IT & Technik
Schreibe einen Kommentar

Wirtschaftsspionage: So schützt sich ein Startup vor dem Verlust sensibler Daten und Hardware

Wirtschaftsspionage
Werbung

Im digitalen Zeitalter wird Wirtschaftsspionage eine zunehmende Gefahr für Unternehmen. Innovative Hacking-Methoden erlauben einen sehr schnellen und meist unbemerkten Zugriff auf sensible Daten und ziehen Schäden in Millionenhöhe nach sich. Fast jedes Unternehmen kann der Wirtschaftsspionage zum Opfer fallen. Dabei ist nicht die Größe oder Bekanntheit entscheidend, sondern ob es über wertvolles firmeninternes Wissen verfügt.

Aus diesem Grund ist es besonders für Startups wichtig, sich von Beginn an gegen diverse Techniken der Wirtschaftsspionage zu schützen. Mittels digitaler sowie analoger Schutzmaßnahmen verhindert man den finanziellen Ruin durch Spionage und sichert die Existenz des eigenen Unternehmens.

Was ist Wirtschaftsspionage?

Unter Wirtschaftsspionage versteht man eine staatlich gelenkte Ausforschung von Unternehmen, die durch diverse Nachrichtendienste unterstützt wird. Ziel der Wirtschaftsspionage ist es, sich das Know-how bestimmter Unternehmen anzueignen und so einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen. Dabei wird die Spionage entweder auf digitalem Wege oder aber mittels Informanten/Spion ausgeführt.

Einige Techniken der Wirtschaftsspionage sind:

  • Kopieren von Daten auf externen unverschlüsselten Speichermedien
  • Abfotografieren von Schriftstücken, Dokumenten etc.
  • Mitlesen/Abfangen von E-Mails
  • Abhören von Telefonen
  • Einsetzen von Schadsoftware
  • Manipulieren von Mitarbeitern

Angriffspunkte ermitteln

Jedes Unternehmen muss zunächst einmal wichtige und schützenswerte Daten sowie Risikobereiche ermitteln. Das sollte nicht erst nach dem ersten Spionageangriff geschehen – schon von Beginn an ist es wichtig, Unternehmensdaten in unterschiedliche Risikogruppen einzuteilen.

Die Grundüberlegung ist, welche Informationen für andere wertvoll sein könnten. Nicht jede Information besitzt den gleichen Wert! Jene Daten, die für das Unternehmen am wichtigsten sind, sollten immer sicher in einem Datentresor verschlossen sein.

Erst wenn man weiß, was es zu schützen gilt, kann man die dementsprechenden Schutzmaßnahmen einleiten!

Zugriffsberechtigungen kontrollieren

Sensible Daten sollten nur für einen kleinen Personenkreis einsehbar sein. Zu diesem Zweck bieten sich unterschiedliche Zugriffsberechtigungen für die verschiedenen Daten an. So lässt sich das Risiko von Datenklau minimieren und es fällt leichter, den Überblick darüber zu behalten, wer Zugriff auf sensible Informationen hat.

Außerdem dürfen Passwörter und andere Zugangsberechtigungen niemals an Dritte weitergegeben oder an allgemein zugänglichen Orten aufbewahrt werden. Auch innerhalb von Kooperationen mit anderen Unternehmen solltet ihr die Zugangsberechtigungen zu sensiblen Daten niemals weitergeben. Diese Vorgehensweise benötigt zwar mehr Zeit und ist aufwändiger, jedoch steigert sie das Sicherheitslevel enorm.

Digitale Daten schützen

Die digitale Sicherheit beinhaltet unter anderem die Installation einer Firewall, eines Virenschutzes, sowie einer Verschlüsselungssoftware. Eine Firewall und ein ausführlicher Virenschutz schützen vor diversen Schadsoftwares und damit einhergehenden Datenverlusten. Die Verschlüsselungssoftware verwandelt Daten wie Zahlungsinformationen oder E-Mails in eine unlesbare Form und macht es dadurch für Dritte unmöglich, diese zu entschlüsseln.

