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Imagefilme: Warum die Selfie-Variante keine so gute Idee ist

Imagefilm

Für die Halbzeitpause des Super Bowls, dem Olymp der Werbewelt, dürfte es nur in den allerseltensten Fällen reichen. Aber wer nicht unbedingt US-Präsident werden will, hat andere Möglichkeiten, sich kostengünstig in Szene zu setzen.

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Mit einem Imagefilm in sozialen Netzwerken oder auf der eigenen Website.

Sparen am falschen Ende

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„Das bekommen wir auch mit Hausmitteln hin. Dafür brauchen wir keinen Profi.“ Ein immer noch verbreiteter Trugschluss junger Unternehmensgründer, wenn es darum geht, einen Imagefilm zu produzieren. Schließlich verfügt heute praktisch jeder Siebtklässler über ein Smartphone mit HD-Kamera. Für die anschließende Filmbearbeitung gibt‘s ein großes Angebot an zum Teil sogar kostenlosen Apps.

Selbst um Server-Performance und -Kapazität muss sich niemand Gedanken machen. Filme lassen sich kostenlos auf YouTube und den sozialen Medien hochladen.

Imagefilme transportieren Philosophie und Wertvorstellungen

Zugegeben, die Verlockung ist groß, das Corporate Image der eigenen audiovisuellen Kreativität anzuvertrauen. Der Imagefilm als Selfie. Doch das kann schnell nach hinten losgehen.

Imagefilme, diese Erkenntnis hat sich längst durchgesetzt, sind heute ein wichtiges Format, um Philosophie und Wertvorstellungen der eigenen Person oder des eigenen Unternehmens in die Zielgruppe zu transportieren. Das ist wichtig, um sich auf einem weltweit transparenten Markt zu positionieren oder abzuheben.

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Geschäfte macht man lieber mit Sympathieträgern

Preis ist wichtig, Qualität ist wichtig, schnell verfügbar sein soll’s auch.

Und was noch?

Es macht mehr Spaß, mit Leuten Geschäfte zu machen, die sympathisch sind, die eine visionäre Idee verfolgen – oder vielleicht auch nur die Welt ein kleines bisschen besser machen wollen mit ihrer Arbeit, ihrem Produkt oder ihrem Engagement.

Emotionaler Überbau

Genau dafür gibt es den Imagefilm. Er kann auch eingesetzt werden, um qualifizierte Mitarbeiter für das eigene Unternehmen zu gewinnen oder einer aktuellen Kampagne einen emotionalen Überbau zu geben.

Er kann in der digitalen Welt wirken wie das freundliche Wort im Zeitschriften-Kiosk, das uns dazu bringt, uns in eben diesem Verkaufstand mit den Kleinigkeiten des Alltags einzudecken und dafür sogar einen kleinen Umweg in Kauf zu nehmen.

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Vier Grundsätze für den Imagefilm

Das kann ein Imagefilm aber nur, wenn er folgende vier Grundsätze beherzigt:

  • Glaubhafte Story
  • Angemessene Emotionen
  • Fesselnde Dramaturgie
  • Richtige Ansprache

Natürlich spielt auch die vielbeschworene Authentizität eine große Rolle. Noch ein Argument also für die Selfie-Variante? Klares Nein. Das Gestalten von Medieninhalten ist wie das Mauern eines Hauses eine handwerkliche Tätigkeit, und für die gilt wie auf dem Bau: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Der eigenen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt

Längst hat sich neben klassischen Werbe-Agenturen und Website-Architekten deswegen ein Anbieter-Markt für Imagefilme etabliert. Agenturen, die sich darauf spezialisiert haben, den Aufmerksamkeits-Erfordernissen der jeweiligen Zielgruppe Futter zu liefern.

Profis zu engagieren bedeutet bei einem Imagefilm keineswegs, den eigenen Witz oder die eigene Originalität aus dem Projekt rauszulassen. Wer zum Frisör geht, hat in der Regel auch schon grobe Vorstellungen, wie er danach aussehen will. Es ist dann aber Sache der Haarstylisten, eigene Ideen einzubringen und die Kombination daraus in einem perfekten Schnitt umzusetzen.

Je länger der Besuch, umso höher das Ranking

Das muss alles andere als ein Schnitt von der Stange sein. Wenn Polit-Blogger Rezo sich eine blaue Strähne unter die Mütze klemmt, signalisiert das: Ich bin kein Flanell-Männchen aus der Bundespressekonferenz.

Beim Imagefilm ist alles erlaubt, was das Image transportiert. Je besser das Ergebnis, desto besser auch die Positionierung in den Suchergebnissen von Google. Denn dort gilt: Je länger der Visit, desto höher das Ranking.

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Kategorie: Marketing & Vertrieb

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Holger Schöttelndreier

Freier Journalist und Autor. Jahrelange Erfahrung in Führungspositionen (Print und Online). U. a. Büroleiter BILD, Chefreporter Hamburger Morgenpost, Ressortleitung und Chefredaktion TV Hören + Sehen, Chefredakteur WOM Magazin, Objektleiter Wirtschaftsmedien online Heinrich Bauer Verlag.

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