Finanzen & Buchhaltung
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Lexikon Buchhaltung: S

Lexikon Buchhaltung: S

Im Unternehmerhandbuch gibt es ganz viele Beiträge zum Thema Buchhaltung. Klar, das ist ja auch ein wichtiger Bereich für jedes Unternehmen :-)

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Wenn ihr keine BWLer oder Steuerberater oder so seid, dann können die verschiedenen Begriffe ganz schön verwirrend sein, oder?

Daher fasse ich diese jetzt nach und nach zusammen und erstelle ein Lexikon der Buchhaltung. Und wenn neue Begriffe hinzukommen, dann ergänze ich die Beiträge einfach, das ist ja im Internet problemlos möglich. Eine große Sammelseite des ganzen Lexikons von A-Z gibt es natürlich auch.

Heute Buchhaltungsbegriffe mit dem Buchstaben S!

Sacheinlage

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Privateinlagen gibt es meines Wissens nur in zwei Formen: Geld oder Gegenstand. Ist die Privateinlage ein Gegenstand, dann nennt man das Sacheinlage.

Beispiel: Ich stelle meine privaten Billy-Regale ins Büro, da ich sie zuhause nicht mehr nutze. Da sie noch ganz neu sind, haben sie einen Gesamtwert i.H.v. 450 EUR.

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Sachentnahme

Die Sachentnahme dann ganz einfach das Gegenteil der Sacheinlage, d.h. ich entnehme einen Gegenstand aus dem Unternehmen und überführe ihn ins Privatvermögen.

Beispiel: Neben Gegenständen wie z.B. der Kaffeemaschine, die man mit nach Hause nimmt, weil es fürs Büro eine neue gegeben hat, ist auch die private Entnahme von Waren denkbar. Der Bäcker wird wohl kaum sein Brot bei der Konkurrenz kaufen, sondern es frisch aus der Tagesproduktion der eigenen Bäckerei mit an den privaten Frühstückstisch nehmen.

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Sammelpool

Sammelpool ist ein Begriff aus dem Themenkomplex „Abschreibung“:

In den Jahren 2008 und 2009 gab es die Sonderregelung, dass Wirtschaftsgüter mit einem Nettoanschaffungswert zwischen 150 und 1.000 EUR in einen Sammelpool aufgenommen werden mussten und dieser dann über 5 Jahre linear abgeschrieben wurde. Das führte zu skurrilen Situationen, so dass z.B. sehr teure PCs schneller abgeschrieben werden konnten als günstige.

Diese Sonderregelung ist ausgelaufen, man kann sie wahlweise aber immer noch anwenden. Man muss sich jedoch dann jährlich für alle neu angeschafften GWGs einheitlich entscheiden.

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Schlussbilanz

Am Ende des Jahres müssen alle Bestands- und Erfolgskonten abgeschlossen werden, um die Schlussbilanz zu erstellen. Man möchte doch wissen, wie es unterm Strich um das Unternehmen steht, oder?

Zunächst werden daher die die Erfolgskonten über das GuV-Konto abgeschlossen und dann dessen Saldo mit dem Eigenkapital verrechnet. Danach werden die Bestandskonten über das Schlussbilanzkonto (SBK) abgeschlossen und daraus die Schlussbilanz erstellt.

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Schulden

Handels- und bilanzrechtlich sind unter dem Begriff Schulden Verbindlichkeiten und Rückstellungen im Sinne des § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB (Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften) zu subsumieren. (Quelle: Wikipedia)

In der Bilanz sind das Anlage- und das Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten gesondert auszuweisen und hinreichend aufzugliedern. (§ 247 Abs. 1 HGB)

Schuldentilgungsdauer

Die Schuldentilgungsdauer lässt Rückschlüsse auf die finanzielle Stabilität eines Unternehmens zu. So ist sie unter anderem ein Indikator für eine mögliche Insolvenzgefährdung des Unternehmens.

