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Namensfindung trotz 1,3 Millionen geschützter Markennamen

Namensfindung Markenname
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Allein in Deutschland kommen jedes Jahr rund 25.000 neue Produkte auf den Markt. Nur die wenigsten können sich für längere Zeit halten, die meisten sind bald wieder aus den Regalen verschwunden.

Neben der Qualität des Produkts und einer guten Werbekampagne ist die Wahl des Markennamens entscheidend für Erfolg oder Flop.

Erfinder als Namensgeber

In früheren Zeiten wurden Firmen häufig nach den Eigentümern benannt, Produkte nach ihren Erfindern.

Cottlieb Daimler, Adam Opel und Ferdinand Porsche verbindet jeder automatisch mit Autos, Werner Otto und Josef Neckermann mit Versandhandel. Hans Riegel aus Bonn (Haribo) kochte die ersten Gummibärchen in seiner Wohnung. Carl Tchilling verkürzte seinen Namen und das Wort Bohne zur Kaffeerösterei Tchibo. Die Hausfrau Melitta Bentz bastelte aus Löschpapier den ersten Filter.

Generische Markennamen (Deonyme)

Wer als Erster mit einer neuen Idee auf den Markt kommt, der hat im Idealfall sogar die Chance, dass sein Markenname zum Oberbegriff für bestimmte Produkte wird.

Man spricht von Tesafilm, auch wenn der durchsichtige Klebestreifen von einem anderen Hersteller stammt. In Deutschland steht Tempo für Papiertaschentücher, in den USA Kleenex. Q-tips sind das Synonym für Wattestäbchen. Und wer auf der guten alten Schreibmaschine Fehler korrigierte, der verwendete Tipp-Ex.

Namensfindung heute

In der heutigen Zeit ist die Namensfindung weitaus komplizierter. Viele natürliche Begriffe sind längst besetzt, also greift man immer häufiger zu Fantasienamen. Für hochwertige und global vertriebene Produkte werden Spezialagenturen beauftragt. Bei einem neuen Auto kann das 100.000 € und mehr kosten.

Teuer sind auch Firmennamen, besonders, wenn ein bekanntes Unternehmen den Namen wechselt, der mit einer breiten PR-Kampagne ins Bewusstsein gerückt werden muss.

Die Ruhrkohle AG tat sich z.B. schwer, überhaupt einen neuen Namen zu finden. Die von ihr gesponserten Trikots von Borussia Dortmund zierte eine Zeit lang ein Ausrufungszeichen. 2007 wurde es dann durch Evonik Industries ersetzt. Im selben Jahr wurde aus der KarstadtQuelle AG die Arcandor AG.

Markennamen schützen

Namen sind geistiges Eigentum. Damit kein Nachahmer sie verwenden kann, lässt man sie beim Deutschen Patentamt eintragen. Dessen Markenregister verzeichnet rund 1,3 Millionen Namen, die für den Gebrauch in Deutschland geschützt sind.

Möglich ist auch ein EU-weiter oder globaler Schutz. Den benötigen zum Beispiel Parfüm, Pharma- und Autohersteller.

Fehler bei der Namenswahl

Wird die Bedeutung eines Namens nicht ausreichend geprüft, kann es zu peinlichen Missdeutungen kommen. Das Schlafmittel Phanodorm etwa hört sich auf Italienisch „fa no dorm“ an, was so viel heißt wie „macht keinen Schlaf“. Und das Auto Pinto hat in Brasilien einen schlechten Beigeschmack. Darunter versteht man „kleines männliches Geschlechtsteil“.

Hilfe bei der Namensfindung

Was also tun, wenn man dringend einen Namen braucht aber weder der Erfinder noch eine gute Idee zur Verfügung stehen? Neben der Beauftragung einer Spezialagentur gibt es z.B. die Möglichkeit auf designenlassen.de die Namensfindung an über 15.200 Designer auszuschreiben.

Online kann man ganz einfach einen Auftrag zur Namensfindung für Firma oder Produkt einstellen und ab 129 EUR geht’s dann auch schon los. Und die Kunden? Also die Macher von MeinStartup.com sind super zufrieden mit ihrem neuen Logo von designenlassen :-)

3 Kommentare

  1. Avatar

    Hallo Frau Lorenz,
    toller Artikel. Wie das schöne lateinische Sprichwort „nomen est omen“ (= der Name ist ein Zeichen) schon sagt, ist der Name gerade beim Verkaufen von großer Bedeutung und sollte sorgfältig gewählt werden, da viele Begriffe in einer anderen Sprache oder einem anderen Land eine andere Bedeutung haben.
    Viele Grüße
    Claudia Dieterle

  2. Pingback: Namensfindung trotz 1,3 Millionen geschützter Markennamen | Heikes Projekte

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