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Bargeldloser Zahlungsverkehr in Deutschland, Europa und der Welt

bargeldloser Zahlungsverkehr

Studien belegen eindeutig, dass bargeldloser Zahlungsverkehr überall auf der Welt zunimmt. Dabei bewegen sich Kontinente, in denen Kreditkarten und Bankkarten schon lange im Umlauf sind, immer noch bei einer Steigerungsrate im einstelligen Bereich.

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So kommt Nordamerika auf ein Wachstum von 4,3 % bis zum Jahr 2020. Europa bewegt sich bei stabilen 6,3 %, die bis zum Jahr 2020 prognostiziert werden. Dabei bleiben die Kontinente hinter den Erwartungen zurück und stehen vor allem weit hinter Asien.

Starke Zunahme der bargeldlosen Transfers in Asien

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Dem Kontinent wird ein Wachstum beim bargeldlosen Zahlungsverkehr von 30,9 % bis zum Jahr 2020 vorausgesagt. Dies hängt jedoch auch damit zusammen, dass in Schwellenländern wie Indien, die über eine sehr hohe Bevölkerungsdichte verfügen, bislang überwiegend Bargeld genutzt wurde.

Mit der Verbesserung der Lebensbedingungen und der wirtschaftlichen Verhältnisse steigen immer mehr Kunden auch in diesen Ländern auf den bequemen bargeldlosen Zahlungsverkehr um.

Insgesamt lag der bargeldlose Zahlungsverkehr in den letzten drei Jahren bei 54.173 Mrd. EUR, die weltweit umgesetzt wurden. Die höchste Zunahme mit 36,5 % an bargeldlosen Transaktionen wird in den nächsten fünf Jahren in China erwartet.

Bargeld spaltet Europa

Die Bilanz in Europa ist sehr unterschiedlich. Während in den skandinavischen Ländern mehr als 80 % aller Transaktionen ohne Bargeld getätigt werden, zahlen in Deutschland 79 % der Kunden ihre Rechnungen bar.

Wann stirbt das Bargeld aus?

Dies hat verschiedene Gründe. In Ländern wie Schweden und Norwegen, aber auch in Dänemark und in den Niederlanden ist die Akzeptanz der Kartenzahlungen sehr viel höher als in Deutschland. Kartenzahlungen werden nicht nur in Hotels und Supermärkten, sondern auch in kleinen privaten Geschäften und sogar an Strandbars und auf Wochenmärkten akzeptiert.

Zudem gibt es keine Begrenzung bei kleinen Beträgen. Dies ist einer der Gründe dafür, dass die Abschaffung des Bargeldes in Skandinavien sehr laut diskutiert wird. Derartige Forderungen sind auch schon innerhalb der EU geäußert worden.

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Deutschland ist in Bezug auf bargeldloses Zahlen rückständig

Im Vergleich zu den skandinavischen Ländern kann Deutschland fast als Entwicklungsland bezeichnet werden. Dies bestätigen auch EU-Bürger, die verständnislos angesehen werden, wenn sie in der Hauptstadt Berlin ein Eis oder einen Kaffee mit ihrer Kreditkarte bezahlen möchten.

Die Akzeptanz der Kreditkarten ist durch die Senkung der Gebühren vor einiger Zeit höher geworden. Dies beschränkt sich jedoch auf Supermärkte, Discounter und größere Handelsketten. Dort können auch kleinere Beträge mit einer Kreditkarte gezahlt werden.

Anders sieht es in kleinen privaten Geschäften aus. Dort wird häufig nicht einmal die Maestro-Karte angenommen. Die Betreiber bestehen auf Bargeld oder der als veraltet geltenden Girocard.

Und so verwundert es nicht, dass Deutsche den EU-Plänen ablehnend gegenüberstehen. Viele verbinden Ängste mit der Abschaffung und fürchten die totale Kontrolle der Banken. Aber auch die alte Gewohnheit spielt eine Rolle, von der sich Deutsche nur ungern trennen.

Deutlich moderner gestaltet sich jedoch die Aufnahme von Krediten in Deutschland. Viele gehen nicht mehr zu ihrer Hausbank, sondern führen online einen Kreditvergleich durch und nutzen alternative Angebote wie Smava*.

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