Formel: Schuldentilgungsdauer (in Jahren) = (Fremdkapital (FK) – flüssige Mittel (FLM)) / Cash-Flow vor Steuern (CF) x 100

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Schuldentilgungsfähigkeit

Die Schuldentilgungsfähigkeit des Unternehmens ist ein Indikator für die Bonität des Unternehmens. Es ergeben sich folgende Bewertungen der Schuldentilgungsdauer in Jahren:

Bewertung der Liquidität

Bewertung der Liquidität

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Schwebende Geschäfte

Lt.  § 249 Abs. 1 HGB müsst u.a. ihr Rückstellungen bilden für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Mit schwebend ist dabei gemeint, dass Geschäfte noch nicht abgeschlossen wurden, also schwebend sind.

Beispiele

Folgende Rückstellungen findet man z.B. häufig bei Unternehmen:

  • Prozesskostenrückstellungen: Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Gerichtsverfahren; also Verfahren, bei denen noch kein Urteil gesprochen wurde (Stichwort: ungewisse Verbindlichkeiten).
  • Drohverlustrückstellung: das sind Verluste aus sog. schwebenden Geschäften, also Geschäfte, deren Verträge von keiner Partei unterzeichnet wurden. Achtung: Drohverlustrückstellungen dürfen nur in der Handelsbilanz passiviert werden, nicht in der Steuerbilanz ( 5 Abs. 4a EStG).
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SEPA

SEPA ist die Abkürzung für „Single Euro Payments Area“, den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum, in dem standardisierte Überweisungen und Lastschriften angeboten werden. Dadurch können Unternehmen und Verbraucher bargeldlose Zahlungen auch über die Ländergrenzen hinweg tätigen.

Es werden SEPA-Überweisungen und SEPA-Lastschriften angeboten. Die SEPA-Lastschrift gibt es in zwei Varianten: als SEPA-Basislastschrift und als SEPA-Firmenlastschrift (B2B).

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Skonto

Skonto ist eine Vereinbarung zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden, die es dem Kunden erlaubt, bei Bezahlung einer Rechnung innerhalb einer bestimmten Frist einen Prozentsatz vom Rechnungsbetrag abzuziehen.

Es handelt sich also um einen Preisnachlass, der bei Bezahlung innerhalb einer Frist gewährt wird, um die Kunden zu einer schnellen bzw. pünktlichen Zahlung zu bewegen. (Quelle: Welt der BWL)

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Sofortabschreibung

Die Sofortabschreibung ist ein Begriff aus dem Themenkomplex „Abschreibung“:

Gemäß § 6 Abs. 2 EStG dürfen geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Nettoanschaffungswert von maximal 800 EUR sofort abgeschrieben werden, d.h. der volle Anschaffungsbetrag wird im Jahr der Anschaffung geltend gemacht.

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SOLL

Bei der doppelten Buchführung werden alle Geschäftsvorfälle eines Unternehmens sortiert, mit Belegen erfasst und auf mindestens zwei Konten verbucht. Jede Buchung benötigt mindestens ein SOLL– und ein HABEN-Konto, das bei der Buchung genutzt wird.

Hinter diesen ganzen Buchungen auf die unterschiedlichen Konten steht (zumindest gedanklich) immer ein T-Konto. Das sieht so aus:

T-Konto

T-Konto

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Stempel

Stempel benutzt man heute im Geschäftsleben ja kaum noch, nur in der Buchhaltung sind Stempel noch oft im Einsatz.

Der Buchhaltungsstempel sorgt für Ordnung. In der Buchhaltung werden daher nicht nur Unterlagen, sondern auch Rechnungen mit einem Stempeldruck versehen.

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Steuern

Über das Thema Steuern kann man ganze Romane schreiben. Grob gesagt handelt es sich bei Steuern immer um den Anteil den der Staat von einem Geschäft abhaben möchte.

