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Das Etikett macht’s – Kleine Aufkleber mit großer Wirkung

Etiketten

Etiketten begegnen allen Verbrauchern zigfach im täglichen Leben. Flaschen, Gläser, Tuben, Tiegel oder andere Verpackungsgebinde sind mit Schmuck- und Deklarations-Etiketten versehen.

Als Marketing-Instrument erlaubt das Design der Etiketten die leichte Wiedererkennung von Produkten und Marken. Und durch einen aufgebrachten Barcode lesen Scannerkassen schnell den Preis aus und melden den Verkaufsvorgang an ein Warenwirtschaftssystem.

Damit sind Etiketten praktisch für Verbraucher und den Handel. Selbst Mülltonnen tragen heute schon Barcode-Etiketten. Über einen Scanner am Müllwagen registrieren die Abfallentsorger die Leerung und kontrollieren die Gebührenzahlung.

Unternehmensintern können Etiketten noch viel mehr leisten. Etiketten sind intelligente Helfer bei der Steuerung von Produktionsprozessen oder der Automation von Lager- und Transportlogistik. Schließlich können Etiketten Verpackungskosten sparen und den Einsatz teurer Energie und Ressourcen minimieren.

Intelligente Steuerung und Sicherheit mit RFID-Etiketten

Eine Innovation zur intelligenten und effizienten Prozess-Steuerung sind RFID-Etiketten. RFID steht für Radio Frequency IDentification, also das berührungsfreie und automatische Auslesen der gespeicherten Information über ein Funksignal. Diese Etiketten tragen einen mikroskopisch kleinen Chip und einen superdünnen Antennendraht.

Passive RFID-Etiketten fungieren selbst nicht als Sender. Sie beziehen ihre nötige Energie aus den Funkwellen des Auslese-Geräts. Auf einem Barcode kann man nur 13 Informationen ablegen, also etwa Produkt, Hersteller oder Herkunftsland.

Der Chip eines aktiven RFID-Etiketts dagegen kann eine ganze Produkt-Historie speichern, noch zu durchlaufende Produktions- oder Verarbeitungsschritte, den vorgesehenen Kunden und vieles mehr. Zudem kann es natürlich wie alle anderen Etiketten auch mit für Menschen lesbaren Informationen bedruckt werden.

Bei seinem Weg durch die Produktion kommuniziert das RFID-Etikett mit den Maschinen oder dem Bedienpersonal an Steuer-Monitoren. Das beschleunigt die Produktion, macht fehlerhafte Prozesse sofort sichtbar und steigert so die Effizienz. In Autofabriken etwa lesen Monteure an Bildschirmen ab, welche Komponenten sie in das Auto auf dem Fließband einbauen müssen. Die Informationen dafür sind auf RFID-Etiketten gespeichert.

Das funktioniert nicht nur mit industriellen Fertigungsstraßen. In einer großen Autowerkstatt etwa druckt die Auftragsannahme ein RFID-Etikett mit allen relevanten Fahrzeugdaten und den vorgesehenen Reparatur- oder Wartungsarbeiten aus. In der Werkstatt lesen die Mechaniker den Chip aus und das Fahrzeug durchläuft alle nötigen Stationen – und nur die.

Die durchgeführten Arbeiten dokumentieren die Mechaniker ebenfalls auf dem RFID-Chip, aus dem die IT schließlich eine Rechnung und ein Arbeitsprotokoll erstellt. Das spart dem Unternehmen Zeit und Aufwand und macht alle Vorgänge für den Kunden transparent.

Dazu schaffen RFID-Etiketten Sicherheit. Im medizinischen Laborbetrieb etwa werden Behälter mit Gewebe- oder Blutproben mit einem RFID-Etikett versehen. Verwechslungen sind somit ausgeschlossen und sensible Daten können nur von befugten Mitarbeitern ausgelesen werden. Und weil der Patienten-Vorgang IT-gestützt ist, geht es auch noch schneller.

Schließlich sind RFID-Etiketten auch noch ein sicheres Mittel zum Markenschutz. Produkt-Piraten können vielleicht ein Design fälschen, nicht aber die verschlüsselten Daten eines RFID-Etiketts.

Etiketten als effizienter Helfer in der Lagerlogistik

Wer als Unternehmer im eCommerce tätig ist, kommt für Lager- und VersandLogistik nicht an Automation vorbei.




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Adressaufkleber sind eine der häufigsten Anwendungen für  Klebe-Etiketten. Noch mehr Effizienz aber bringen Etiketten in die Lager-Logistik. Ein größeres Versandlager ist ohne IT-Steuerung überhaupt nicht zu betreiben.

Die Informationen für Ein- und Auslagerung von Waren oder Versandpartien erhält die Lager-IT von Etiketten. Über aufgedruckte Barcodes oder auch QR-Codes weist die IT jedem Produkt automatisch einen Lagerplatz zu und stellt die Produkte bei Bestellungen automatisch zu Lieferungen zusammen.

Diese Codes erlauben auch eine präzise und minutengenaue Sendungsverfolgung. Ein wertvoller Hinweis für Kunden, weil die sich darauf einstellen können, wann ein Paket zugestellt wird. Einer der größten Unzufriedenheitsfaktoren mit IT-Händlern ist, wenn der Kunde am Ende doch noch zu einer Abholstation fahren muss, um an sein Paket zu kommen.

Etiketten als praktische und umweltfreundliche Lösung

Verbraucher achten heute immer stärker auf Nachhaltigkeit. Besonders Verpackungen stehen oft in der Kritik. Mit Etiketten-Lösungen können Unternehmen umweltfreundlich agieren und dabei noch Kosten sparen.

Ein Beispiel ist ein Massenartikel wie Herren-Unterhosen. Nicht nur No-Name-Produkte, sondern auch die Ware teurer internationaler Designer-Marken werden massenhaft einzeln oder im Multi-Pack in einfachen Kartons verkauft. Diese Kartons haben natürlich ein ansprechendes Markendesign.

Es wäre aber viel zu aufwändig und teuer, für jedes Design, jede Größe oder jede Farbe eigene Kartons zu bedrucken. Diese Informationen liefern individuelle Klebe-Etiketten.

Besonders im B2B-Bereich braucht es keine aufwändig und schmuckvoll bedruckten Karton-Verpackungen. Hier sind für Artikel aller Art einfache Kartonagen in einem Corporate Design verbreitet, deren Inhalt ausschließlich aufgrund des aufgebrachten Klebe-Etiketts zu erkennen ist.

Bunte Warenkartons sind durch ihren aufwändigen Druck verhältnismäßig teuer. Im Lebensmittelbereich sind sie sogar mittlerweile umstritten. Der Skandal um belastete Schokolade aus Adventskalendern hat gezeigt, dass die verwendeten Farben sogar das Produkt kontaminieren können. Viele umweltfreundliche Unternehmer setzen daher auch im Geschäft mit Verbrauchern mittlerweile auf einfache Corporate-Design-Verpackungen mit aufgebrachten Etiketten.

Weiterführende Links:

Foto: Paal Gladso / freeimages.com

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