Liquidität – Serienstart

Liquidität – Serienstart

Foto: knipseline / pixelio.de

„Ohne Moos nix los“ – das Thema Liquidität ist einer DER Dauerbrenner im Unternehmeralltag.

Genug Finanzmittel zu haben, um anstehende Forderungen von Lieferanten, Finanzamt oder Krankenkasse begleichen und die eigenen Mitarbeiter (und sich selbst) bezahlen zu können, ist überlebenswichtig.

Denn ist man nicht mehr flüssig, droht ganz schnell die Insolvenz!

Daher werde ich jetzt die Artikelserie vom Juli 2010 fortsetzen und in lockerer Folge Tipps bringen, wie sich die Liquidität planen und positiv beeinflussen lässt.

Zum Auftakt gibt es heute erst mal einen groben Überblick über das Thema und die kommenden Artikel.

Basics

Ziel der Liquiditätssteuerung ist es, immer mehr Geld auf dem Konto zu haben, als man benötigt, um alle fälligen Zahlungen zu bedienen.

Zusätzlich ist ein Puffer für Unvorhergesehenes eine gute Idee.

Wie kann man also die Liquidität so beeinflussen, dass diese Situation eintritt?

Stark vereinfacht gilt folgende Formel:

  • Einnahmen: mehr + früher = gesteigerte Liquidität
  • Ausgaben: weniger + später = gesteigerte Liquidität

D.h. je mehr wir zeitnah einnehmen, umso höher ist der Betrag auf der hohen Kante. Wichtig ist also neben dem reinen Einnahmebetrag auch der Zeitpunkt des Zahlungseinganges. Manchmal kann ein kleiner Betrag, der heute bei uns eingeht, mehr wert sein, als ein großer zu einem undefinierten Zeitpunkt (die Sache mit dem Spatz in der Hand…).

Genau das umgekehrte gilt für Ausgaben: je weniger und später wir Geld ausgeben müssen, umso mehr bleibt im Töpfchen für uns übrig. Eigentlich klar, oder?

Und für beide Seiten gilt: geplant ist immer besser als ungeplant.

Wenn wir wissen, wem wir wann wie viel Geld geben müssen, dann können wir uns entsprechend darauf einstellen und müssen nicht den teuren Dispo in Anspruch nehmen bzw. können unsere Bank vorwarnen, damit keine Unruhe entsteht. Und wenn wir wissen, wann wir von wem wie viel Geld erhalten, dann können wir z.B. mit einem Lieferanten einen guten Deal machen, weil wir wissen, dass wir schnell bezahlen können.

Zahlungseingänge steuern

Um die Einnahmen zu steigern, gibt es die verschiedensten Möglichkeiten. Der ganze Themenbereich Marketing & Vertrieb dreht sich ja letztlich um nichts anderes als die Vergrößerung der Umsatzvolumina und damit die Steigerung der Zahlungseingänge.

Ich möchte mich in dieser Serie zum Thema Liquidität jedoch eher auf die Mittel und Wege fokussieren, die es außerdem noch gibt, um die Einnahmen zu steigern. Dazu gehören z.B. die Gestaltung des Kundenangebots, die vernünftige Honorarkalkulation, die Minimierung / Verhinderung von Zahlungsausfällen usw.

Einen weiteren Schwerpunkt werde ich auf die Beeinflussung des Zahlungszeitpunkts setzen, denn neben dem reinen Zahlungsbetrag ist der frühe Zahlungseingang wichtig bei der positiven Liquiditätssteuerung. Dabei geht es um Themen wie Skontogewährung, Vorschusszahlungen, Forderungsmanagement, Rechnungsstellung etc.

Zahlungsausgänge steuern

Die beste Art die Zahlungsausgänge positiv zu beeinflussen ist kein Geld auszugeben ;-)

Spaß beiseite – natürlich muss man Geld ausgeben, wenn man als Unternehmer tätig ist.

Auf der Ausgabenseite geht es darum, die Zahlungsausgänge möglichst gering zu halten und zu sparen. Hier helfen z.B. Maßnahmen wie Skontonutzung oder Mengenrabatte, aber auch um die Abwägung von Finanzierungsalternativen wie „Leasing versus Kauf“ oder die Auswahl geeigneter Lieferanten.

Außerdem gilt es den Zahlungszeitpunkt so zu steuern, dass das Geld möglichst lange im Unternehmen bleibt. Auch hier geht es meistens darum geeignete Vereinbarungen mit den Lieferanten zu treffen.

Zahlungsflüsse planen

Und zu guter Letzt werde ich versuchen Tipps zu geben, wie man die ganzen Zahlungen so plant und steuert, dass man möglichst selten in die unangenehme Lage kommt seine Verbindlichkeiten nicht bedienen zu können bzw. dies frühzeitig absehen zu können und dann entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können.

Mehr Informationen

So, soviel erst mal als Intro zum Thema Liquidität ;-)

In den nächsten Artikeln gibt es dann wie gewohnt praktische Tipps zur Umsetzung im eigenen Unternehmen.

Hier noch einmal die Links zu allen Artikeln dieser Serie:

Mehr Infos findet ihr außerdem in der Kategorie „Liquidität“.

Weitere Tipps

Wer sich noch ein bisschen mehr mit dem Thema beschäftigen möchte, hier ein paar Vorschläge:


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Heike Lorenz

Diplom-Kauffrau und Kulturmanagerin. 15 Jahre Erfahrung als kaufmännische Projektleiterin in verschiedenen Kulturbetrieben und Eventagenturen. Seit 2005 selbständig als freiberufliche Unternehmensberaterin im Bereich Organisation, Controlling und Projektmanagement. Schwerpunkte: kleine und mittelständische Unternehmen aus dem Dienstleistungsbereich. Mehr unter LORENZ consultants.

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