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Wachstum: Nicht um jeden Preis, sondern mit einem fundierten Grund

Wachstum
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Jedes Unternehmen möchte wachsen, nur wenige Unternehmer haben ein Ziel vor Augen. Viele von ihnen sehen das Wachstum als eine logische Konsequenz an, andere halten es als den einzigen Weg, der Konkurrenz voraus zu sein. Experten wissen, dass Wachstum auch ein Nachteil sein kann. Je größer ein Unternehmen, desto schwieriger ist es, die Firma zu managen.

Wachstum gilt in der Wirtschaft als ein Allheilmittel, um jede Art von Problemen zu lösen, die eigene Marke zu verbessern und den Wert der Firma zu steigern. In vielen Fällen ist das richtig, jedoch ist es nicht immer der Fall. Das Wachstum muss generell planmäßig und gesund erfolgen. Die erste Herausforderung besteht darin, ein klares Ziel zu setzen und eine Strategie zu definieren, die auf Analysen basiert.

Warum Wachstum nicht immer ein Muss ist

Jede Volkswirtschaft strebt nach Wachstum und so tun es auch zahlreiche Unternehmen in vielen Märkten. Worin liegen die Gründe?

  • Durch den Kauf neuer Produktionsanlagen steigen in vielen Fällen die Mindeststückzahlen, wodurch ein höherer Produktionsoutput entsteht, der am Markt verkauft werden muss.
  • Auch beim Bezug von Rohstoffen gibt es häufig Mindestabnahmemengen, um eine Lieferung zu erhalten. Höhere Mindestabnahmemengen erfordern ein höheres Produktionsoutput, welche wiederum die Vermarktungen und das Wachstum steigern.
  • Die Amortisation einer Investition oder eines Kredits geht schneller voran, je größer die abgesetzten Stückzahlen eines Produkts oder einer Dienstleistung ist.

Ein weiterer Faktor, der insbesondere kleine Firmen betrifft, ist die Suche nach Spezialisten für ihre Branche. Damit ein Unternehmen für diese Menschen attraktiv ist, muss es ihnen etwas bieten – und das können meist nur große Firme.

Ein Wachstumsziel festlegen und eine Wachstumsstrategie definieren

Auch wenn das Wort Wachstum eine Bedeutung zu haben scheint, so manifestiert sie sich je nach Unternehmen und Branche in unterschiedlichen Formen. Für ein Unternehmen bedeutet Wachstum, Marktanteile zu gewinnen, ein anderes möchte lediglich seinen Umsatz steigern.

Eines haben Unternehmen, die wachsen möchten, gemeinsam: Sie möchten ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern. Um ein geeignetes Ziel zu finden, betreiben Firmen eine sogenannte SWOT-Analyse. SWOT steht laut dem Gabler-Wirtschaftslexikon für folgende Punkte:

  • strengths (Stärken)
  • weaknesses (Schwächen)
  • opportunities (Chancen)
  • threats (Risiken)

Folgende Aspekte sind einzubeziehen:

  1. Stärken: Die Nähe zum Kunden und starke Partnerschaften sind in fast jedem Markt eine Stärke und ein Erfolgsfaktor. Auch solide Patente oder Menschen, die das Unternehmen vorantreiben, gehören zu den Stärken.
  2. Schwächen: Das Gegenteil der Stärken sind die Schwächen. Eine klassische Schwäche ist die Organisation eines großen Unternehmens. Diese Firmen sind in der Regel nicht sehr flexibel und Anpassungen dauern lange.
  3. Chancen: Das Unternehmen kann womöglich neue Zielgruppen erschließen und den Markt erweitern. Es besteht auch die Möglichkeit, neue Partner zu finden, mit denen das Unternehmen gemeinsam wachsen kann. Mithilfe der Suchmaschine für die Industrie industrystock.com finden Unternehmer tausende Firmen, die ihre Wachstumschancen steigern.
  4. Risiken: Der Eintritt in einen neuen Markt oder das Auftreten von Mittbewerbern sind klassische Risiken. Auch eine sinkende Kaufkraft bei der aktuellen Zielgruppe ist ein Risiko.

Anhand der Analyseergebnisse definieren Unternehmer realistische Wachstumsziele, die die Firma erreichen kann und ihr tatsächlich weiterhelfen. Es lohnt sich, alternative Szenarien zu definieren, falls die ersten Ziele nicht erreicht werden können.

Anhand der definierten Wachstumsziele muss das Unternehmen Wege finden, sie zu erreichen. Folgende Möglichkeiten gibt es:

  • Das Unternehmen hat ein revolutionäres Patent angemeldet. Es besteht die Möglichkeit, den bisherigen Marktführer der Branche abzulösen. Firmen müssen wissen, dass eine Marktführerschaft nicht immer mit wirtschaftlichen Vorzügen verbunden ist. In vielen Fällen hilft sie nur dem Image des Unternehmens, da es nach außen hin als Marktführer präsentieren kann.
  • Eine Alternative zur Marktführerschaft ist die sogenannte Follower-Strategie. Im Grunde geht es darum, sich am Marktführer zu orientieren und möglichst große Marktanteile zu sichern. Es wird keine Marktführerschaft geplant. Zwar fehlt dessen Bekanntheit, dafür verzeichnet das Unternehmen auch geringere Ausgaben und erhält stattdessen in der Regel höhere Erträge.
  • Beliebt und häufig praktiziert ist die Zielsetzung der Preisführerschaft. Wie der Name vermuten lässt, geht es darum, den günstigsten Preis anzubieten. Diese Wachstumsstrategie ist nicht leicht umzusetzen, da die Qualität nicht darunter leiden darf. Ein klassisches Problem ist auch die Tatsache, dass ein Preiskampf mit vielen Mitbewerbern entsteht und der Preis nicht lange niedrig gehalten werden kann.

Gemeinsam mit Partnern wachsen

Im Bereich Chancen wurde bereits das Stichwort Partnerschaften genannt. Tatsächlich wird die Zusammenarbeit mit anderen Firmen in fast allen Geschäftsbereichen praktiziert und die beste Möglichkeit, mit möglichst wenig Risiko schnell und stark zu wachsen, da die Aufgaben und Risiken untereinander aufgeteilt werden. Dabei sollte das Ziel nicht nur ein einmaliges Wachstum sein, sondern eine langfristige Bindung des Partners zum eigenen Unternehmen. Dies ist möglich, indem beide Unternehmen eine solide Beziehung aufbauen und diese pflegen. Das Pflegen der Beziehung erfolgt durch einen ständigen Informationsaustausch, viel Vertrauen und sehr guter Organisation.

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Dieses Fachmagazin richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, Selbständige und Existenzgründer, die nicht für jedes Thema eine Fachabteilung haben. Hier gibt es praktische Tipps zur Unternehmensführung, die selbständig umgesetzt werden können.

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