Existenzgründung, Finanzen & Buchhaltung
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Factoring für Existenzgründer – Start-Ups sichern Liquidität

Factoring Rechnung

In den meisten Fällen steht Existenzgründern zu Beginn der Geschäftstätigkeit nur wenig Kapital zur Verfügung. Dies muss ausreichen, um erste Anschaffungen zu tätigen, um überhaupt die Aufnahme des Geschäftsbetriebes zu ermöglichen.

Zwar gibt es unter anderem mit Bankkrediten eine Finanzierungsmöglichkeit, allerdings besteht ein Problem oft darin, dass Existenzgründer aus Sicht zahlreicher Kreditinstitute noch keine ausreichende Bonität haben. Unter diesen Voraussetzungen kann insbesondere das Factoring für Existenzgründer eine gute Finanzierungslösung darstellen.

Warum profitieren gerade Existenzgründer vom Factoring?

Factoring beinhaltet bekanntlich den Ankauf von Forderungen, insbesondere durch eine Factoring-Gesellschaft. Für Existenzgründer ist diese Finanzierungsvariante besonders interessant. Das liegt vor allem daran, dass durchweg kurzfristige Liquidität zur Verfügung steht. Zudem müssen keine Sicherheiten gestellt werden und es muss keine Bilanz existieren, die eine Auskunft über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens gibt. Stattdessen wird beim Factoring einfach die jeweilige Forderung an die Factoring-Gesellschaft verkauft und der Existenzgründer erhält im Gegenzug den entsprechenden Rechnungsbetrag abzüglich einer Gebühr.

Eine mögliche Alternative zum Factoring wäre neben dem mit sehr strengen Genehmigungskriterien versehenen Bankkredit der Lieferantenkredit. Allerdings ist es bei Lieferanten wie bei Banken, nämlich das junge Unternehmen noch kein Vertrauen geschenkt wird. Daher müssen Rechnungen in aller Regel sofort beglichen werden oder alternativ räumt der Lieferant nur ein äußerst kurzes Zahlungsziel ein.

Da sowohl Bankkredit als auch Lieferantenkredit in vielen Fällen nicht praktikabel sind, ist das Factoring für Existenzgründer besonders interessant.

Statistik: Umsatzvolumen der deutschen Factoring-Branche von 2003 bis 2018 (in Millionen Euro) | Statista

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Welche Voraussetzungen müssen Start-Ups erfüllen?

Die Finanzierungsvariante Factoring stellen verschiedene Factoring-Unternehmen zur Verfügung. Dabei hat jede Factoring-Gesellschaft ihre eigenen Voraussetzungen, die vom jeweiligen Existenzgründer erfüllt werden müssen.

Zu den wichtigsten Voraussetzungen, die so oder ähnlich bei den Factoring-Unternehmen zu erfüllen sind, zählen:

  • Start-Up ist seit sechs Monate oder länger am Markt
  • Umsatzerlöse betragen mindestens 5.000 Euro monatlich
  • Factoring Volumen beträgt regelmäßig mindestens 2.000 Euro im Monat
  • Der Existenzgründer war schon vorher im gleichen Geschäftsbereich tätig

Diese Voraussetzungen sind allerdings sehr individuell, sodass es stets sinnvoll ist, sich bei der jeweiligen Factoring-Gesellschaft im Detail zu erkundigen.

Welche Vorteile beinhaltet Factoring für Gründer?

Einige Vorteile, von denen insbesondere Existenzgründer bei der Finanzierungsvariante Factoring profitieren, wurden bereits genannt. Darüber hinaus sichern sich Start-Ups durchweg ein ausreichendes Maß an Liquidität und zudem verbessern sie ihre Eigenkapitalquote. Dies ist darauf zurückzuführen, dass offene Forderungen aus der Bilanz gestrichen werden, sodass ein höherer Eigenkapitalanteil besteht.

Letztendlich führt die dann vorhandene Liquidität zu einer Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, weil zum Beispiel notwendige Investitionen getätigt werden können.

Fazit: Factoring als gute Finanzierungslösung für viele Existenzgründer

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass Factoring für Start-Ups und Existenzgründer eine sehr interessante Finanzierungsform ist. Der Erhalt der Liquidität, der wesentlich leichtere Zugang zu dieser Finanzierungsform als bei einem Bankkredit und auch bei einem Lieferantenkredit sowie die verbesserte Eigenkapitalausstattung sind nur einige Vorteile, von denen Gründer profitieren können.

Wichtig ist es jedoch, ein zuverlässiges Factoring-Unternehmen mit guten Konditionen zu finden. Mitunter ist es sinnvoll, ein Fullservice-Factoring zu nutzen, sodass der der Anbieter auch das Debitorenmanagement übernimmt.

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