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Professionelle Steuerberatung: Navigation im Paragrafen-Chaos

Steuerberatung
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Es heißt, nicht einmal der deutsche Finanzminister (egal, wer den Job gerade macht) sei in der Lage, seine Steuererklärung selbst auszufüllen.

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Ein guter Grund, sie in professionelle Hände abzugeben.

Kompliziertes deutsches Steuerrecht

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Das deutsche Steuerrecht gehört zu den kompliziertesten der Welt. Dazu drei Zitate von deutschen Finanzjournalisten:

  1. „Das deutsche Steuerrecht ist so kompliziert, dass nicht nur Bürger und Unternehmen stöhnen, sondern auch der Fiskus die Flut von Regeln nicht mehr bewältigen kann.“ (Alex Schrinner im Handelsblatt)
  2. „Inzwischen sind in dem Wirrwarr des deutschen Einkommensteuerrechts die Prinzipien von Rechtsklarheit, von Allgemeinverständlichkeit und Übersichtlichkeit und damit auch von Steuergerechtigkeit eindeutig verloren gegangen. Fast alle Vorschriften sind für den Bürger schlicht unverständlich.“ (Franz Fürst auf fiscalero.de)
  3. „Die Klage, das deutsche Steuerrecht mit seinen weit mehr als 200 Gesetzen und inzwischen fast 100.000 Verordnungen sei intransparent, teuer und kompliziert, ist nicht ganz neu. Einer stets zitierten Anekdote zufolge sind 60 Prozent der weltweit aufgelegten Steuerliteratur auf Deutsch verfasst.“ (Peter Hahne in Die Welt)

Ergänzend zu Punkt 3 sei folgende – möglicherweise aber auch erfundene – Behauptung erwähnt: Angeblich solle die Steuergesetze aller Industriestaaten zusammen den gleichen Umfang haben wie die deutsche Steuergesetzgebung. Auch wenn das nicht stimmen sollte, s. o.: das deutsche Steuerrecht gilt als kompliziertestes der Welt.

Etwa 25 Prozent der Steuerzahler verzichten auf mögliche Rückzahlungen

Vielleicht ist das der Grund, warum etwa jeder vierte Festangestellte in Deutschland keine Steuererklärung macht und lieber auf eine mögliche Rückzahlung verzichtet, die es fast immer gibt. Der Arbeitsaufwand und die Verständlichkeit der Formulare sind maximal abschreckend für den Normalsterblichen.

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Der Profi erkennt schnell, ob es sich lohnt, den Profi zu engagieren

Vor dem Weg zum professionellen Steuerberater schrecken viele zurück, weil sie Kosten befürchten, die in keinem Verhältnis zur möglichen Steuerrückzahlung stehen. Eine meist unbegründete Furcht, denn der Profi kann in der Regel schon anhand kurzer Eckdaten überprüfen, ob es sich lohnt, den Steuerfachmann einzuschalten.

Um eine solche Einschätzung abgeben zu dürfen, müssen Steuerberater einen steinigen Weg gehen. Vor der Ernennung zum Steuerberater nach erfolgreich bestandener Prüfung stehen entweder ein Studium (Regelstudienzeit drei oder vier Jahre) mit anschließend zwei- (Master-Studenten) oder dreijähriger (Bachelor-Studenten) Berufserfahrung oder eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten. Der muss dann allerdings schon zehn Berufsjähre vorweisen, um zur Prüfung zugelassen zu werden. Hat er vorher eine Weiterbildung zum Steuerfachwirt abgeschlossen verkürzt sich die Wartezeit auf sieben Jahre.

Prüfung zum Steuerberater ist gefürchtet

Die abschließende Prüfung zum Steuerberater ist allerdings berüchtigt, denn die Durchfallquote ist erheblich.

Unser Steuerrecht ist übrigens am 13. Dezember 1919 zur Welt gekommen. An diesem Tag unterschrieb Reichspräsident Friedrich Ebert ein Gesetz zur Reichsabgabenordnung. Aus heutiger Sicht kurz und bündig, damals mit 462 Paragrafen auf 107 Seiten allerdings eine der umfangreichsten Vorschriften, die die Nationalversammlung beschlossen hat.

89.400 Steuerberater kümmern sich um die Finanzen der Deutschen

Inzwischen sind es deutlich mehr: 89.400 Steuerberater (Bundessteuerberaterkammer, Stand 1.1.2021) kümmern sich in Deutschland darum, dass Unternehmen und Privatpersonen nicht mehr Steuern zahlen als sie tatsächlich müssen.

Aber vor allem kümmern sie sich darum, dass die Formulare korrekt ausgefüllt werden und jede Sonderregelung zugunsten des Mandanten auch berücksichtigt wird. Schließlich hat kaum jemand Lust, dem Staat das Geld hinterherzuwerfen.

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