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Unternehmensgründung – das erste eigene Büro

Büro

In der modernen Dienstleistungsgesellschaft findet die produktive Arbeit im Kopf statt. Anstelle eines riesigen Fuhr- oder Maschinenparks bestehen die Arbeitsmittel in jungen Unternehmen häufig nur noch aus Computer und Telefon – viel Platz braucht es für die Arbeit im Kopf schließlich nicht.

Das führt insbesondere bei jungen Unternehmen oder solchen, die noch in der Gründungsphase stecken dazu, dass das erste Büro in den eigenen vier Wänden eingerichtet wird. Anfangs ist das meist nicht schlimm, jedoch wird dieses Arrangement mit steigender Mitarbeiterzahl vor immer neue Anforderungen gestellt.

Anfängliche Improvisation

Es ist in den wenigsten Fällen damit getan, in der eigenen Wohnung eine Ecke für den Arbeitsplatz einzurichten. Für den Kundenkontakt von Angesicht zu Angesicht ist es nicht sonderlich empfehlenswert, das Gespräch zwischen Küchentisch und Herd zu führen. Und sobald Mitarbeiter im Spiel sind, reicht ein kleines Arbeitszimmer in der eigenen Wohnung nicht mehr als Basisstation aus.

Wer Wohnen und Arbeiten kombinieren möchte, muss entsprechende Voraussetzungen erfüllen. Zum Beispiel muss ein separater Eingang gegeben sein, wenn Kunden und Angestellte nicht täglich durch die Privaträume spazieren sollen. Außerdem gibt es von Seiten des Gesetzgebers Arbeitsschutzauflagen hinsichtlich der Mitarbeitertoiletten, der Brandschutzbestimmungen, Pausenraumgestaltung usw.

Spätestens wenn das Unternehmen sichtbar abfängt zu wachsen, reicht die Privatwohnung nicht mehr aus. Ein richtiges Büro muss her.

Kompetenz und Professionalität ausstrahlen

Das richtige Büro für das eigene Unternehmen zu finden, ist eine spannende und aufregende Aufgabe. Das ist mitunter gar nicht so einfach, insbesondere dann, wenn man als junge Firma die eigene Entwicklung noch nicht wirklich abzuschätzen vermag.

Worauf es ankommt ist, dass man einen Ort findet, an dem man als Team gut zusammenarbeiten und jeder seinen Tätigkeiten am effektivsten nachkommen kann. Dafür muss man sich zum einen klar darüber werden, welche Anforderungen an das zukünftige Büro gestellt werden, zum anderen, was man sich mit dem vorhandenen Budget leisten kann. Ein Blick ins Netz verschafft einen ganz guten Überblick über das Angebot in den unterschiedlichen Preiskategorien. Der Standort des Büros spielt bei der Wahl der Räumlichkeiten eine ebenso wichtige Rolle wie die Ausstattung.

Aus Kundensicht hinterlässt ein eigenes Büro, separiert von privaten Wohnräumen, immer einen professionelleren Eindruck als alles andere. Und darum geht es doch letztendlich. Jedes Unternehmen will als professionell und kompetent wahrgenommen werden und dazu gehört es in vielen Branchen eben auch, über eigene Büroräume zu verfügen.

Eine Chance für alternative Konzepte

Es lohnt sich aber gerade für kleine und junge Unternehmen mit unkonventioneller Arbeitskultur, auch über alternative Arbeitsorte nachzudenken. Auch wenn die Privatwohnung des Chefs als Unternehmensstandort für Mitarbeiter nicht ideal ist, das Home Office hat durchaus seine Vorteile.

Wobei es in Sachen Effektivität auf den einzelnen Mitarbeiter ankommt, denn nicht jeder ist für die Arbeit am heimischen Arbeitsplatz geeignet. Erfahrene „Heimarbeiter“ und Freelancer schätzen die Flexibilität, die ihnen der Telearbeitsplatz ermöglicht. Wer sich für seine Tätigkeit sehr konzentrieren muss, kann ohne Ablenkung durch Kollegen effektiver arbeiten – andererseits fällt das Abschalten dafür oftmals schwerer.

Auch Co-Working-Spaces sind für kleine, wissensbasierte Firmen eine Überlegung wert. Sie sind relativ preisgünstig und haben verkürzte Kündigungsfristen. Ein weiterer Vorteil: Co-Working-Spaces sind wahre Netzwerkschmieden. Man teilt sich Tisch und Bank mit anderen Unternehmern, was sich durchaus befruchtend auf die eigene Arbeit auswirken kann. Nachteil: Diese Räume können sehr ablenkend sein.

Letztlich gilt aber immer: der Arbeitsplatz muss zum Geschäftsmodell passen.

Foto: Nolan Issac / unsplash.com

Kategorie: Sonstiges

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Unternehmerhandbuch

Dieses Fachmagazin richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, Selbständige und Existenzgründer, die nicht für jedes Thema eine Fachabteilung haben. Hier gibt es praktische Tipps zur Unternehmensführung, die selbständig umgesetzt werden können.

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    Luise Mikamann sagt

    Ich kann es schätzen wenn, neue Geschäftsideen kommen! Es kann eine Wirtschaft wirklich auffrischen, indem diese neuen Geschäfte neuen Ideen vorstellen!

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