Personal & Weiterbildung
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5 Tipps, wie Unternehmen von Seminaren mehr profitieren

Seminare für Mitarbeiter
Gastbeitrag von Oliver Schumacher

(Weiter-)Bildung ist ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Produkte und Dienstleistungen sind austauschbar geworden. Das einzige, was sich in der Vergleichbarkeit von Angeboten und Preisen noch unterscheidet, ist der Mensch – der Mitarbeiter am Telefon, der Verkäufer im Geschäft.

Umso wichtiger ist es für diese, sich ständig weiterzuentwickeln. Die Investition in Seminare für Mitarbeiter lohnt sich also in jeder Hinsicht – vorausgesetzt Unternehmen wissen, wie sie von der Teilnahme profitieren. Folgende fünf Tipps stellen sicher, dass Weiterbildungsmöglichkeiten für Mitarbeiter auch dem Unternehmen zugutekommen:

1. Bereitschaft erfragen

Da Ihre Mitarbeiter die Bilanzen Ihres Unternehmens beeinflussen, sollten Sie die Faktoren Lernwille und Aufgeschlossenheit für Neues nicht unterschätzen. Achten Sie bereits bei der Personalauswahl darauf, wie Bewerber zur persönlichen Weiterentwicklung stehen. Ist ein Mitarbeiter nicht dafür aufgeschlossen, wird er Seminare nur „absitzen“ und weiter wie bisher arbeiten. Nur selten ändern Menschen eine grundsätzliche Einstellung zu diesem Thema.

Doch kommt heute keiner mehr daran vorbei, sich Veränderungen zu stellen. Dazu gehört es, sich ständig neues Wissen anzueignen. Nur so können diese Veränderungen vom Einzelnen und insbesondere in einem Team im Unternehmen gemeinsam erfolgreich bewältigt werden.

2. Bedarfsgerechte Angebote

Eine strategische Weiterbildung kann sich nicht in einem Seminartag im Jahr für alle erschöpfen. Ein solches Vorgehen dient eher als Alibi. Wer die gleichen Inhalte und Trainingskonzepte nach dem Gießkannenprinzip sowohl auf die „guten“ als auch die „schlechten“ Mitarbeiter verteilt, muss sich weder über eine mangelnde Begeisterung noch über ein mangelndes Ergebnis wundern.

Berücksichtigen Sie persönliche Wünsche, Bedürfnisse und Talente der einzelnen Mitarbeiter und entwickeln Sie diese bedarfsgerecht weiter. Es gibt immer Gründe, warum einzelne Mitarbeiter da stehen, wo sie sind. Von dort müssen sie individuell abgeholt und inspiriert werden.

Noch immer gibt es Mitarbeiter, sie sich gar nicht vorstellen können, dass der Arbeitgeber auch das Umsetzen der Lerninhalte von ihnen erwartet. Mit einer persönlichen Zielvereinbarung helfen Sie Ihren Mitarbeitern, von den Trainingsmaßnahmen wirklich zu profitieren. So weiß der Teilnehmer schon vor dem Seminar, was von ihm erwartet wird. Die Gefahr sinkt, dass er im Zweifelsfalle nichts oder das Falsche mitnimmt.

3. Wissen gemeinsam umsetzen

Wissen zu haben reicht nicht – es muss auch angewendet werden. Geben Sie Ihren Mitarbeitern ausreichend Zeit zur Umsetzung und erwarten Sie nicht eine Veränderung von heute auf morgen. Planen Sie feste Zeiten zum Besprechen der Lerninhalte und der Umsetzungsresultate ein.

Finden Sie gemeinsam Wege, wie Sie etwas besser machen könnten. Hilfreich sind Patenschaften zwischen einzelnen Mitarbeitern, bei denen ein erfolgreicher einen weniger erfolgreichen „an die Hand nimmt“. Überfordern Sie Ihre Mitarbeiter nicht. Zu erwarten, dass alles umgesetzt wird, wäre Utopie. Wenn jemand nach einer Weiterbildung mittelfristig drei oder vier Dinge anders und besser macht, dann ist viel erreicht.

Seminarinhalte aktiv im Alltag umzusetzen ist auch Aufgabe von Führungskräften. Sie tragen eine Mitverantwortung dafür und müssen die Teilnehmer immer wieder wertschätzend dazu motivieren.

4. Lernkultur etablieren

Was Sie selbst tun, können Sie am ehesten auch von Ihren Mitarbeitern erwarten. Leben Sie ständiges Lernen und Aufgeschlossenheit selbst vor.

Entwickeln Sie eine Lernkultur in Ihrem Unternehmen. Es darf nicht sein, dass ein Seminar unter den Kollegen im Zweifelsfalle eher als Bestrafung statt als Anerkennung wahrgenommen wird. Vielmehr sollten Weiterbildungsangebote von allen Mitarbeitern immer wieder als Chance erkannt werden, sich persönlich und fachlich weiterzuentwickeln.

Unternehmer und Führungskräfte sind hier immer wieder gefragt: Verlangen – und akzeptieren – Sie von Ihren Mitarbeitern, dass sie auch mitdenken. Wer seinen Arbeitstag mit Terminen „vollballert“, kann sein Handeln zu wenig reflektieren und es gelingt kaum, besser zu werden. Das Tagesgeschäft lässt den Mitarbeitern keine Zeit und Muße, Weiterbildungsmaßnahmen nachzuarbeiten und das neue Wissen anzuwenden.

5. Professionelle Trainer finden

Der Erfolg jedes Seminars steht und fällt mit einem exzellenten Trainer. Seine Aufgabe ist es, wichtige Inhalte in das Unternehmen einzubringen und Mitarbeiter im Unternehmen mit neuen Fähigkeiten auszustatten.

Den Grundstein für den Erfolg eines Trainings legen Sie gemeinsam, indem Sie in Vorgesprächen festlegen, welche Ziele durch die Maßnahme für das Unternehmen erreicht werden sollen. Auch mit welchen Methoden der Trainer seine Inhalte vermittelt, sollte abgestimmt werden. Ein Erkennungsmerkmal eines guten Trainers ist es, über die allgemeinen Ziele hinaus mit jedem Teilnehmer zusätzlich individuelle Lernziele zu vereinbaren und auch zu erreichen.

Der Autor

Oliver SchumacherEhrlichkeit verkauft. Das ist das Credo des vielfachen Autors, Verkaufstrainers und Redners Oliver Schumacher. Seine Mission ist nicht nur, dass Unternehmen ihre vertrieblichen Ziele dauerhaft erreichen, sondern auch dass Verkäufer in Zukunft einen höheren gesellschaftlichen Stellenwert genießen.

Der Mittvierziger arbeitete selbst über 10 Jahre überdurchschnittlich erfolgreich im Verkauf für einen Markenartikler. Er ist Sprechwissenschaftler (M.A.) und Diplom-Betriebswirt (FH).

Er ist außerdem der Betreiber der Expertenplattform let’s find experts, mit welcher spielerisch passende Trainer, Redner, Berater und Coaches gefunden werden können.

Mehr Infos unter www.oliver-schumacher.de und www.LetsFindExperts.com.

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