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Studieren neben dem Beruf: Chancen & Risiken

Studieren neben dem Beruf

Es klingt nach Stress, es klingt nach Chancen: Neben dem Beruf zu studieren schwebt so manchem als keimende Idee im Hinterkopf.

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Dabei hält kritisches Denken und Realismus uns zurück. Denn wer will schon neben der Arbeit seine Zeit mit noch mehr Arbeit verbringen? Dazu kommen die Zweifel, ob ein nebenberufliches Studium überhaupt machbar ist. Je mehr man aber mit der aktuellen Situation – vor allen Dingen beruflich – unzufrieden ist, desto vielversprechender klingt es. Schließlich öffnet ein abgeschlossenes Studium neue und größere Türen.

Was sind also die Chancen und Risiken eines Studiums neben dem Beruf?

Chance: Wissen erweitern

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Besteht Interesse an einem Studium neben dem Beruf, so existiert auch ein gewisses Maß an Wissensdurst. Zieht man Maslow hinzu, so ist dies die natürliche letzte Stufe des Wachstumsbedürfnisses.

Da Wissen bekanntlich Macht ist (Francis Bacon), öffnet es Türen zu neuen Möglichkeiten. Insbesondere wenn die gegenwärtige Situation keine Aufstiegschancen aufweist oder aus anderen Gründen nicht mehr dem gewünschten Zustand entspricht, ist Wissen der Schlüssel zu vielen neuen Türen. Auch dem Arbeitgeber ist daran gelegen, dass Mitarbeiter lebenslang lernen, denn es fördert den Unternehmenserfolg.

Risiko: Zeit

Zeit ist Geld. Geld brauchen wir, um ein gutes Leben führen zu können. Das macht Zeit zu einem unserer wertvollsten Güter.

Dass man ein bestehendes Arbeitsverhältnis nicht kündigen möchte, um als Vollzeitstudent ohne ein festes Einkommen dazustehen, ist nachvollziehbar. Aber um ein Studium neben dem Beruf einzugehen, müssen wir mehr unserer Zeit investieren, die sonst für Entspannung und persönliche Dinge genutzt würde.

Alternativ wird das Arbeitsverhältnis angepasst, was zu geringerem Gehalt führen kann und somit eventuelle Einschränkungen mit sich zieht. Ein Studium ist zeitintensiv, auch, wenn unterschiedliche Modelle zur Auswahl stehen.

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Chance: Gehalt

Ein abgeschlossenes Studium ist in der Regel eine hervorragende Grundlage für Gehaltsverhandlungen. Viele Arbeitgeber sehen ein Studium neben dem Beruf auch als Chance an, die eigenen Mitarbeiter weiterzuentwickeln und unterstützen sie finanziell oder anderweitig dabei. So schaffen sie Mitarbeiterloyalität und neue Kompetenzen im Betrieb.

Risiko: Stress

Es steht in direkter Verbindung zum Zeitrisiko: Der Mensch braucht Ruhezeiten, damit er leistungsfähig und gesund bleibt. Stress ist sehr ungesund für den Körper und die mentale Verfassung.

Da ein nebenberufliches Studium nicht nur aus Kursen sondern auch Lernen besteht, investiert man viel Zeit in diese Weiterbildung und läuft Gefahr, das eigene Wohl hintenanzustellen. Die gesundheitlichen Folgen wirken sich sowohl auf das persönliche Umfeld wie auch auf die Arbeit aus, was zu Konflikten mit dem Arbeitgeber führen kann.

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Chance: Arbeitsmarkt

Mit neuen Qualifikationen erweitert sich für den Bewerber der Arbeitsmarkt. Ob man das bestehende Wissen mit einem Studium neben dem Beruf ausbaut oder sich auf diese Weise in neuen Bereichen qualifiziert: Chancen auf dem Arbeitsmarkt eröffnet es.

Dabei ist nicht nur das Studium an sich relevant, sondern auch die Kompetenzen, die man mit einem abgeschlossenen nebenberuflichen Studium beweist, wie zum Beispiel Durchhaltevermögen, Disziplin und Ehrgeiz.

Risiko: Kosten

Nichts auf dieser Welt ist umsonst. Ein Studium neben dem Beruf nimmt Zeit und Geld in Anspruch. Die Kosten unterscheiden sich stark unter den Fernuniversitäten. Durchschnittlich liegt ein Bachelorstudiengang bei etwa 12.000 EUR und ein Masterstudiengang bei etwa 14.000 EUR.

Auch der Studiengang  beeinflusst die Kosten. Hinzu kommt, dass flexiblere Modelle (also eine Laufzeit von zum Beispiel 6 Jahren anstelle von 4 Jahren) höhere Beiträge verlangen.

Fazit

Ein Studium neben dem Beruf birgt Chancen und Risiken. Diese gegeneinander aufzuwiegen kann jede Person nur für sich selbst. In jedem Fall ist es keine spontane Entscheidung.

Sowohl der Arbeitgeber als auch die Familie sollten in die Entscheidung miteinbezogen werden. Schließlich betrifft es sie ebenso aufgrund der hohen Zeitinvestition, die ein Studium neben dem Beruf mit sich zieht. In vielen Fällen ist der Arbeitgeber eine unterstützende Kraft, da er die daraus resultierenden Vorteile für die Firma erkennt.

Ohne die Unterstützung der Familie und des Arbeitgebers ist ein Studium neben dem Beruf eine Herausforderung, die eher als Risiko zu betrachten ist.

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