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SEO – die Basics der Suchmaschinenoptimierung

Suchmaschinenoptimierung

In den letzten Wochen habe ich mit viel mit dem Thema SEO (Search Engine Optimization) beschäftigt, da die Besucherzahlen hier im Unternehmerhandbuch seit Januar leicht zurückgehen. Das kann ich natürlich nicht einfach so hinnehmen und habe daher versucht, meine Position in den Google Suchergebnissen (SERP – Search Engine Ranking Position) zu verbessern, da immer noch die meisten Besucher (rund 80% im April) via Google-Suche zum Unternehmerhandbuch finden.

Hier eine Übersicht der aus meiner Sicht wichtigsten Tipps, die ich aus meinem Netzwerk und den Medien erhalten habe.

SEO – was ist das?

Bei der Suchmaschinenoptimierung geht es darum, in den Google (oder Bing etc.) Suchergebnissen möglichst weit vorne aufzutauchen, da die meisten User nur die Links der Suchergebnisse auf der ersten Seite anklicken. Wer auf Platz 11 der Suchergebisse landet und somit auf der zweiten Seite erscheint, wird vermutlich gar nicht mehr gesehen, da rund 90% der Klicks sich auf die SERPs 1 – 10 verteilen, d.h. auf Seite 1 der Google Suche. SEO Optimierung ist also mehr als sinnvoll!

Traffic by Rank

Quelle: http://training.seobook.com/google-ranking-value

Der meiste Traffic wird sowieso vom erstplatzierten Link abgegriffen, nämlich rund 42,13%. Auch im Unternehmerhandbuch kann ich dieses Klickverhalten deutlich nachvollziehen.

Grundsätzlich unterteilt man Search Engine Optimization in die Bereiche on-page und off-page. D.h. es geht um die Optimierung der Website und ihres Codes selbst (on-page) und die Maßnahmen außerhalb der Seite (off-page). Das Ziel: die Google Suche optimieren.

On-page optimization

Was kann man an der eigenen Website verbessern, damit sowohl der menschliche Leser als auch Google diese als wertvoll und lesenswert einstufen? Das führt dann nämlich meist automatisch zu einer Verbesserung der SERPs.

Keywords

Keywords helfen sowohl dem Leser als auch Google heraus zu finden, worum es eigentlich geht. Daher sollte man sich gut überlegen, was das Hauptthema einer Seite bzw. eines Beitrags ist und die entsprechenden Keywords auch verwenden. Aber Vorsicht, der Text muss immer noch leserlich bleiben. Google merkt es, wenn ein Text zu häufig das gleiche Keyword enthält und straft diese Seiten ab. SEO Experten raten zu einer Keyword-Dichte von maximal 3%.

Ich finde auch das noch fast zu viel, denn es liest sich oft nicht mehr schön. Denn nicht zu vergessen der menschliche Leser, an diesen sollte man immer zuerst denken, wenn man einen Text für die eigene Seite erstellt. Wenn sich ein Text flüssig liest und seine Kernaussage transportiert, kann man so falsch eigentlich gar nicht liegen!

Überschriften

Auch hier verhält sich Google sehr ähnlich dem menschlichen Online-Leser. Dieser scannt Texte gerne zunächst durch und macht sich anhand der Überschriften ein Bild vom Inhalt. Erst dann entscheidet er, ob er den Text wirklich lesen möchte oder zur nächsten Seite weiter klickt. Da ist das Leseverhalten im Internet ein wenig anders als bei einem Buch, mit dem wir uns gemütlich aufs Sofa setzten und erst nach mehreren Seiten entscheiden, das wir ein Buch dann doch aus der Hand legen werden. Diese Zeit nimmt sich er der Online-Leser nicht, daher muss anhand der Überschriften schnell der Inhalt des Textes zu erfassen sein und den Leser anziehen. Sonst ist er weg.

Auch Googles Searchrobot verhält sich so. Wenn er nicht anhand der Überschriften (die mit H1, H2 usw. gekennzeichnet werden) direkt erkennt, dass der Text für ein bestimmtes Keyword relevant ist, dann ist er wieder weg und die Seite nicht in den Suchergebnissen bzw. erst weiter hinten zu finden.

Wichtig: pro Seite immer nur eine H1-Überschrift verwenden. Bei WordPress ist das standardmäßig die Blog-Post-Überschrift. Alle weiteren Überschriften mit H2 / H3 / H4 usw. kennzeichnen, je nach Hierarchie-Ebene.

URL

Stichwort: sprechende URL. Google und der Leser wollen erkennen, um was es geht. Schön also, wenn die Domain bzw. URL das schon verrät ;-)

https://Das-Unternehmerhandbuch.de ist eindeutig, oder?

Bilder

Für Bilder gilt das gleiche, wie für den Text: Beschreibung und ALT-Text sollten einen Bezug zum gewählten Thema haben. Das macht es Google und dem Leser einfacher zu verstehen, worum es geht. Außerdem pusht Google die Bilder-Suche und man wird vielleicht über ein gut gewähltes Bild gefunden.

