Schutz sorgen – konzipiert nach ihren jeweiligen Einsatzanforderungen.

Für Hotelzimmer und Privatwohnungen werden eher kleine Tresore verwendet, die in Möbeln oder Schränken eingebaut oder auch in Wänden und Böden eingelassen sind.

Aber auch verschiedene Speziallösungen wurden in den letzten Jahren erforderlich.

So wurden per Gesetz beispielsweise Spezial-Tresore benötigt, die nur für die Aufbewahrung von Betäubungsmitteln benutzt werden. Des Weiteren muss für die korrekte und gesicherte Lagerung von bestimmten Chemikalien eine gesonderte Art von Tresoren verwendet werden.

Der Deposit-Tresor

Sogenannte Einwurf-Tresore finden Anwendung bei Autovermietern für die Schlüssel der Kundenfahrzeuge und natürlich auch bei Banken, die so Bareinzahlungen auch außerhalb der Öffnungszeiten ermöglichen. Daher sind diese Art Tresore auch als Nachttresore bekannt.

Der Vorteil dieser Tresore, die auch Deposit-Tresore genannt werden, liegt darin, dass beauftragte Personen zwar Wertgegenstände oder Bargeld in Geldbomben einwerfen können, aber nicht die Möglichkeit haben, etwas aus dem Tresor zu entnehmen.

Der Daten- oder Mediensafe

Auch im Bereich der Datensicherung hat sich seit der zunehmenden Verwendung von Computern und Datensicherungsystemen einiges getan. So gibt es speziell für die Sicherung von Daten entwickelte Tresore, die neben dem Schutz vor Diebstahl auch weitere Schutzeinrichtungen vorweisen müssen. So müssen diese Tresore den Inhalt auch vor besonderen Einflüssen von außen schützen: Vor Bränden, Überschwemmungen, Erdbeben, Explosionen und auch Magnetismus. Diese Tresore müssen ein besonderes Testverfahren bestehen, um die Zulassung als Datensafe zu erhalten.

Der Dokumentenschrank

Aber auch in anderen Bereichen müssen bestimmte Tresore ähnliche Sicherheitseigenschaften garantieren, wie zum Beispiel im Bereich der Dokumentensicherung.

Der Waffenschrank

Ein weiterer erwähnenswerter Bereich ist die Aufbewahrung von Waffen aller Art. Laut Gesetz ist jeder Waffenbesitzer verpflichtet, diese in einem für Unbefugte nicht zugänglichen Waffentresor zu verschließen.

Fazit

Bei diesem großen Angebot von Tresoren ist es ratsam, sich vor der Anschaffung gründlich über die Anforderungen an den gewünschten Tresor zu informieren. Denn leider kommt es oft vor, dass aus Gründen der Sparsamkeit oder einfach auch aus Unwissenheit eine falsche Entscheidung getroffen wird, die im Nachhinein das Vielfache des anfangs Ersparten kostet.

Auch die Rücksprache mit der Versicherung ist sinnvoll, denn je nach Sicherheits-Stufe kann die Versicherungsprämie für die im Tresor gelagerten Wertsachen deutlich günstiger werden ;-)

Foto: Konstantin Sutyagin / shutterstock.com

2 Kommentare

  1. Avatar
    Saroaff sagt

    Wenn Sie auf der Suche nach einem Tresor sind, dann kann ich nur die folgende Seite empfehlen. Da finden Sie alles was Sie über Tresore wissen müssen ( Sicherheitsstufen, Feuerfest oder nicht feuerfest, Waffentresor oder Geldkassetten usw.).

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