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SEO: Wenn Maschinen an ihre Grenzen stoßen

SEO

SEO oder Suchmaschinenoptimierung gehört zu den wichtigsten Marketing-Instrumenten im Web. Beim Feintuning kommt die Automatisierung an ihre Grenzen.

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Der Founder eines erfolgreichen deutschen Internet-Start-ups hat in den ersten Jahren dieses Jahrhunderts in seinen Vorträgen gerne folgende Anekdote erzählt: Sie spielt an der privaten Stanford University in Kalifornien, Spitzname Die Farm. Sie hat den Ruf, forschungsstärkste und renommierteste Universität der Welt zu sein.

Suchmaschine? Gibt’s doch längst!

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Die Studierenden mussten eine ausgearbeitete Geschäftsidee präsentieren. Der deutsche Founder stellte sein – später erfolgreiches und entsprechend gut versilbertes – Handy-Portal vor und erntete wohlwollende Kommentare.

Ein anderer Student dagegen wurde mit seinem Business-Modell herzhaft ausgelacht. „Das braucht keiner. Das gibt‘s doch schon“, waren die Bemerkungen, die sich der russische Informatik-Student Sergey Brin anhören musste. Mit Yahoo gab es tatsächlich schon eine brauchbare Suchmaschine.

Sergey Brin gründete Google trotzdem. Und nach weniger als einem Jahr war Google Marktführer unter den Suchmaschinen. Sein Doktorats-Studium ließ Brin dafür unvollendet.

Wer verkaufen will, muss oben stehen

Seitdem dreht sich die Welt um das zusammen mit Larry Page gezeugte Baby – und nicht umgekehrt. Wer immer heute etwas im Internet verkaufen will, ist gut beraten, in der Google-Suche ganz weit oben gelistet zu werden. Am besten direkt unter den verkauften Links.

Brin und Page haben mit Google auch einen neuen Beruf erfunden: den Search Engine Optimizer. Das sind die Menschen, die vorgeben, genau zu wissen, was Google mag und nennen ihre Arbeit Search Engine Optimization (SEO).

Suchmaschinen-Optimierung ist das Mantra für den Internethandel geworden. Wer was auf sich hält, hat einen solchen Einzelkämpfer, wenn nicht gleich eine ganze SEO-Abteilung auf der Payroll. Oder der Job wird an einen SEO-Dienstleister abgegeben.

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Der Wettstreit um die Relevanz

SEO ist nichts anderes als der Kampf um Relevanz im Internet. Der Google-Algorithmus, inzwischen längst so Legenden-umwoben wie das Coca-Cola-Rezept, ist das Maß der Dinge. Keiner kennt ihn genau, aber zu Teilen ist er ein offenes Geheimnis.

Eine tragende Rolle beim Ranking spielen sogenannte Backlinks. Links, die von einer fremden Seite zur eigenen führen. Googles Idee dahinter: Seiten, auf die oft verlinkt wird, müssen eine hohe Relevanz haben. Passen also nicht nur die Keywords zur Suchanfrage, sondern auch die Relevanz der Zielseite, dann wird diese auch höher gerankt als eine Seite ohne brauchbare Inhalte.

Gleichzeitig wird auch hinterfragt, ob die verlinkende Seite relevanten Content bietet. So soll die Spreu vom Weizen getrennt werden.

Diese Backlinks zu erfassen und zu analysieren, ist in der SEO deswegen Tagesgeschäft. Gleichzeitig arbeiten die Suchmaschinen-Optimierer daran, solche Backlinks zu kreieren. Das ist nichts für Maschinen. Das müssen noch Menschen machen.

Fachübersetzer für International SEO

Wird die Sache international, kommt eine fast vergessen geglaubte Berufsgruppe zusätzlich ins Spiel: Fachübersetzer. Spezialisten, die zwar deutlich langsamer arbeiten als der Google-Übersetzer, aber dafür auch länderspezifischen Eigenarten berücksichtigen, die dann in die Suchmaschinen-Optimierung einfließen. International SEO heißt das dann.

Natürlich gibt es längst Apps, deren Schöpfer behaupten, das alles ließe sich auch automatisieren, doch wer genauer hinschaut, bemerkt, dass sich immer wieder auch Keywords einschleichen, die mit der eigentlichen Suchanfrage so gar nichts zu tun haben.

Verschwendete Zeit und im Zweifel auch entgangene Geschäfte. Die Suchmaschine von Brin und Page ist schließlich immer noch deutlicher Marktführer. Und sie wird ständig optimiert, damit die Suchergebnisse so richtig schön im Zielgebiet liegen.

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