Meta Tags

Meta Tags sagen Google und damit auch dem Suchenden, zu welchem Thema ihr schreibt. Die wichtigsten sind title tag und description tag.

Das sieht dann in den Suchergebnissen so aus:

title tag & description tag

title tag & description tag

So sieht der Suchende gleich in den Suchergebnissen, was der Inhalt des verlinkten Dokuments ist.

Page Speed

Page Speed ist einer der technischen Faktoren, die bestimmen, wie gut die Website von Google indexiert wird. Aber auch der menschliche Leser möchte nicht gern lange warten, bis sich eine Seite aufbaut. Da können schon ein paar Millisekunden über das Ranking ein den SERPs entscheiden!

Das Unternehmerhandbuch hat da aktuell noch großes Verbesserungspotential, wie ich im Beitrag Page Speed optimieren geschildert habe.

Verlinkung

Links, Links, Links. Sie funktionieren wie Wegweiser und führen sowohl den Leser als auch Google durch die Seite. So kann man sich von einem Beitrag zum nächsten hangeln und das ganze Angebot entdecken. Eine gute interne Linkstruktur scheint zudem ein Google-Ranking-Faktor zu sein, aber bei Google weiß man das ja nie so genau, was nun wirklich zählt. Dem menschlichen Leser hilft es aber auf jeden Fall, die für ihn interessanten Seiten des eigenen Webauftritts zu finden.

Off-page optimization

Bei der off-page Optimierung geht es um alle Techniken, die dazu führen, dass die eigene Seite besser im Netz vernetzt wird.

Linkbuilding ist das große Stichwort. D.h. es geht darum, von anderen relevanten Seiten verlinkt zu werden. Man muss sich diese externen Links wie Empfehlungen vorstellen. Je mehr man davon hat, desto besser. Und je relevanter die verlinkende Seite ist, umso mehr zählt so ein Link dann auch.

Aber Obacht, Verlinkungen von Seiten, die Google als minderwertig einstuft, können auch zu Punktabzug führen. Daher sollte man die Links, die auf die eigene Website verweisen gut unter Kontrolle halten z.B. mit den Google Webmaster Tools.

Natürlich kann man auch selbst etwas dafür tun, das andere Seiten auf die eigene Website verweisen. Hier nur eine kleine Auswahl möglicher Maßnahmen:

  • Kommentare in Foren oder auf anderen relevanten Seiten hinterlassen
  • Gastartikel veröffentlichen
  • Social Bookmarking
  • Listeneinträge in Branchenverzeichnissen
  • Google Places
  • Artikelverzeichnisse
  • und und und…

Hier muss jeder selbst entscheiden, wo sich die eigene Zielgruppe rumtreibt und dann versuchen, dort ebenfalls präsent zu sein. Ein guter Tipp sind auch „Frage“-Portale, wie z.B. www.gutefrage.net. Wer hier gute Antworten gibt, kann mit vielen neuen Lesern rechnen.

Fazit

Es reicht nicht eine schöne Seite ins Netz zu stellen, man muss auch dafür sorgen, dass diese gefunden werden kann.

Letztlich sind die o.g. Maßnahmen aber alle nur dann erfolgreich, wenn der Leser nach dem Klick auf den Link auch wirklich findet, was er suchte. Findet er nicht den erwarteten Inhalt, wird der Leser die Seite schnell wieder verlassen, sie weder weiter empfehlen, noch verlinken und auch Google achtet mittlerweile auf die Absprungraten und bezieht diese in die Bewertung mit ein.

Also: ohne guten und relevanten Content kann man sich die ganze Mühe sparen!

3 Kommentare

  1. Pingback: SEO – die Basics der Suchmaschinenoptimierung | Heikes Projekte

  2. Sehr schöne Übersicht, vor allem zur Onpage Optimierung.

    Ich denke, dass vor allem die interne Verlinkung von vielen sehr vernachlässigt wird. Auch da sollte man nach Möglichkeit die Keywords des jeweiligen Artikels verwenden. Das hat auch Matt Cutts vor kurzem in einem Video gesagt, dass er das nicht als Problem sehen würde, wenn man das so macht. Bei externen Links ist das etwas anders, weil es dann unnatürlich aussehen würde, wenn in jedem Link das Keyword vorkommt. Intern ist das aber anscheinend kein Problem.

    Ein gutes Beispiel ist Wikipedia. Gefühlt erscheint ein Link zu Wikipedia bei Hauptkeywords zu 99% irgendwo in den ersten drei Positionen in der Googlesuche. Und die verlinken intern immer mit dem Hauptkeyword des jeweiligen Artikels. Ich schätze, die guten Positionen in den Suchmaschinen haben zum Teil auch damit zu tun.

    • Heike

      Hallo Martin,
      Danke für die Blumen!
      Für die interne Verlinkung nutze ich das WordPress-Plugin „Automatic SEO Links“, dann hat man nicht so viel Arbeit ;-)

      Viele Grüße
      Heike

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