Hier nur ein kurzer Überblick zu diesem Themenkomplex:

Steuerarten

Hier die wichtigsten Steuerarten für Unternehmer:

Steuerberater

Nicht jeder kann oder möchte sich um das Thema Steuern selber kümmern, daher gibt es Steuerberater :-)

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Steuererklärung

Die Steuererklärung ist die finale Mitteilung an das Finanzamt z.B. über das Einkommen eines Jahres, den Gewerbeertrag oder auch die Umsatzsteuer, die man in einem Jahr gezahlt und erhalten hat.

Steuervoranmeldung

Mit Steuervoranmeldung sind unterjährige Meldungen an das Finanzamt gemeint z.B. die Umsatzsteuervoranmeldung.

Steuervorauszahlung

Und weil der Staat ungern lange auf sein Geld warten möchte, muss man Steuervorauszahlungen leisten. Diese bemessen sich anhand der letzten Steuererklärung bzw. der Steuervoranmeldung.

SWIFT

Die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication, abgekürzt SWIFT, ist eine 1973 gegründete, in Belgien ansässige Organisation, die ein besonders sicheres Telekommunikationsnetz (das SWIFTNet) betreibt, welches insbesondere von mehr als 11.000 Banken weltweit genutzt wird.

Innerhalb des Netzwerks werden die teilnehmenden Institute durch den BIC (Business Identifier Code) identifiziert. Er wird in der Finanzindustrie auch als SWIFT-Code bezeichnet. (Quelle: Wikipedia)

Substanzwert

Der Substanzwert eines Unternehmens ist der Mindestwert bei der steuerlichen Unternehmensbewertung und setzt sich aus der Summe der gemeinen Werte der betrieblichen Einzelwirtschaftsgüter abzüglich der Schulden zusammen.

Der gemeine Wert wird dabei durch den Preis bestimmt, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit des Wirtschaftsgutes bei einer Veräußerung zu erzielen wäre. Dabei sind alle Umstände, die den Preis beeinflussen, zu berücksichtigen. Ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse sind nicht zu berücksichtigen (s.a. § 9 BewG).

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Substanzwertabschreibung

Die Höhe der Wertminderung und damit des jährlichen Abschreibungsbetrags richtet sich nach den Anschaffungskosten, der Nutzungsdauer des Wirtschaftsgutes und nach der gewählten oder gesetzlich vorgegebenen Abschreibungsmethode.

Einer der Gründe für eine Abschreibung ist die Minderung des Substanzwerts. Das nennt sich dann Substanzwertabschreibung.

Beispiel: Abbau von Rohstoffen in einer Mine oder Kiesgrube: je mehr Material abgebaut wird, umso weniger Substanzwert hat diese. Dieser Wertverlust wird dann abgeschrieben.

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Das war’s mit dem Lexikon Buchhaltung: S – die anderen Buchstaben folgen nach und nach :-)

Basiswissen Rechnungswesen & Buchhaltung

Rechnungswesen, Buchhaltung, Controlling – wie hängt das alles zusammen?

Das Rechnungswesen dient der systematischen Erfassung, Überwachung und informatorischen Verdichtung der durch den betrieblichen Leistungsprozess entstehenden Geld- und Leistungsströme.

Die Buchhaltung ist dabei der externe Teil des Rechnungswesens. Sie dient dazu (wie der Name schon sagt), die finanzielle Situation des Unternehmens nach außen darzustellen.

Der interne Teil des Rechnungswesens liefert dem Unternehmer die Daten, die zur Steuerung und Planung des Unternehmens notwendig sind (daher auch internes Rechnungswesen bzw. Controlling bestehend aus Kostenrechnung, Statistik & Vergleich und Planung).

Ihr wollt noch mehr zu diesen Themen wissen? Dann hier entlang:

Buchhaltung

Das große Lexikon Buchhaltung:

Lexikon Buchhaltung von A-Z

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Rechnungswesen

Die große Rechnungswesen-Seite findet ihr hier:

Rechnungswesen

Hier die Serie über die Grundbegriffe des Rechnungswesens:

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Auf geht’s – fröhliches Lesen euch allen!

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