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So baut man geschickt Gründerkapital auf

Gründerkapital

Am Anfang einer jeden Unternehmensgründung steht meist die Notwendigkeit einer gewissen Investition, um das Unternehmen aufzubauen und ins Rollen zu bringen. Je nach Branche und Geschäftsmodell kann das dafür benötigte Budget recht klein, aber eben auch sehr groß sein.

Manchem reichen bereits ein Laptop, ein paar Software-Lösungen und ein guter Plan, andere brauchen Räumlichkeiten, Maschinen und Fahrzeuge oder sogar Personal.

In jedem Fall ist es fatal, sein nötiges Gründerkapital nicht vorab zu ermitteln oder nicht zu wissen, wie man es beschafft. Dabei ist es letztlich gar nicht so schwer, Gründerkapital aufzubauen.

Kapitalbedarf ermitteln

Bei der Ermittlung des eigenen Kapitalbedarfs zur Unternehmensgründung ist umsichtige Planung und vor allem Ehrlichkeit sich selbst gegenüber das Wichtigste. Es nützt nichts, extrem knapp zu kalkulieren, nur damit am Ende ein geringer Bedarf unter dem Strich steht. In der Regel rächt sich das im Geschäftsalltag sehr schnell.

Besser ist es, für alle fixen Posten wie Miete und Personal eher großzügig zu schätzen und einen Puffer für umsatzschwache Zeiten einzurechnen. Diese kommen nämlich gerade am Anfang nicht selten. Vergessen Sie auch nicht die administrativen Gründungskosten für Anwälte, Steuerberater und Ämtergebühren.

Eigenkapital, Fremdkapital und die gesunde Quote

Jeder Unternehmer und Selbständige investiert eigene Mittel in sein Geschäft. Die Kernfrage ist nur, wieviel und welchen Anteil macht das sogenannte Eigenkapital am Gesamtkapital aus.

In den meisten Fällen starten Gründer mit eigenen Mitteln und benötigen erst dann Fremdkapital, wenn das Unternehmen wächst. Allerdings gibt es auch Ausnahmen, etwa im produzierenden Gewerbe oder wenn von Anfang an teure Anschaffungen nötig sind, noch ehe die Firma betriebsbereit ist.

Dennoch ist es ratsam, immer einen Eigenanteil von mindestens 20 Prozent im Kapitalstock zu haben. Vor allem Bankkredite, aber auch andere Darlehen bekommt man mit einer geringeren Eigenkapitalquote nur selten.

Kapitalgeber finden

Früher oder später reicht das Eigenkapital nicht mehr aus und der Kapitalmangel behindert das Wachstum. Fremdkapital muss also her, doch zu verschenken hat niemand etwas.

Um an Fremdkapital zu kommen, müssen Zahlen, Fakten und Aussichten, vor allem aber Geschäftsmodell und Gründereigenschaften stimmen.




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Wer sein Geschäft umsichtig und klug führt und gute Aussichten auf langfristiges Wachstum hat, kann Geldgeber aber recht schnell überzeugen. Schließlich wollen Banken und Investoren ja auch ihr Kapital mehren – und dafür muss man es nun einmal investieren.

Die Bank

Ein Bankdarlehen ist die traditionellste und konservativste Form, Fremdkapital zu beschaffen. Das trifft auf beide Seiten zu.

Für solide Gründungen in weniger innovativen Branchen ist ein Bankkredit die sichere Wahl. Wer allerdings ein sehr extravagantes Geschäftsmodell hat, stößt bei den eher sicherheitsorientierten Bankmitarbeitern oft auf taube Ohren.

Tipp: Wenn Sie ausloten möchten, ob ein Bankkredit in Frage käme, dann achten Sie beim Einholen von Angeboten darauf, dass die Bank lediglich eine Konditionsanfrage an die SCHUFA stellt. Denn wie hier in den Kreditvergleich-Fragen erläutert wird, ist nur diese schufaneutral und hat keine negativen Auswirkungen auf Ihren Score.

Business Angel

Hierzulande noch immer nicht so bekannt und allgegenwärtig, in den USA aber beispielsweise die Regel: Business Angel. Diese Personen, meist selbst erfolgreiche Unternehmer, investieren Kapital und Know How vor allem in junge und innovative Unternehmen, wenn diese in einer noch sehr frühen Phase der Gründung stecken.

Anders als Venture Capital Beteiligungen sind Business Angel also Berater und Begleiter vom Start weg. Sie sind aber eine hervorragende Möglichkeit, früh an stattliche Summen an Fremdkapital zu kommen.

Crowdfunding Plattformen

Eine ebenfalls noch nicht sehr verbreitete Form, Kapital einzusammeln, ist das sogenannte Crowdfunding oder auch Crowdinvesting. Grundsätzlich investieren hier nicht einzelne Personen oder Institutionen, sondern sehr viele Menschen mit teils sehr geringen Beträgen.

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Online-Anbietern, die diese Art von Kapitalgenerierung ermöglichen. Bei der Vielzahl an Crowdfunding-Plattformen sollten Sie zunächst recherchieren, welche sich für Ihr Projekt am besten eignet. Achten Sie dabei auch auf die Konditionen der Plattformbetreiber.

Foto: LaMarimer / pixabay.com

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Dieses Fachmagazin richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, Selbständige und Existenzgründer, die nicht für jedes Thema eine Fachabteilung haben. Hier gibt es praktische Tipps zur Unternehmensführung, die selbständig umgesetzt werden können.

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