Achtet besonders bei geschäftlichen E-Mails darauf, dass ihr sie verschlüsselt. Außerdem haben sensible Daten im E-Mail-Verkehr nichts verloren, da die Gefahr besteht, dass jemand die E-Mail-Konversationen abfängt oder mitliest. E-Mails, deren Absender nicht klar sind bzw. die eine verdächtige Betreffzeile haben, solltet ihr grundsätzlich besser nicht öffnen.

Fahrt den PC vor dem Verlassen des Arbeitsplatzes herunter, um unerlaubte Zugriffe in eurer Abwesenheit zu vermeiden. Ein absolutes Muss ist die Verwendung von Passwörtern mit einer hohen Sicherheitsstufe. Passwörter dieser Art inkludieren Großbuchstaben, Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.

Hardware und Dokumente schützen

Nicht nur digitale Daten müssen geschützt werden, sondern auch Hardware und Dokumente. Wichtige Akten und Dokumente sollten daher beim Verlassen der Geschäftsräumlichkeiten immer weggesperrt werden.

Wenn es Dokumente, Akten oder mobile Datenträger zu entsorgen gibt, müsst ihr diese vorher vernichten. Unterlagen schreddern und USB-Sticks, Festplatten etc. mehrmals überschreiben: Diese Maßnahmen bewirken, dass wirklich alle Daten gelöscht sind.

Verschlüsselt mobile Datenträger, um einen unerlaubten Zugriff zu erschweren. Da diese Geräte meist sehr klein sind, gehen sie schnell und meist unbemerkt verloren. Wasserdichte und feuerfeste Dokumentenkassetten schützen die Datenträger vor ungewollten Verlusten oder Diebstahl.

Richtlinien für private Geräte festlegen

Jedes Unternehmen sollte klare Regeln für die Verwendung von privaten Geräten aufstellen. Dies kann unter anderem ein Smartphone-Verbot am Arbeitsplatz inkludieren, um das Abfotografieren von Dokumenten zu verhindern. Auch ein Verbot der Nutzung von Sozialen Medien auf der Arbeit ist mittlerweile gängig.

Besonders relevant sind solche Richtlinien bei Mitarbeitern im Home-Office. Hier muss vermehrt aufgepasst werden, da private Geräte meist angreifbarer sind. Alle privaten Geräte, die für Arbeitszwecke genutzt werden, müssen einen umfangreichen Virenschutz besitzen, um ungewollten Zugriff auf firmeninterne Daten zu verhindern.

Mitarbeiter schulen

Wichtig ist, dass alle Mitarbeiter für Wirtschaftsspionage und deren Folgen sensibilisiert sind. Das heißt: Es sollte klar sein, was Wirtschaftsspionage ist und in welchen Formen sie auftreten kann. Erst dann wird es möglich, dass Mitarbeiter Gefahren erkennen und frühzeitig abwehren.

Eine Aufklärung der Mitarbeiter ist aus mehreren Gründen relevant. Zum einen wird immer wieder versucht, Angestellte zu bestechen, um so an sensible Daten heranzukommen. Durch gezielte Schulungen in diesem Bereich beugt ihr dem vor. Zum anderen passiert es immer wieder, dass firmeninterne Informationen versehentlich ausgeplaudert werden. Das passiert beispielsweise durch zu lautes Reden in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Macht euren Mitarbeitern klar, dass sie mit sensiblen Daten und firmenspezifischen Informationen sorgfältig umgehen müssen und Spionage in verschiedenen Formen auftritt. Nur, wenn alle an einem Strang ziehen, lässt sich eine Wirtschaftsspionage erfolgreich verhindern.

Der Autor

Michael ReinalterMichael Reinalter ist bei SECUREO, dem Experten für Sicherheitslösungen für den reibungslosen Ablauf im Beratungscenter zuständig. In seinem Alltag erlebt er ständig den Zwiespalt zwischen herkömmlichen und elektronischen Aufbewahrungsmöglichkeiten.

Er ist davon überzeugt, dass man sich besonders bei wichtigen Dokumenten und Daten auf keine Fall auf eine Sicherheitslösung allein verlassen sollte.

Wirtschaftsspionage

Pin it!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Wenn Du wissen möchtest, welche Daten wir beim Hinterlassen eines Kommentars speichern, schau bitte in unsere Datenschutzerklärung.